Bahnstrecke Pathein–Pakokku

Pathein–Pakokku
Strecke bei Pakokku
Spurweite:1000 mm (Meterspur)
Pathein
Tagonegyi
Begayet
Bahnstrecke Pathein–Hlaingthaya (Yangon)
Darka
Gon Minn
Hledan
Ah Toke
Yegyi
Za Yat Hla
Dite Pyat
Khamauksu
Yonthalin
Bahnstrecke Nyaungdon–Hinthada
Hinthada
Payagon
Ywa Tha
Dan Bi
Myo Kwin
Pathein
Tanbingon
Me Za Li Kone
Htu Gyi
Kannyinngu
Inbin
Tegyigon
Myanaung
Kyangin
Htauk Kyan Kone
Pae Gyi
Oke Shit Pin
Thae Caw
Pha Yay Paw[Anm. 1]
Kyee Pin Kan
Nyaung Kine
Dann Kine
Pya Yay
Vithar Lain
Min Tae
Thayet
Myinbar
Kyar Kan
Inn Ma
Zaung Chan Taung
Htoo Pauk
Let Pan
nach Taungdwingyi
Paytaw
Malun
Pat Pal
Yae Paw
Sin Lan Kyee
Minbu[Anm. 2]
Bahnstrecke Minbu–Sittwe
Saku
Hta Naung Taw
Betriebsbahnhof
Taw Seint
Salin
Sin Hpyu Kyun
Kote Ko Tann
Sel Swae
Ta Nyaung
Chin Htaung
Seikphyu
Tu Yun Myaw
Gyokchaunglay
Pay Taw
Ohin Mhin
Daung Thar
Yaw
Ywar Thit
Ayadaw
Tant Kyi Taung
Myitche
Be Gyi
Computer University
Bahnstrecke Mandalay–Kalay von Mandalay
Pakokku
Bahnstrecke Mandalay–Kalay nach Kalay

Quellen: [1]

Die Bahnstrecke Pathein–Pakokku[Anm. 3] ist die Hauptstrecke in Myanmar westlich des Irrawaddy. Die Strecke ist eingleisig, meterspurig und wird von der Myanma Railways (MR) betrieben.

Geschichte

Die Strecke entstand von Süden nach Norden in mehreren Bauabschnitten über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren.

Der erste Abschnitt führte von Hinthada (damals: Henzada) nach Pathein. Pathein war von der damaligen Hauptstadt Rangun (heute: Yangon) nur schwierig zu erreichen. Dazwischen liegt das Mündungsdelta des Irrawaddy in den Golf von Bengalen. Die direkte Verbindung hätte zahlreiche große Brücken erfordert, was zu aufwändig und teuer war. Deshalb wurde von der Bahnstrecke Yangon–Pyay eine in Letpadam abzweigende Stichstrecke zum Ufer des Irrawaddy gebaut. Deren Endbahnhof Tharrawaw lag am anderen Ufer des Flusses gegenüber von Hinthada, von wo aus die Eisenbahn dann südlich nach Pathein gebaut wurde und 1902 eröffnete. Die beiden Strecken waren durch ein Trajekt über den Fluss verbunden. Im Gegensatz zum übrigen Netz der MR, bei der alle Strecken östlich des Irrawaddy vom Nullpunkt in Yangon Central Station kilometriert sind, war der Nullpunkt für die Strecken westlich des Irrawaddy ursprünglich der Bahnhof Hinthada.[2]

Die Möglichkeit, die sich mit dieser Flussquerung für den Bahnverkehr eröffnete, wurde auch in nördlicher Richtung genutzt. Der Streckenabschnitt von Hinthada bis Kyangin ging 1908 in Betrieb.[2]

Der Weiterbau nach Norden von Kyangin bis Pakokku folgte im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts von Süden nach Norden. Nullpunkt wurde jetzt das südliche Streckenende in Pathein. Die Streckenverlängerung wurde abschnittsweise dem Verkehr übergeben. Das letzte, nördlichste Segment wurde am 26. Februar 2011 fertiggestellt. Am 31. Dezember 2011 wurde bei Pakokku zudem eine Brücke über den Irrawaddy eröffnet, die eine Verbindung zu der Bahnstrecke Pyinmana–Paleik (über Myingyan und damit nach Mandalay) schuf.[2]

Literatur

  • Dieter Hettler: Railways of Burma/Myanmar. Frank Stenvall, Malmö 2024. ISBN 978-91-7266-207-0

Anmerkungen

  1. Die Übersetzung gibt an: „Bahnhof beim Tempel“.
  2. Minbu, am rechten Ufer des Irrawaddy, liegt der Provinzhauptstadt Magwe am linken Ufer direkt gegenüber. Verbunden sind beide Städte aber nur mit einer Straßenbrücke über den Irrawaddy, die 2002 eröffnet wurde (Hettler, S. 36).
  3. Auch in der Schreibung „Pakhokku“ (vgl. etwa Hettler, S. 174).

Einzelnachweise

  1. Hettler, S. 174f; Google Maps
  2. a b c Hettler, S. 35.