Champions Cup (Unihockey)

Der Champions Cup, bis 2011 EuroFloorball Cup, ist der Europapokal im Unihockey (Floorball). Er wird jedes Jahr von der International Floorball Federation ausgetragen zwischen den besten Teams aus verschiedenen europäischen Ländern bei den Männern und Frauen. Das Turnier, das bis 2007 offiziell Europapokal (auf Englisch European Cup) hieß, wurde erstmals 1993 ausgetragen.

Aktuelle Titelträger sind Tatran Střešovice (Tschechien) bei den Männern und Team Thorengruppen SK (Schweden) bei den Frauen.

Geschichte

Der Wettbewerb fand 1993 erstmals statt. Erster Sieger bei den Männern wurde in Stockholm Balrog IK aus Schweden, bei den Frauen in Helsinki der ebenfalls aus Schweden stammende Verein VK Rasket. Bis einschließlich 1999 wurde das Turnier mitsamt der Qualifikation innerhalb eines Jahres ausgetragen. 1999 fand so die Qualifikation im November statt, Ende Dezember die Finalrunden. Zwischen 2000 und 2008 fand der Cup achtmal Kalenderjahr-übergreifend statt. Seit 2008 wird wieder innerhalb eines Jahres gespielt. Die schwedischen Mannschaften AIK Innebandy (bei den Männern) und IKSU Innebandy (bei den Frauen) sind Rekordtitelträger des EuroFloorball Cups. Bislang kamen alle Siegermannschaften aus Schweden, Finnland oder der Schweiz.

Ab dem Jahr 2011 wurde das Format des Wettbewerbes geändert. Es wurde der Champions Cup gegründet – der EuroFloorball Cup ist seither die Meisterschaft der weniger gut klassierten nationalen Meister. Während am Champions Cup jeweils sechs Mannschaften aus den fünf besten Ligen Europas teilnahmen (das veranstaltende Land stellt jeweils zwei Mannschaften), traten im EuroFloorball Cup sechs Mannschaften aus den fünf weniger guten Ligen an.

2015 wurde dann noch die EuroFloorball Challenge eingeführt, die die Qualifikation zum EuroFloorball Cup ersetzt.[1]

Seit 2019 wird in einem anderen Format gespielt: Teilnehmer kommen seitdem nur noch aus den vier Topnationen: Schweden, Finnland, Schweiz und Tschechien.[2]

Teilnehmer

  • Champions Cup:
    • bis 2017: Die Meister aus den vier besten Nationen der Weltrangliste, ein zweites Team aus dem Gastgeberland und der letztjährige Sieger des EuroFloorball Cups.[3]
    • 2019–2023: Die Meister aus den vier Ländern Finnland, Schweden, Schweiz und Tschechien.[2]
    • ab 2024: Die Meister und Pokalsieger aus Finnland, Schweden, Schweiz und Tschechien. Ist der Meister auch Pokalsieger, rückt der Vizemeister nach.
  • EuroFloorball Cup: die Meister der besten fünf bis neun Nationen der Weltrangliste, der Gastgeber 1 und der letztjährige Sieger der EuroFloorball Challenge.
  • EuroFloorball Challenge: die Meister der folgenden Nationen der Weltrangliste und der Gastgeber 1.
1 
Neben dem Gastgeber darf noch ein zweites Team aus jenem Land teilnehmen.

