Eurovision Song Contest 2005

50. Eurovision Song Contest
Motto Awakening
Datum 19. Mai 2005 (Halbfinale)
21. Mai 2005 (Finale)
Austragungsland Ukraine Ukraine
Austragungsort Sportpalast Kiew, Kiew
Austragender Fernsehsender
Moderation Marija Jefrossynina und Pawlo Schylko
Pausenfüller Ruslana mit The Same Star;
Das Kiew Perkussion Ensemble ARS NOVA; Anatoli Salewski
Teilnehmende Länder 39
Gewinner Griechenland Griechenland
Siegertitel Elena Paparizou: My Number One
Erstmalige Teilnahme Bulgarien Bulgarien,
Moldau Republik Moldau
Zurückkehrende Teilnehmer Ungarn Ungarn
Abstimmungsregel Die Zuschauer bestimmten per TED, wie das Land 12, 10, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2 und einen Punkt an die zehn besten Lieder vergibt.
Turkei ESC 2004Griechenland ESC 2006

Der 50. Eurovision Song Contest fand am 19. und 21. Mai 2005 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt. Gewinnerin wurde Elena Paparizou, die für Griechenland mit dem Lied My Number One antrat.

Veranstaltungsort war der Sportpalast Kiew (Palats Sportu) in der Innenstadt. Präsentiert wurden die Sendungen von den Moderatoren Marija Jefrossynina und Pawlo Schylko, der in der Ukraine unter seinem Künstlernamen DJ Pasha bekannt ist und im vorherigen Jahr die Wertung seines Landes verlas. Der ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko und die ukrainische Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko waren beim Finale persönlich anwesend. Das Televoting im Finale wurde von den aus der Ukraine stammenden Profiboxern Vitali Klitschko und Wladimir Klitschko eröffnet. Wladimir Klitschko und die Vorjahressiegerin Ruslana führten zudem Interviews im Greenroom und vergaben die Siegertrophäe. Darüber hinaus überreichte Präsident Juschtschenko der Gewinnerin persönlich ein Eurovisions-Zeichen aus 500 Gramm Gold.

Besonderheiten

Ruslana sollte eigentlich als Moderatorin auftreten, sagte aber am 4. Mai durch ihr Management ab. Begründet wurde dies offiziell damit, dass sie aufgrund einer Benefiz-Veranstaltung zwei Tage zuvor nicht in der Lage sei, sich ausreichend auf die Proben zu konzentrieren. Aus Kreisen des Veranstalters European Broadcasting Union heißt es jedoch, der wahre Grund sei die Kritik an Ruslanas mangelhaften englischen und französischen Sprachkenntnissen, die bei der Punktevergabe zu Irritationen führen könnten.

Die Ukraine nutzte die Gelegenheit, sich mit der Veranstaltung des Wettbewerbs als modernes europäisches Land zu präsentieren. Während der ganzen Woche vor dem Finale war das Zentrum von Kiew Ziel von Besuchern aus aller Welt, denen ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten wurde. Teilnehmer wie der Journalist und Grand-Prix-Experte Jan Feddersen sagten, diese vielfältigen Themenparties und Club-Auftritte der Künstler wären das eigentliche Erlebnis des Events gewesen. Auf Großbildleinwänden wurde der Wettbewerb abends live auf den Maidan Nesaleschnosti übertragen.

Die Teilnahme der Sängerin Gracia für Deutschland war umstritten, da ihr Produzent David Brandes zugeben musste, dass er den Titel Run & Hide durch gezielte CD-Aufkäufe in die Hitparaden gepusht hatte. Er wurde daraufhin von der deutschen Delegation ausgeschlossen. Er hatte aber ebenfalls den Beitrag der estnischen Girlgroup Vanilla Ninja komponiert und reiste als Mitglied der Schweizer Delegation an.

Die Großen Vier belegten im Finale allerdings die letzten vier Plätze und wären ohne ihren Sonderstatus für das Finale des Eurovision Song Contest 2006 nicht qualifiziert gewesen.

In diesem Jahr wurde der von einer Fanseite initiierte Barbara Dex Award zum neunten Mal vergeben. Mit diesem nicht ganz ernst zu nehmenden Preis soll das „schlechteste“ Outfit des Wettbewerbes ausgezeichnet werden. Der diesjährige Gewinner war Martin Vučić aus Mazedonien.

Teilnehmer

Mit 39 teilnehmenden Ländern war der Eurovision Song Contest 2005 die zum damaligen Zeitpunkt zahlenmäßig größte Veranstaltung im Rahmen dieses Wettbewerbs. Bulgarien und Moldau nahmen das erste Mal am Wettbewerb teil. Ungarn kehrte zurück.

Wie im Vorjahr gab es zwei Tage vor dem Finale ein Halbfinale, aus der die zehn Erstplatzierten das Finale erreichen. Vierzehn weitere Länder waren bereits für die Endrunde qualifiziert: die Bestplatzierten des Vorjahres sowie die Großen Vier der European Broadcasting Union (Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Spanien).

