Zwickau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 43′ N, 12° 30′ O | |
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Zwickau | |
| Höhe: | 267 m ü. NHN | |
| Fläche: | 102,58 km² | |
| Einwohner: | 87.410 (31. Dez. 2024) | |
| Bevölkerungsdichte: | 852 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 08056, 08058, 08060, 08062, 08064, 08066 | |
| Vorwahlen: | 0375, 03761 (Hartmannsdorf), 037604 (Mosel, Oberrothenbach, Schlunzig) | |
| Kfz-Kennzeichen: | Z, GC, HOT, WDA | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 24 330 | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtbezirke mit 35 Stadtteilen | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hauptmarkt 1 08056 Zwickau | |
| Website: | www.zwickau.de | |
| Oberbürgermeisterin: | Constance Arndt (BfZ) | |
| Lage der Stadt Zwickau im Landkreis Zwickau | ||
Zwickau (obersorbisch Šwikawa, tschechisch Cvikov oder Zvíkov) ist mit knapp 88.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Sachsen und ein Oberzentrum im südwestlichen Teil des Landes.
Ein Gebiet mit der Bezeichnung territorium Zcwickaw wurde erstmals 1118 erwähnt. Nahezu 800 Jahre lang wurde hier und in der umliegenden Region Steinkohle abgebaut. Die Stadt entwickelte sich dadurch zum Zentrum des Zwickauer Steinkohlenreviers. Als bis 1806 kurfürstliche Stadt war Zwickau im Königreich Sachsen seit 1834/1835 Kreisdirektionssitz, ab 1874 Sitz der Kreishauptmannschaft (nach 1939 Regierungsbezirk Zwickau) und wurde 1907 eine kreisfreie Stadt. Im Zuge des Totalumbaus der Verwaltungsstrukturen zur Durchsetzung des Prinzips des sogenannten demokratischen Zentralismus in der DDR verlor Zwickau 1952 seinen seit 1834 währenden Rang als Bezirksregierungssitz und wurde Teil des Bezirkes Karl-Marx-Stadt (bis 1953 Bezirk Chemnitz). Seit 2008 ist Zwickau nicht mehr kreisfrei; die Stadt wurde in den neu gebildeten Landkreis Zwickau eingegliedert.
Die Stadt ist Gründungsmitglied der Metropolregion Mitteldeutschland und Teil des Ballungsraums Chemnitz-Zwickau. Hier hat auch die Verwaltung des vorgenannten Landkreises ihren Sitz. Durch die seit 2000 zunehmende Urbanisierung der städtischen Randgebiete wächst die flächenmäßige Ausdehnung der Stadt, die mittlerweile das Tal der Zwickauer Mulde größtenteils überdeckt.
Die bei Automobilisten beliebte, landschaftlich reizvolle und mit vielen kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten ausgestattete Touristikroute der Sächsisch-Böhmischen Silberstraße verbindet, dem Verlauf des Erzgebirges in östlicher Richtung folgend, die alte Bergstadt Zwickau mit der Landeshauptstadt Dresden.
Zwickau ist eine Wiege der deutschen Automobilindustrie. Die mehr als hundertjährige Tradition in der Automobilherstellung in Zwickau begann Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Gründung der Werke von Horch (1904) bzw. Audi (1909/1910), die in den 1930er und 1940er Jahren von der Auto Union AG und während der DDR-Zeit von den Sachsenring-Werken weitergeführt wurde. Nach dem Ende der Teilung Deutschlands gründete die Volkswagen AG im heutigen Zwickauer Stadtteil Mosel eines der größten Unternehmen der neuen Bundesländer, die Volkswagen Sachsen GmbH, die diese Automobilbau-Tradition weiterführt.
1810 wurde hier der Komponist der Romantik Robert Schumann geboren. Die Stadt wird daher Automobil- und Robert-Schumann-Stadt genannt. Darüber hinaus erhielt sie am 21. April 2016 den Titel „Reformationsstadt Europas“.
Das August-Horch-Museum, die Westsächsische Hochschule Zwickau, das Robert-Schumann-Konservatorium und das Theater Plauen-Zwickau sind überregional bedeutende Kultur- und Bildungseinrichtungen.
- ↑ Bevölkerung der Gemeinden Sachsens am 31. Dezember 2024 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 15. Mai 2022 (Gebietsstand 01.01.2024). Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 4. Juli 2025. (Hilfe dazu).
- ↑ Serbski institut / Sorbisches Institut – Datowa banka geografiskich eksonymow. Abgerufen am 20. November 2023.
- ↑ veruce: Jak nazýváme města našich sousedů? In: Tipy na výlety a turistika. 5. Januar 2014, abgerufen am 20. November 2023 (tschechisch).
- ↑ Shelly Kupferberg: Die Automobil- und Robert Schumann-Stadt. In: Deutschlandfunk Kultur. 18. Oktober 2008, abgerufen am 30. September 2024.
- ↑ „GEKE-Generalsekretär Bischof Dr. Michael Bünker übergab im Rahmen eines Festakts am 21. April 2016 die Titelverleihungsurkunde an die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau, Dr. Pia Findeiß. Zwickau ist somit ‚Reformationsstadt Europas‘.“ Titelverleihung an Zwickau, 21. April 2016. In: reformation-cities.org. 22. April 2016, abgerufen am 4. Mai 2016. Zur Begründung aus der geschichtlichen Rolle in der Reformationszeit siehe den Artikel Ein heißes Pflaster in den Anfängen der Reformation. In: reformation-cities.org, abgerufen am 4. Mai 2016.