Bahnstrecke Háj u Duchcova–Duchcov

Háj u Duchcova–Odb. Rozcestí
1913: Haan–Dux-Liptitz
Streckenlänge:5,93 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
von Děčín hlavní nádraží západ (vorm. DBE)
45,809 Háj u Duchcova früher Haan
nach Chomutov seřazovací nádraží (vorm. DBE)
46,077 Victorin-Schacht
46,580 Nelson-Schacht I und II
von Osek (vorm. DBE)
47,550 Fortschritt-Schacht
48,298 Neuer Fortschritt-Schacht
Kreuzerhöhung-Schacht
Emma-Schacht und Mariaschacht
Peter und Paul-Schacht
49,360 Duchcov-Liptice Dux-Liptitz
Antonia-Schacht
Johannes-Schacht
50,728 Christiania-Schacht
von Ústí nad Labem (vorm. ATE)
51,740 odb. Rozcestí
nach Chomutov (vorm. ATE)
nach Světec (vorm. ATE)
Ledvice Ladowitz
nach Plzeň (vorm. EPPK)

Quellen: [1][2][3]

Die Bahnstrecke Háj u Duchcova–Duchcov war eine Eisenbahnverbindung im heutigen Tschechien, die ursprünglich von der k.k. priv. Dux-Bodenbacher Eisenbahn (DBE) erbaut und betrieben wurde. Sie zweigte in Háj u Duchcova (Haan) von der Bahnstrecke Děčín–Chomutov ab und führte nach Duchcov (Dux), wo sie an der Abzweigstelle (odb.) Rozcestí in die Bahnstrecke Plzeň–Duchcov einmündete.

Geschichte

Am 9. Juli 1869 war der Dux-Bodenbacher Bahn der Bau einer Bahnstrecke von Bodenbach nach Dux mit einer Zweigbahn nach Komotau gestattet worden. Am 20. Mai 1871 ist die Strecke von Bodenbach bis Dux eröffnet worden.

Am 16. Dezember 1879 wurde die Erweiterung der Strecke von Dux zum Bahnhof Ladowitz der k.k. priv. Eisenbahn Pilsen–Priesen(–Komotau) (EPPK) als Schleppbahn in Betrieb genommen. Sie umging die aktiven Kohleabbaufelder südlich von Dux in einem weiten Bogen. Zur Strecke Aussig–Komotau der k.k. priv. Aussig-Teplitzer Eisenbahn (ATE) bestand dabei keine direkte Verbindung. Dort bestand lediglich eine niveaugleiche Kreuzung („Rozcesti“).

Die Strecke diente insbesondere der Kohleabfuhr von den Braunkohleschächten westlich von Dux. Direkt an der Strecke lagen die Zechen Nelson bei Ossegg sowie Fortschrittschacht, Mariaschacht, Johannesschacht, Christianiaschacht und Peter und Paul bei Dux.

In Vorbereitung der geplanten Verstaatlichung der DBE ging die Betriebsführung der Strecke ab dem 1. Juli 1884 an die k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) über. Verstaatlicht wurde die Dux-Bodenbacher Bahn allerdings erst am 1. Jänner 1894.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam die Strecke zu den neu gegründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen ČSD. Die ČSD betrieb die Verbindung noch bis 1931, wenig später wurde sie abgebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand ein großer Teil der ehemaligen Trasse in den Braunkohle-Tagebauen důl Nový Pokrok und důl Alois Jirásek, so dass heute kaum mehr Reste der Strecke erhalten sind.

Literatur

  • Ludvík Losos: Duchcovsko-podmokelská dráha. Teplický spolek – spolek pro oživení Krušnohoří a Českého středohoří, Teplice 2025, ISBN 978-80-11-06365-8

Einzelnachweise

  1. Zdeněk Hudec u. a.: Atlas drah České republiky. 2006–2007. Hrsg.: Verlag Pavel Malkus. 2. Auflage. Pavel Malkus, Praha 2006, ISBN 80-87047-00-1 (tschechisch).
  2. Daten auf atlasdrah.net
  3. Artarias Eisenbahnkarte von Österreich-Ungarn und den Balkanstaaten, mit Stationsverzeichnis; Artaria & Co., Wien 1913