Ursprünglich sollte auch der Libanon teilnehmen. Télé Liban hatte die Sängerin Aline Lahoud und das Lied Quand tout s’enfuit sogar schon als Beitrag des Landes ausgewählt. Der Sender sagte jedoch am 18. März 2005 die Teilnahme ab. Télé Liban begründete seinen Schritt damit, dass die Gesetzeslage des libanesischen Staates eine Übertragung des israelischen Beitrages unmöglich machen würde. Das ESC-Reglement fordert allerdings, dass die gesamte Sendung übertragen wird.

Wiederkehrende Interpreten

Land Interpret Vorherige(s) Teilnahmejahr(e)
Andorra Andorra Anabel Conde (Begleitung) 1996 für Spanien Spanien
Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Mija Martina (Begleitung) 2003
Danemark Dänemark Kenny Lübcke (Begleitung) 1992
Begleitung: 1999 und 2002
Griechenland Griechenland Elena Paparizou 2001 (als Mitglied von Antique)
Alexandros Panayi (Begleitung) 1995 für Zypern 1960 Zypern2000 für Zypern 1960 Zypern (als Mitglied von Voice)
Begleitung: 1989 und 1991 für Zypern 1960 Zypern
Island Island Selma 1999
Malta Malta Chiara 1998
Zypern 1960 Zypern Constantinos Christoforou 19962002 (als Mitglied von One)
Elina Konstantopoulou (Begleitung) 1995 für Griechenland Griechenland

Abstimmungsverfahren

Seit 2004 werden die Punkte in allen Ländern mit dem Televoting-Verfahren ermittelt. In fast allen Teilnehmerländern wurden bereits in der Vergangenheit auch die Fernsehzuschauer an der Punktevergabe beteiligt. Das Lied mit den meisten Stimmen erhielt zwölf Punkte, das mit den zweitmeisten zehn Punkte. Die nachfolgend platzierten Songs wurden mit acht Punkten bis hinunter zu einem Punkt gewertet.

Alle 39 teilnehmenden Länder stimmten sowohl im Halbfinale wie auch im Finale ab. Im Halbfinale wurden am Ende lediglich die zehn Länder, die ins Finale kommen, in willkürlicher Reihenfolge bei der Nennung der Sieger genannt; im Finale wurden die Ergebnisse der einzelnen Abstimmungen traditionsgemäß per Liveschaltung in die jeweiligen Länder verlesen. Dabei gaben zunächst die nicht-qualifizierten Länder in der Reihenfolge der Halbfinal-Auftritte ihre Punkte ab, gefolgt von den 24 qualifizierten Ländern entsprechend der Startreihenfolge im Finale.

Halbfinale

Die folgenden 25 Länder nahmen am 19. Mai am Halbfinale teil. Die Startreihenfolge wurde am 21. März ausgelost. Für das Finale konnten sich die grün markierten Länder qualifizieren.

