Zentimeter-Geoid
Als Zentimeter-Geoid wird die heutige Zielvorstellung der Erdmessung bezeichnet, nach der das Geoid – die wichtigste Höhenbezugsfläche der Geodäsie – im laufenden Jahrzehnt auf 1–2 Zentimeter genau bestimmt werden soll.
Der Begriff wurde um 1990 vom damaligen IAG-Präsidenten Wolfgang Torge (TU Hannover) geprägt, als abzusehen war, dass die Methoden der Satellitengeodäsie (insbesondere GPS, aber auch GLONASS und Satellite Laser Ranging) sowie die kosmische Interferometrie (VLBI) bald Zentimetergenauigkeit erreichen würde.