Zug- und Stoßeinrichtung

Die Zug- und Stoßeinrichtung (auch Zug- und Stoßvorrichtung oder Zug- und Stoßorgan) ist eine am Rahmen bzw. Wagenkasten eines Schienenfahrzeugs befestigte, federnd arbeitende Baugruppe zur Verbindung der Fahrzeuge untereinander für die Beförderung. Dabei werden Zug- und Stoßkräfte in Längsrichtung übertragen.

Bei der in Europa üblichen Zug- und Stoßeinrichtung werden die Zugkräfte durch Schraubenkupplungen, Druckkräfte durch Seitenpuffer übertragen. Bei Mittelpufferkupplungen sind die Zug- und Stoßeinrichtungen konstruktiv zusammengefasst.

Durch die federnde Ausführung werden Fahrzeuge und Ladung vor Längsbeanspruchungen geschützt, die bei der Zugbildung und Zugbeförderung auftreten. Eine zusätzliche Stoßverzehreinrichtung ist der Langhubstoßdämpfer.

  1. Steinbiß: Zugvorrichtungen. In: Victor von Röll (Hrsg.): Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. 2. Auflage. Band 10: Übergangsbrücken–Zwischenstation. Urban & Schwarzenberg, Berlin / Wien 1923, S. 522.
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