Platz Startnr. Land Interpret Lied
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung
(Inoffiziell)
Punkte
01. 14 Rumänien Rumänien Luminița Anghel & Sistem Let Me Try
M/T: Cristian Faur
Englisch Lass es mich versuchen 235
02. 04 Moldau Republik Moldau Zdob și Zdub Bunica bate doba
M: Mihai Gîncu; T: Roman Iagupov
Englisch, Rumänisch Großmama haut auf die Pauke 207
03. 24 Danemark Dänemark Jakob Sveistrup Talking to You
M/T: Andreas Mørck, Jacob Launbjerg
Englisch Spreche mit dir 185
04. 20 Kroatien Kroatien Boris Novković feat. Lado members Vukovi umiru sami
M: Franjo Valentić; T: Boris Novković
Kroatisch Wölfe sterben einsam 169
05. 15 Ungarn Ungarn NOX Forogj világ
M: Szabolcs Harmath; T: Attila Valla
Ungarisch Dreh dich, Erde 167
06. 13 Norwegen Norwegen Wig Wam In My Dreams
M/T: Trond Holter
Englisch In meinen Träumen 164
07. 07 Israel Israel Shiri Maimon
שירי מימון
Hasheket shenish'ar (The Silence That Remains)
(השקט שנשאר (The Silence That Remains))
M: Pini Aaronbayev; T: Eyal Shahar, Pini Aaronbayev, Ben Green
Hebräisch, Englisch Die Stille, die bleibt 158
08. 19 Schweiz Schweiz Vanilla Ninja Cool Vibes
M: David Brandes, Jane Tempest; T: John O’Flynn
Englisch 114
09. 17 Mazedonien 1995 Mazedonien Martin Vučić
Мартин Вучиќ
Make My Day
M: Dragan Vučić; T: Branka Kostić
Englisch Rette meinen Tag 097
10. 05 Lettland Lettland Valters & Kaža The War Is Not Over
M/T: Mārtiņš Freimanis
Englisch Der Krieg ist nicht vorbei 085
11. 25 Polen Polen Ivan & Delfin Czarna dziewczyna
M: Łukasz Lazer; T: Michał Szymański, Ivan Komarenko
Polnisch, Russisch Schwarzes Mädchen 081
12. 23 Slowenien Slowenien Omar Naber Stop
M: Omar Naber, Urša Vlašič; T: Omar Naber
Slowenisch Stopp 069
13. 08 Belarus 1995 Belarus Anschalika Ahurbasch
Анжалікі Агурбаш
Love Me Tonight
M: Nikos Terzis; T: Nektarios Tirakis
Englisch Lieb mich heute Nacht 067
14. 09 Niederlande Niederlande Glennis Grace My Impossible Dream
M: Robert D. Fisher; T: Bruce Smith
Englisch Mein unmöglicher Traum 053
14. 22 Irland Irland Donna & Joe Love?
M/T: Karl Broderick
Englisch Liebe? 053
16. 10 Island Island Selma If I Had Your Love
M: Þorvaldur Bjarni Þorvaldsson, Vignir 'Viggi' Snær Vigfússon; T: Selma Björnsdóttir, Linda Thompson
Englisch Wenn Du mich lieben würdest 052
17. 03 Portugal Portugal 2B Amar
M: Ernesto Leite, José Da Ponte; T: Ernesto Leite, Alexandre Honrado, José Da Ponte
Portugiesisch, Englisch Lieben 051
18. 16 Finnland Finnland Geir Rönning Why
M: Mika Toivanen; T: Steven Stewart
Englisch Warum 050
19. 21 Bulgarien Bulgarien Kaffe
Каффе
Lorraine
M: Vesselin Vesselinov-Eko; T: Vesselin Vesselinov-Eko, Orlin Pavlov
Englisch 049
20. 12 Estland Estland Suntribe Let’s Get Loud
M/T: Sven Lõhmus
Englisch Lasst uns laut werden 031
21. 01 Osterreich Österreich Global.Kryner Y así
M: Edi Köhldorfer; T: Christof Spörk
Englisch, Spanisch Und so 030
22. 11 Belgien Belgien Nuno Resende Le grand soir
M/T: Alec Mansion, Frédéric Zeitoun
Französisch Der große Abend 029
23. 18 Andorra Andorra Marian van de Wal La mirada interior
M: Rafael Artesero Herrero; T: Rafael Artesero Herrero, Rafael Fernández, Daniel Aragay
Katalanisch Der Blick ins Innere 027
24. 06 Monaco Monaco Lise Darly Tout de moi
M/T: Philippe Bosco
Französisch Alles von mir 022
25. 02 Litauen Litauen Laura & the Lovers Little by Little
M: Bobby Ljunggren; T: William 'Billy' Butt
Englisch Schritt für Schritt 017

Punktetafel Halbfinale

Die Punktevergabe wurde erst nach dem Finale veröffentlicht.

Abstimmungsergebnisse
Startnr. Land Platz Punkte Osterreich
AT
Litauen
LT
Portugal
PT
Moldau Republik
MD
Lettland
LV
Monaco
MC
Israel
IL
Belarus
BY
Niederlande
NL
Island
IS
Belgien
BE
Estland
EE
Norwegen
NO
Rumänien
RO
Ungarn
HU
Finnland
FI
Nordmazedonien
MK
Andorra
AD
Schweiz
CH
Kroatien
HR
Bulgarien
BG
Irland
IE
Slowenien
SI
Danemark
DK
Polen
PL
Vereinigtes Konigreich
UK
Malta
MT
Turkei
TR
Albanien
AL
Zypern Republik
CY
Spanien
ES
Serbien und Montenegro
CS
Schweden
SE
Ukraine
UA
Deutschland
DE
Griechenland
GR
Russland
RU
Bosnien und Herzegowina
BA
Frankreich
FR
Votings
01 Osterreich Österreich 21. 030 7 6 10 5 1 1 06
02 Litauen Litauen 25. 017 8 5 4 03
03 Portugal Portugal 17. 051 10 12 5 12 12 05
04 Moldau Republik Moldau 02. 207 8 10 8 10 10 10 8 4 5 1 12 6 3 10 4 6 3 7 6 5 12 3 8 1 6 12 6 12 6 5 30
05 Lettland Lettland 10. 085 12 4 6 7 2 10 3 7 6 6 5 12 2 2 1 15
06 Monaco Monaco 24. 022 2 10 10 03
07 Israel Israel 07. 158 2 6 5 12 12 10 3 8 5 1 1 12 3 4 7 4 4 6 6 6 7 3 4 3 5 3 8 8 28
08 Belarus Belarus 13. 067 3 3 1 2 6 12 1 7 3 7 4 8 10 13
09 Niederlande Niederlande 14. 053 8 5 12 1 5 2 4 6 2 8 10
10 Island Island 16. 052 10 4 8 6 10 3 2 7 2 09
11 Belgien Belgien 22. 029 12 3 6 1 7 05
12 Estland Estland 20. 031 5 1 12 1 6 1 2 3 08
13 Norwegen Norwegen 06. 164 2 6 1 8 6 7 5 2 12 2 6 7 12 2 5 2 10 3 12 7 7 3 2 2 4 4 8 6 4 7 30
14 Rumänien Rumänien 01. 235 10 10 12 7 12 3 8 5 8 1 7 12 4 5 4 4 1 5 8 1 7 8 8 10 7 12 12 5 5 1 7 12 3 5 6 35
15 Ungarn Ungarn 05. 167 7 7 5 8 4 7 6 4 6 10 5 4 1 1 8 7 4 1 12 1 2 8 6 3 8 3 10 5 7 3 4 31
16 Finnland Finnland 18. 050 6 1 8 10 3 8 10 4 08
17 Nordmazedonien Nordmazedonien 09. 097 4 3 3 4 8 12 10 8 10 12 10 1 2 10 14
18 Andorra Andorra 22. 027 4 7 6 10 04
19 Schweiz Schweiz 08. 114 1 8 2 7 2 3 8 6 12 2 2 3 10 3 3 3 2 5 2 5 1 5 2 4 6 3 2 2 28
20 Kroatien Kroatien 04. 169 12 4 3 6 4 5 1 4 4 1 3 4 6 8 2 12 10 8 12 3 10 12 6 7 10 12 26
21 Bulgarien Bulgarien 19. 049 7 8 5 4 10 6 1 7 1 09
22 Irland Irland 14. 053 2 5 10 2 5 1 2 12 5 4 1 4 12
23 Slowenien Slowenien 12. 069 3 4 1 2 1 2 7 7 10 8 7 3 6 8 14
24 Danemark Dänemark 03. 185 6 7 5 2 10 12 10 7 7 12 3 7 8 8 7 6 12 10 10 4 8 12 5 2 4 1 26
25 Polen Polen 11. 081 5 1 1 6 5 3 5 5 4 2 1 7 2 8 8 10 5 3 18
  • Die wenigsten Gesamt-Votings: Litauen Litauen, Monaco Monaco – 3
  • Die wenigsten Gesamt-Punkte: Litauen Litauen – 17
  • Die meisten Gesamt-Votings: Rumänien Rumänien – 35
  • Die meisten Gesamt-Punkte: Rumänien Rumänien – 235

