Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Wien

Die Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Wien war eine SS-Dienststelle, die im August 1938 im beschlagnahmten Palais Albert Rothschild eingerichtet wurde, um die zwangsweise Emigration von österreichischen Juden zu beschleunigen und ab Oktober 1939 deren Deportationen zu organisieren und durchzuführen. Dabei wurden Fragen der Staatsbürgerschaft, des Ausländerrechts, der Devisen und Vermögensbesteuerung unter dieser Zielsetzung koordiniert. Sie war als einzige Behörde ermächtigt, ab sofort Ausreisegenehmigungen für Juden aus Österreich zu erteilen. Sie galt als Muster für die Errichtung weiterer solcher „Auswanderungsstellen“, die zunehmend immer deutlicher Deportationsstellen wurden.