Titelträger

Männer

Champions Cup

1993–2007 als European Cup, 2007–2010 als EuroFloorball Cup
Saison Meister Vizemeister Ergebnis Austragungsort
1993 Schweden Balrog IK Finnland SSV Helsinki 9:2 Schweden Stockholm
1994 Schweden Balrog IK Schweden Fornudden IB 6:3 Schweiz Chur
1995 Schweden Kista IBK Schweden Balrog IK 5:2 Schweden Karlstad
1996 Schweden Balrog IK Schweden Kista IBK 5:2 Schweden Stockholm
1997 Schweden Fornudden IB Schweden Balrog IK 5:0 Schweden Stockholm
1998 Schweden Warberg IC Finnland SSV Helsinki 5:4 OT Finnland Helsinki
1999 Schweden Warberg IC Schweden Haninge IBK 7:5 Schweiz Bern, Sarnen & Zuchwil
2000/01 Finnland Helsingfors IFK Schweden Haninge IBK 2:0 Schweden Göteborg
2001/02 Schweden Haninge IBK Finnland SSV Helsinki 7:3 Schweden Botkyrka
2002/03 Schweden Haninge IBK Schweden Pixbo Wallenstam IBK 3:2 PS Tschechien Prag
2003/04 Schweden Pixbo Wallenstam IBK Finnland Espoon Oilers 10:7 Deutschland Weißenfels
2004/05 Schweiz SV Wiler-Ersigen Schweden Pixbo Wallenstam IBK 9:1 Schweiz Zürich
2005/06 Schweden Warberg IC Finnland SSV Helsinki 7:6 PS Tschechien Ostrava
2006/07 Schweden AIK Innebandy Schweden Warberg IC 6:5 Schweden Varberg
2007/08 Schweden AIK Innebandy Schweden Warberg IC 2:1 OT Finnland Vantaa
2008 Schweden AIK Innebandy Schweiz SV Wiler-Ersigen 5:2 Schweiz Winterthur
2009 Finnland SSV Helsinki Finnland Tapanilan Erä 6:5 OT Danemark Frederikshavn
2010 Schweden Storvreta IBK Tschechien 1. SC Vitkovice 6:3 Lettland Valmiera und Kocēni
Ab 2011 als Champions Cup
Saison Meister Vizemeister Ergebnis Austragungsort
2011 Finnland SSV Helsinki Tschechien Tatran Střešovice 4:3 Tschechien Mladá Boleslav
2012 Schweden Storvreta IBK Schweden IBK Dalen 6:3 Schweden Umeå
2013 Schweden IBF Falun Finnland SSV Helsinki 7:5 Finnland Tampere
2014 Schweden IBF Falun Finnland Happee Jyväskylä 12:0 Schweiz Zürich
2015 Schweden IBF Falun Schweiz SV Wiler-Ersigen 3:2 Tschechien Mladá Boleslav
2016 Schweden Storvreta IBK Finnland SC Classic 2:1 Schweden Borås
2017 Schweden IBF Falun Finnland SC Classic 7:4 Finnland Seinäjoki
2018 nicht ausgetragen
2019 Finnland SC Classic Schweden Storvreta IBK 10:3 Schweden Gävle
2020 Schweden Storvreta IBK Schweiz SV Wiler-Ersigen 10:4 Tschechien Ostrava
2021 Aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt Schweiz Winterthur
2022 Aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt Schweiz Winterthur
2023 Schweden IBF Falun Finnland SC Classic 2:1 Finnland Lempäälä
2024 Tschechien Tatran Střešovice Schweden IBF Falun 6:4 Tschechien Prag
2025 Schweden Pixbo Wallenstam IBK Tschechien Florbal Mladá Boleslav 9:6 Tschechien Mladá Boleslav
2026

EuroFloorball Cup

Saison Meister Vizemeister Ergebnis Austragungsort
2011 Lettland RTU/Inspecta Estland SK Augur 4:3 Polen Rakoniewice
2012 Lettland SK Lielvarde Norwegen Slevik IBK 9:6 Slowakei Košice
2013 Lettland Lekrings Estland Jögeva SK Tähe 5:4 Slowakei Trenčín
2014 Norwegen Slevik IBK Norwegen Tunet IBK 8:6 Norwegen Fredrikstad
2015 Norwegen Greåker IBK Lettland Lekrings 6:4 Lettland Cēsis
2016 Deutschland UHC Weißenfels Lettland FK Lielvārde 8:6 Deutschland Weißenfels
2017 Norwegen Slevik IBK Estland Eesti Maaulikooli SK 10:5 Lettland Valmiera
2018 nicht ausgetragen
2019 Slowakei Tsunami Báhorská Zystrica Norwegen Greåker IBK 3:2 PS Slowakei Malacky
2020 Aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt
2021