Statistik der Zwölf-Punkte-Vergabe (Semifinale)

Anzahl Land erhalten von
6 Rumänien Rumänien Griechenland, Israel, Moldau, Spanien, Ungarn, Zypern
5 Kroatien Kroatien Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Österreich, Serbien und Montenegro, Slowenien
4 Danemark Dänemark Irland, Niederlande, Norwegen, Schweden
Moldau Republik Moldau Rumänien, Russland, Türkei, Ukraine
3 Israel Israel Andorra, Belarus, Monaco
Norwegen Norwegen Dänemark, Finnland, Island
Portugal Portugal Deutschland, Frankreich, Schweiz
2 Lettland Lettland Litauen, Malta
Mazedonien 1995 Mazedonien Albanien, Kroatien
1 Belarus 1995 Belarus Bulgarien
Belgien Belgien Portugal
Estland Estland Lettland
Irland Irland Vereinigtes Königreich
Niederlande Niederlande Belgien
Schweiz Schweiz Estland
Ungarn Ungarn Polen

Finale

Israel Israel und Lettland Lettland erreichten das erste Mal seit 2003 wieder das Finale. Die Schweiz Schweiz und Danemark Dänemark nahmen 2002 das letzte Mal teil: 2003 musste man eine Zwangspause einlegen. Alle vier scheiterten 2004 im Halbfinale. Ungarn Ungarn nahm das erste Mal seit 1998 wieder teil und erreichte das Finale. Für Moldau Republik Moldau war es die erste Finalteilnahme gleich beim Debüt.

