Zündfunk

Der Zündfunk ist seit 1974 ein Magazin im Hörfunk des Bayerischen Rundfunks. Es wurde als „Jugendmagazin“ gegründet und gedieh 30 Jahre später zu einem etablierten Magazin. In den ersten 20 Jahren seines Bestehens fiel der Zündfunk wegen seiner für die damalige Radiolandschaft ungewöhnlich direkten Ansprache, der Vermittlung von Pop-Kultur und alternativer Literatur sowie seiner politisch-kritischen Berichterstattung auf. Viele der Autoren und Redakteure stiegen später in hohe Positionen innerhalb des BR und anderen Rundfunkanstalten auf. Etwa zur gleichen Zeit gegründete „Jugendwellen“ wie Point (Süddeutscher Rundfunk), SF-Beat (Sender Freies Berlin) und Radiothek (WDR) wurden eingestellt, weil sich die Idee des gegen den Mainstream arbeitenden Jugendfunks überlebt hatte.

  1. Jugendfunk war ein Genre typisch für die Zeit der Studentenbewegung, als die Stimmen von jungen Menschen wichtiger und von Rundfunkanstalten zaghaft aufgegriffen wurden. Ähnlich wie für den Schulfunk veränderte sich die politische und mediale Lage in den frühen 2000er Jahren so, dass die Redaktionen für Jugendfunk abgeschafft wurden oder in anderen aufgingen.
  2. Redaktionsleiter Christoph Lindenmeyer wurde Hörspiel- und B2-Wellenchef. Die Moderatoren Dieter Heß, Herbert Kapfer, Jürgen Seeger stiegen im BR zum Kulturchef, Hörspielchef und E-Musik-Chef auf. Moderator Jo Angerer wurde Redakteur bei Monitor im WDR, Redakteurin Mercedes Riederer Leiterin der Politik und Chefredakteurin des BR, Redakteur Klaus Kastan Korrespondent des BR in London und Washington.