2024
nicht ausgetragen
2025 Norwegen Slevik IBK Slowakei Tsunami Záhorská Bystrica 2:1 OT Tschechien Prag

EuroFloorball Challenge

Saison Meister Vizemeister Ergebnis Austragungsort
2015 nicht stattgefunden 1 Deutschland Grimma
2016 Ungarn Phoenix Fireball Ungarn Dunai Krokodilok SE 7:4 Ungarn Budapest
2017 Slowakei Tsunami Záhorská Bystrica Ukraine FBC Skala Melitopol 9:4 Slowakei Trenčín
2018 Ungarn Phoenix Fireball Spanien CDE El Valle 10:5 Spanien Madrid
2019 Spanien CUF Leganes Ukraine FBC Lemberg 2 Frankreich Besançon
2020 Aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt Ukraine Lwiw
2021 nicht ausgetragen
2022 nicht ausgetragen
2023 Polen UKS Bankówka Zielonka Niederlande UFC Utrecht 5:2 Frankreich Besançon
1 
Mangels Meldungen der dazu aufgeforderten Meister wurde das Turnier gestrichen.[4]
2 
Turnier fand als Rundenturnier statt.[5]

Frauen

Champions Cup

1993–2007 als European Cup, 2007–2010 als EuroFloorball Cup
Saison Meister Vizemeister Ergebnis Austragungsort
1993 Schweden VK Rasket Schweiz Red Ants Rychenberg 8:3 Finnland Helsinki
1994 Schweden Sjöstad IF Schweden VK Rasket 3:2 Schweiz Chur
1995 Schweden Sjöstad IF Schweden IBK Lochrud 5:1 Schweden Karlstad
1996 Schweden Högdalens AIS Schweden Sjöstad IF 5:0 Schweden Stockholm
1997 Schweden Högdalens AIS Schweiz Red Ants Rychenberg 4:2 Schweden Stockholm
1998 Schweden Högdalens AIS Finnland Vantaa FT 1:0 Finnland Helsinki
1999 Finnland Tapanilan Erä Schweiz Red Ants Rychenberg 5:1 Schweiz Bern & Winterthur
2000/01 Schweden Balrog IK Schweiz Red Ants Rychenberg 5:4 PS Schweden Göteborg
2001/02 Schweden Balrog IK Schweiz Red Ants Rychenberg 8:4 Schweden Botkyrka
2002/03 Schweden Balrog IK Schweiz Red Ants Rychenberg 3:2 Tschechien Prag
2003/04 Finnland SC Classic Schweden Södertälje IBK 6:3 Deutschland Weißenfels
2004/05 Schweiz Red Ants Rychenberg Finnland Tikkurilan Tiikerit 3:2 Schweiz Zürich
2005/06 Schweden IKSU Innebandy Finnland Tikkurilan Tiikerit 7:4 Tschechien Ostrava
2006/07 Schweiz UHC Dietlikon Schweden IKSU Innebandy 4:3 Schweden Varberg
2007/08 Schweiz UHC Dietlikon Schweden IKSU Innebandy 3:2 PS Finnland Vantaa
2008 Schweden IKSU Innebandy Schweden Balrog IK 3:2 OT Schweiz Winterthur
2009 Schweden IKSU Innebandy Schweiz UHC Dietlikon 9:5 Danemark Frederikshavn
2010 Schweden IKSU Innebandy Schweiz Piranha Chur 5:4 Lettland Valmiera und Kocēni
Ab 2011 als Champions Cup
Saison Meister Vizemeister Ergebnis Austragungsort
2011 Schweden Djurgårdens IF IBF Finnland SC Classic 4:3 Tschechien Mladá Boleslav
2012 Schweden IKSU Finnland SC Classic 6:3 Schweden Umeå
2013 Schweden Rönnby IBK Finnland SB-Pro 4:3 Finnland Tampere
2014 Schweden Djurgårdens IF IBF Tschechien 1. SC Vitkovice 10:2 Schweiz Zürich
2015 Schweden KAIS Mora IF Finnland SC Classic 13:6 Tschechien Mladá Boleslav
2016 Schweden Pixbo Wallenstam IBK Finnland SC Classic 6:2 Schweden Borås
2017 Schweden IKSU Finnland SC Classic 5:1 Finnland Seinäjoki
2018 nicht ausgetragen
2019 Schweden IKSU Tschechien 1. SC Tempish Vítkovice 8:3 Schweden Gävle
2020 Schweden Täby FC Schweiz Kloten-Dietlikon Jets 10:3 Tschechien Ostrava
2021 Aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt Schweiz Winterthur
2022 Aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt Schweiz Winterthur
2023 Schweden Team Thorengruppen SK Finnland TPS Salibandy 5:2 Finnland Lempäälä
2024 Schweden Team Thorengruppen SK Schweden Pixbo Wallenstam IBK 4:3 Schweden Mölnlycke
2025 Schweden Pixbo Wallenstam IBK Schweden Team Thorengruppen SK 3:0 Schweden Umeå
2026