Platz Startnr. Land Interpret Lied
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung
(Inoffiziell)
Punkte
01. 19 Griechenland Griechenland Elena Paparizou
Έλενα Παπαρίζου
My Number One
M: Christos Dantis; T: Natalia Germanou, Christos Dantis
Englisch Meine Nummer eins 230
02. 03 Malta Malta Chiara Angel
M/T: Chiara Siracusa
Englisch Engel 192
03. 04 Rumänien Rumänien Luminița Anghel & Sistem Let Me Try
M/T: Cristian Faur
Englisch Lass es mich versuchen 158
04. 11 Israel Israel Shiri Maimon
שירי מימון
Hasheket shenish'ar (The Silence That Remains)
(השקט שנשאר (The Silence That Remains))
M: Pini Aaronbayev; T: Eyal Shahar, Pini Aaronbayev, Ben Green
Hebräisch, Englisch Die Stille, die bleibt 154
05. 23 Lettland Lettland Valters & Kaža The War Is Not Over
M/T: Mārtiņš Freimanis
Englisch Der Krieg ist nicht vorbei 153
06. 07 Moldau Republik Moldau Zdob și Zdub Bunica bate doba
M: Mihai Gîncu; T: Roman Iagupov
Englisch, Rumänisch Großmama haut auf die Pauke 148
07. 12 Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro No Name Zauvijek moja
M: Slaven Knezović; T: Milan Perić
Montenegrinisch Für immer mein 137
08. 22 Schweiz Schweiz Vanilla Ninja Cool Vibes
M: David Brandes, Jane Tempest; T: John O’Flynn
Englisch 128
09. 05 Norwegen Norwegen Wig Wam In My Dreams
M/T: Trond Holter
Englisch In meinen Träumen 125
09. 13 Danemark Dänemark Jakob Sveistrup Talking to You
M/T: Andreas Mørck, Jacob Launbjerg
Englisch Spreche mit dir 125
11. 18 Kroatien Kroatien Boris Novković feat. Lado members Vukovi umiru sami
M: Franjo Valentić; T: Boris Novković
Kroatisch Wölfe sterben einsam 115
12. 01 Ungarn Ungarn NOX Forogj világ
M: Szabolcs Harmath; T: Attila Valla
Ungarisch Dreh dich, Erde 097
13. 06 Turkei Türkei Gülseren & Shaman Rimi rimi ley
M: Erdinç Tunç; T: Göksan Arman
Türkisch 092
14. 21 Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Feminnem Call Me
M/T: Andrej Babić
Englisch Ruf mich an 079
15. 20 Russland Russland Natalja Podolskaja
Наталья Подольская
Nobody Hurt No One
M: Wiktor Drobytsch; T: Mary Applegate, JP Järvinen
Englisch Niemand verletzt niemanden 057
16. 08 Albanien Albanien Ledina Çelo Tomorrow I Go
M: Adrian Hila; T: Pandi Laço, Sidorela Risto
Englisch Morgen gehe ich 053
17. 15 Mazedonien 1995 Mazedonien Martin Vučić
Мартин Вучиќ
Make My Day
M: Dragan Vučić; T: Branka Kostić
Englisch Rette meinen Tag 052
18. 09 Zypern 1960 Zypern Constantinos Christoforou
Κωνσταντίνος Χριστοφόρου
Ela ela
M/T: Constantinos Christoforou
Englisch Komm, komm! 046
19. 14 Schweden Schweden Martin Stenmarck Las Vegas
M/T: Niklas Edberger, Tobias Lundgren, Tim Larsson, Johan Fransson
Englisch 030
19. 16 Ukraine Ukraine Greenjolly
Ґринджоли
Razom nas bahato (Разом нас багато)
M: Roman Kalyn, Roman Kostyuk; T: Roman Kalyn, Roman Kostyuk, Mikola Kulinich
Ukrainisch, Englisch Zusammen sind wir mehr 030
21. 10 Spanien Spanien Son de Sol Brujería
M/T: Alfredo Panebianco
Spanisch Hexerei 028
22. 02 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Javine Touch My Fire
M: John Themis; T: Javine Hylton
Englisch Berühr mein Feuer 018
23. 24 Frankreich Frankreich Ortal Chacun pense à soi
M/T: Ortal, Saad Tabainet
Französisch Jeder denkt an sich 011
24. 17 Deutschland Deutschland Gracia Run & Hide
M: David Brandes, Jane Tempest; T: John O’Flynn
Englisch Rennen & verstecken 004

Der Sieger und die grün (Top 10) und braun (Hauptsponsoren) markierten Länder waren direkt für das Finale im folgenden Jahr qualifiziert. Aufgrund der Absage Serbien-Montenegros im darauffolgenden Jahr rückte das elftplatzierte Kroatien automatisch nach und war so für das Finale 2006 qualifiziert.

Punktetafel Finale

Land Abstimmungsergebnisse
Punkte Osterreich
AT
Litauen
LT
Portugal
PT
Monaco
MC
Belarus
BY
Niederlande
NL
Island
IS
Belgien
BE
Estland
EE
Finnland
FI
Andorra
AD
Bulgarien
BG
Irland
IE
Slowenien
SI
Polen
PL
Ungarn
HU
Vereinigtes Konigreich
UK
Malta
MT
Rumänien
RO
Norwegen
NO
Turkei
TR
Moldau Republik
MD
Albanien
AL
Zypern Republik
CY
Spanien
ES
Israel
IL
Serbien und Montenegro
CS
Slowenien
DK
Danemark
SE
Nordmazedonien
MK
Ukraine
UA
Deutschland
DE
Kroatien
HR
Griechenland
GR
Russland
RU
Bosnien und Herzegowina
BA
Schweiz
CH
Lettland
LV
Frankreich
FR
Votings
Ungarn Ungarn 097 2 2 6 2 3 6 5 10 8 6 7 5 8 6 1 2 6 2 3 1 3 3 22
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 018 8 4 1 5 04
Malta Malta 192 5 2 5 5 5 4 8 4 8 10 1 5 10 2 10 8 4 6 7 10 10 6 10 8 4 8 12 3 5 7 30
Rumänien Rumänien 158 6 12 4 1 3 5 7 7 8 5 7 10 7 6 4 7 5 8 12 12 3 3 2 2 5 2 5 27
Norwegen Norwegen 125 5 4 1 12 3 8 12 2 1 4 4 8 5 5 3 3 3 1 2 12 8 6 4 3 6 25
Turkei Türkei 092 7 12 10 3 1 3 8 8 4 10 8 6 12 13
Moldau Republik Moldau 148 2 10 10 7 8 1 6 6 3 3 4 2 2 12 7 2 4 4 5 5 12 1 1 7 10 4 8 2 28
Albanien Albanien 053 3 2 8 12 2 10 5 10 1 09
Zypern Republik Zypern 046 10 3 12 1 7 1 12 07
Spanien Spanien 028 8 12 4 4 04
Israel Israel 154 1 3 5 12 8 7 6 1 5 8 6 8 7 8 7 5 3 6 3 6 5 1 7 5 8 1 2 10 28
Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro 137 12 6 3 4 4 10 2 6 1 6 10 4 10 3 3 12 6 6 10 12 1 6 22
Danemark Dänemark 125 4 1 10 8 10 4 5 2 3 7 5 6 8 3 4 12 10 3 10 6 4 21
Schweden Schweden 030 3 6 1 5 2 7 6 07
Nordmazedonien Nordmazedonien 052 1 7 5 5 10 7 8 7 2 09
Ukraine Ukraine 030 7 12 8 1 2 05
Deutschland Deutschland 004 2 2 02
Kroatien Kroatien 115 8 6 7 2 1 2 1 2 12 2 7 5 2 2 10 8 8 2 1 12 8 7 22
Griechenland Griechenland 230 4 1 3 10 2 12 3 4 12 2 2 1 12 12 6 10 4 12 4 12 12 8 7 12 2 12 7 12 5 4 6 7 8 33
Russland Russland 057 7 12 7 7 10 4 10 07
Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 079 10 6 1 8 4 7 10 4 4 7 3 10 5 13
Schweiz Schweiz 128 8 4 8 10 7 12 10 1 3 6 6 3 1 3 4 2 1 5 5 4 3 3 7 12 24
Lettland Lettland 153 12 6 6 3 5 10 4 10 12 7 4 1 6 10 8 12 1 6 6 3 1 7 7 1 5 25
Frankreich Frankreich 011 5 1 5 03
Die Tabelle ist senkrecht nach der Auftrittsreihenfolge im Finale geordnet, waagerecht nach der chronologischen Punkteverlesung.
  • Die wenigsten Gesamt-Votings: Deutschland Deutschland – 2
  • Die wenigsten Gesamt-Punkte: Deutschland Deutschland – 4
  • Die meisten Gesamt-Votings: Griechenland Griechenland – 33
  • Die meisten Gesamt-Punkte: Griechenland Griechenland – 230

Statistik der Zwölf-Punkte-Vergabe (Finale)

Anzahl Land erhalten von
10 Griechenland Griechenland Albanien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Schweden, Serbien und Montenegro, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern
03 Lettland Lettland Irland, Litauen, Moldau
Norwegen Norwegen Dänemark, Finnland, Island
Rumänien Rumänien Israel, Portugal, Spanien
Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro Kroatien, Österreich, Schweiz
02 Kroatien Kroatien Bosnien und Herzegowina, Slowenien
Moldau Republik Moldau Rumänien, Ukraine
Schweiz Schweiz Estland, Lettland
Turkei Türkei Frankreich, Niederlande
Zypern 1960 Zypern Griechenland, Malta
01 Albanien Albanien Mazedonien
Danemark Dänemark Norwegen
Israel Israel Monaco
Malta Malta Russland
Russland Russland Belarus
Spanien Spanien Andorra
Ukraine Ukraine Polen

Punktesprecher

Die Reihenfolge der Punktevergabe erfolgte zunächst durch die ersten 15 ausgeschiedenen Ländern. Die 24 Finalteilnehmer verkündeten ihre Punkte im Anschluss.