EuroFloorball Cup

Saison Meister Vizemeister Ergebnis Austragungsort
2011 Lettland RSU/Runway Norwegen Holmlia SK 5:1 Polen Rakoniewice
2012 Norwegen Sveiva IBK Russland Nauka-Trevelstroy 4:3 Slowakei Košice
2013 Russland Nauka-Trevelstroy Norwegen Tunet IBK 5:3 Slowakei Trenčín
2014 Norwegen Sveiva IBK Norwegen Tunet IBK 6:3 Norwegen Fredrikstad
2015 Russland Nauka MP Lettland Rubene 7:3 Lettland Cēsis
2016 Norwegen Sveiva IBK Deutschland UHC Weißenfels 5:0 Deutschland Weißenfels
2017 Slowakei ŠK 98 Pruské Polen Interplastic Olimpia Osowa Gdańsk 2:1 Lettland Valmiera
2018 nicht ausgetragen
2019 Russland Nauka-SAFU Slowakei MKŠS FBK Kysucké Nové Mesto 8:2 Slowakei Malacky
2020 Aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt
2021

2024
nicht ausgetragen
2025 Norwegen SF Grei Deutschland MFBC Leipzig Finalrunde Tschechien Prag

EuroFloorball Challenge

Saison Meister Vizemeister Ergebnis Austragungsort
2015 nicht stattgefunden 1 Deutschland Grimma
2016 Spanien CDE El Valle Ungarn Neumann Pillangok 2:1 Ungarn Budapest
2017 nicht stattgefunden 1 Slowakei Trenčín
2018 Spanien CDE El Valle Spanien CUF Leganes 5:3 Spanien Madrid
2019 Ungarn SZPK Komarom Niederlande UFC Utrecht 4:2 Frankreich Besançon
2020 Aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt Ukraine Lwiw
1 
Mangels Meldungen der dazu aufgeforderten Meister wurde das Turnier gestrichen.[6][7]
Commons: IFF Floorball Champions Cup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.floorball.org/news.asp?id_tiedote=4470 Informationen zum EuroFloorball Cup 2015 und zur EuroFloorball Challenge 2015
  2. a b IFF Champions Cup 2019. In: IFF. Abgerufen am 21. September 2018 (englisch).
  3. REGULATION FOR ORGANISATION OF THE CHAMPIONS CUP. Edition 2017. (PDF) In: International Floorball Federation. 6. November 2016, abgerufen am 21. September 2018 (englisch).
  4. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 21. Juli 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/floorball-mfbc.de
  5. https://floorball.sport/event/mens-eurofloorball-challenge-2019//
  6. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 21. Juli 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/floorball-mfbc.de
  7. http://www.floorball.org/pages/EN/EF-Challenge-2017