Nr. Land Punktesprecher Anmerkungen
01 Osterreich Österreich Dodo Roscic Punktesprecherin 1999 und 2000, 2002 bis 2004
02 Litauen Litauen Rolandas Vilkončius Punktesprecher 2004
03 Portugal Portugal Isabel Angelino Punktesprecherin 2004
04 Monaco Monaco Anne Allegrini Punktesprecherin 2004
05 Belarus Belarus Elena Ponomareva
06 Niederlande Niederlande Nancy Coolen
07 Island Island Ragnhildur Steinunn Jónsdóttir
08 Belgien Belgien Armelle Gysen
09 Estland Estland Maarja-Liis Ilus Teilnehmerin 1996 und 1997, Punktesprecherin 2004
10 Finnland Finnland Jari Sillanpää Teilnehmer 2004
11 Andorra Andorra Ruth Gumbau
12 Bulgarien Bulgarien Evgeniya Atanasova
13 Irland Irland Dana Siegerin 1970
14 Slowenien Slowenien Katarina Čas
15 Polen Polen Maciej Orłoś Punktesprecher 2001, 2003 und 2004
16 Ungarn Ungarn Zsuzsa Demcsák
17 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Cheryl Baker Siegerin 1981 als Mitglied von Bucks Fizz
18 Malta Malta Valerie Vella Punktesprecherin 2000
19 Rumänien Rumänien Berti Barbera
20 Norwegen Norwegen Ingvild Helljesen Punktesprecherin 2004
21 Turkei Türkei Meltem Ersan Yazgan Punktesprecherin 2001 bis 2004
22 Moldau Republik Moldau Elena Camerzan
23 Albanien Albanien Zhani Ciko Punktesprecher 2004
24 Zypern Republik Zypern Melani Steliou Punktesprecherin 2002
25 Spanien Spanien Ainhoa Arbizu
26 Israel Israel Dana Herman
27 Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro Nina Radulović
28 Danemark Dänemark Gry Johansen Teilnehmerin 1983, Punktesprecherin 2001
29 Schweden Schweden Annika Jankell
30 Mazedonien 1995 Mazedonien Karolina Gočeva Teilnehmerin 2002 und 2007
31 Ukraine Ukraine Maria Orlova
32 Deutschland Deutschland Thomas Hermanns
33 Kroatien Kroatien Barbara Kolar Punktesprecherin 2004
34 Griechenland Griechenland Alexis Kostalas Punktesprecher 1998 und 2001 bis 2004
35 Russland Russland Yana Churikova Punktesprecherin 2003 und 2004
36 Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Ana Mirjana Račanović
37 Schweiz Schweiz Cécile Bähler
38 Lettland Lettland Marie N Siegerin 2002, Moderatorin 2003
39 Frankreich Frankreich Marie Myriam Siegerin 1977, Punktesprecherin 1997 bis 2000 und 2002

Marcel-Bezençon-Preis

Diesmal wurden die folgenden Preisträger für den Marcel-Bezençon-Preis ausgewählt:

  • Presse-Preis für den besten Song – Malta MaltaAngel – Chiara
  • Künstler-Preis für den besten Interpreten – Griechenland GriechenlandElena PaparizouMy Number One
  • Komponisten-Preis für die beste Komposition/Text – Serbien und Montenegro Serbien und MontenegroSlaven Knezović (m) und Milan Perić (t)Zauvijek moja – No Name

Übertragung

Fernsehübertragung

Land Sender Shows Kommentar
Teilnehmerländer
Albanien Albanien RTSH alle Shows Leon Menkshi
Andorra Andorra ATV alle Shows Meri Picart & Josep Lluís Trabal
Belarus 1995 Belarus Belarus-1 alle Shows Ales Kruglyakov
Belgien Belgien VRT 1 alle Shows André Vermeulen & Anja Daems
La Une & RTBF Sat Halbfinale Jean-Louis Lahaye
Finale Jean-Pierre Hautier
Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina BHT 1 alle Shows Dejan Kukrić
Bulgarien Bulgarien BNT alle Shows Elena Rosberg & Georgi Kushvaliev
Danemark Dänemark DR1 alle Shows Jørgen de Mylius
Deutschland Deutschland NDR Fernsehen Halbfinale Peter Urban
Das Erste Finale
Estland Estland ETV alle Shows Marko Reikop
Finnland Finnland Yle TV2 alle Shows Jaana Pelkonen & Heikki Paasonen
Yle FST Thomas Lundin & Hans Johansson
Frankreich Frankreich France 4 Halbfinale Peggy Olmi
France 3 Finale Julien Lepers & Guy Carlier
Griechenland Griechenland NET alle Shows Alexandra Pascalidou
Irland Irland RTÉ2 Halbfinale Marty Whelan
RTÉ One Finale
Island Island Sjónvarpið, Rás 2 alle Shows Gísli Marteinn Baldursson
Israel Israel IBA alle Shows
Kroatien Kroatien HRT 2 Halbfinale Duško Ćurlić
HRT1 Finale
Lettland Lettland LTV alle Shows Kārlis Streips
Litauen 1989 Litauen LRT alle Shows Darius Užkuraitis
Malta Malta TVM alle Shows Eileen Montesin
Mazedonien 1995 Mazedonien MRT alle Shows
Moldau Republik Moldau Moldova 1 alle Shows Vitalie Rotaru
Monaco Monaco TMC Monte Carlo alle Shows Bernard Montiel & Genie Godula
Niederlande Niederlande NPO 2 alle Shows Willem van Beusekom & Cornald Maas
Norwegen Norwegen NRK1 Finale Jostein Pedersen
Osterreich Österreich ORF 1 alle Shows Andi Knoll
Polen Polen TVP1 Finale Artur Orzech
Portugal Portugal RTP1 alle Shows Eláido Clímaco
Rumänien Rumänien România 1 alle Shows
Russland Russland Channel One Finale Yuriy Aksyuta & Yelena Batinova
Schweden Schweden SVT 1 alle Shows Pekka Heino
Schweiz Schweiz SF 2 Halbfinale Sandra Studer
SF 1 Finale
TSR 2 Halbfinale Jean-Marc Richard & Marie-Thérèse Porchet
TSR 1 Finale
TSI 2 Halbfinale Daniele Rauseo
TSI 1 Finale
Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro RTS 1 alle Shows
TVCG 1
Slowenien Slowenien SLO 2 Halbfinale Mojca Mavec
SLO 1 Finale
Spanien Spanien La 2 Halbfinale Beatriz Pécker, Ainhoa Arbizu & Carlos Cerezo
La Primera Finale Beatriz Pécker
Turkei Türkei TRT 1 alle Shows
Ukraine Ukraine UA:Perschyj alle Shows Yaroslav Chornenkyi
Ungarn Ungarn M1 alle Shows Zsuzsa Demcsák, András Fáber & Dávid Szántó
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich BBC Three Halbfinale Paddy O'Connell
BBC One, BBC Prime Finale Terry Wogan
Zypern 1960 Zypern RIK Ena alle Shows Evi Papamichael
Nichtteilnehmende Länder
Armenien Armenien ARMTV alle Shows
Australien Australien SBS TV alle Shows Kommentar via BBC

„We, the people of Eurovision …“

Erstmals in der Geschichte des ESC versuchten die Veranstalter mit einer Ausstellung anlässlich des Jubiläums neben der Musik auch weitere Kunstformen einzubinden. „We, the people of Eurovision …“ zeigte im Sportpalast vom 18. bis 21. Mai Fotografien und Skulpturen. Jedes Teilnehmerland konnte für beide Kategorien jeweils einen Künstler bestimmen. Für Deutschland stellte der Lüdenscheider Fotograf Dirk Jung eine Fotografie der Sängerin Gracia Baur aus. Eine Skulptur reichte Deutschland nicht ein.

Kontroverse zur Wahl des österreichischen Teilnehmers

Alf Poier vertrat 2003 Österreich beim Eurovision Song Contest. Mit seinem Titel Weil der Mensch zählt erreichte er den 6. Platz, das beste Abschneiden für Österreich seit 1989. Sein Lied und seine Bühnenshow waren eine Parodie des Pop-Geschäfts.

Im Februar 2005 wollte er ein zweites Mal beim Eurovision Song Contest antreten, doch in der österreich-internen Entscheidungs-Show (song.null.fünf) wurde er mit dem Lied Good Old Europe Is Dying mit 4 Punkten Abstand Zweiter. Allerdings wurde er dabei ein Opfer eines Wertungssystems, das die Stimmen ungleich gewichtete: Der Veranstalter ORF ließ die Zuschauer per Telefon und getrennt dazu per SMS abstimmen. Jedes Bundesland hatte gleich viele Punkte zu vergeben – ob das Burgenland oder das sechsmal so große Wien. Die gesamte Stimmabgabe über SMS zählte zusammen nur so viel wie ein einzelnes „zehntes“ Bundesland. Diese ungleiche Gewichtung brachte Poier mit rund 106.000 abgegebenen Stimmen auf Platz 2 hinter die Band Global Kryner, die zwar nur rund 60.000 Stimmen erhielt, aber im Gegensatz zu Poier hauptsächlich von Festnetzanrufern aus Vorarlberg und dem Burgenland mit höherem Stimmgewicht unterstützt wurde.

Die ursprünglich geplante direkte Auswertung wurde erst wenige Tage vor der Abstimmung durch den beschriebenen indirekten Modus ersetzt; manche Interessierte fassten dies als gezieltes Manöver zur „Verhinderung“ des künstlerisch sperrigen und dezidiert nicht folkloristischen Poier auf.

Alf Poiers Stellungnahme dazu:

„Wer auf dieser Welt Gerechtigkeit fordert, ist ein Idiot!“
„Wer auf dieser Welt Verständnis fordert, ist geistesgestört!“
„Ich danke euch allen im Namen der Wahrheit!“
„Alf Poier Platz 2 mit 106.000 Stimmen“
„Global Kryner Platz 1 mit 60.000 Stimmen“
„Euer geistesgestörter Idiot Alf Poier“

Anmerkungen

  • Die „Big Four“ Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien landeten geschlossen auf den letzten vier Rängen.
  • 9 der 10 erfolgreichen Halbfinalisten platzierten sich unter den ersten 12 Teilnehmern. Auch Mazedonien auf Platz 17 erhielt im Finale mehr als 50 Punkte.
  • Moldau und Bulgarien nahmen zum ersten Mal teil. Bulgarien scheiterte allerdings im Halbfinale.
  • Die Tschechische Republik verschob eine mögliche Teilnahme, weil man sich für 2005 auf andere Projekte konzentrieren wollte.
  • Seit dem Eurovision Song Contest 2005 gilt für Bürger der EU und der Schweiz Visafreiheit für 90 Tage.[1][2]

Siehe auch

Literatur

Commons: Eurovision Song Contest 2005 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ukraina.at (Memento vom 31. Oktober 2010 im Internet Archive)
  2. ukraina.at (Memento vom 16. Oktober 2011 im Internet Archive)