Eurovision Song Contest 2012

57. Eurovision Song Contest
Motto Light Your Fire! (dt.: Entzünde(t) dein/euer Feuer)
Datum 22. Mai 2012 (Halbfinale 1)
24. Mai 2012 (Halbfinale 2)
26. Mai 2012 (Finale)
Austragungsland Aserbaidschan Aserbaidschan
Austragungsort
Baku Crystal Hall, Baku
Austragender Fernsehsender
Moderation
Leyla Əliyeva, Eldar Qasımov u. Nargiz Birk-Petersen[1]
Eröffnungsact Finale: Ell & Nikki: Running Scared
(Musik/Text: M: Stefan Örn, Sandra Bjurman, Iain Farquharson; T: Stefan Örn, Sandra Bjurman)
Pausenfüller 1. Halbfinale: Natiq Rhythm Group[2]
2. Halbfinale: Marija Šerifović, Dima Bilan, Alexander Rybak und Lena sangen eine Kurzversion ihrer Siegertitel, wobei sie von aserbaidschanischen Folkloremusikern begleitet wurden. Anschließend sangen alle Interpreten gemeinsam mit Ell & Nikki den Grand-Prix-Hit Waterloo von ABBA.[3]
Finale: Emin Ağalarov: Never Enough
(Musik/Text: Ben Adams, Mark Daniel Read)[4]
Teilnehmende Länder 42[5]
Gewinner Schweden Schweden
Siegertitel Loreen: Euphoria
Zurückkehrende Teilnehmer Montenegro Montenegro
Zurückgezogene Teilnahme Armenien Armenien,
Polen Polen
Abstimmungsregel Jedes Land verteilt an die zehn besten Titel der Abstimmung 12, 10, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2 und 1 Punkte. Die Abstimmung findet zu jeweils 50 Prozent per Jury- und Televoting statt.
Deutschland ESC 2011Schweden ESC 2013

Der 57. Eurovision Song Contest fand vom 22. bis 26. Mai 2012 in der Baku Crystal Hall in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku statt.[6][7][8] Das aserbaidschanische Gesangsduo Ell & Nikki hatte den Wettbewerb im Vorjahr mit dem Beitrag Running Scared gewonnen.

Der schwedische Beitrag Euphoria, vorgetragen von der Sängerin Loreen, belegte den ersten Platz. Mit 372 Punkten erreichte sie die zweithöchste Punktzahl im alten Wertungssystem nach Alexander Rybak 2009.

Austragungsort

Bereits Mitte Mai 2011 war der Bau eines neuen Konzert-Komplexes im Zentrum von Baku vorgeschlagen worden.[9][10] Als mögliche Austragungsorte wurden außerdem das Tofiq-Bəhramov-Stadion und der „Heydar Aliyev Palast“ genannt.[11] Am 4. August 2011 wurde offiziell der Bau der „Baku Concert Arena“ am „Dövlət Bayrağı Meydanı“ (deutsch: „Platz der Nationalflagge“) bekannt gegeben.[12] Nach Angaben von Azad TV sollte die geplante „Baku Crystal Hall“ ein Fassungsvermögen von 25.000 Personen aufweisen.

Beim ESC hatte die Baku Crystal Hall aufgrund der Bühnenaufbauten ein Fassungsvermögen von zirka 16.000 Personen.[13] Die Baukosten der Halle betrugen 120 bis 140 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben wurden vom East-West Research Centre in Baku auf 575 Millionen Euro geschätzt.[13]

Teilnehmer

Bis zum Ablauf der Anmeldefrist hatten sich 43 Länder zur Teilnahme am 57. Eurovision Song Contest in Baku, Aserbaidschan angemeldet. Nach zwei Jahren Pause nahm Montenegro wieder teil. Dagegen entschied sich Polen, in diesem Jahr nicht am Eurovision Song Contest teilzunehmen.

Von den teilnehmenden Ländern waren Aserbaidschan als gastgebendes Land und die „Big Five“ (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich) direkt für das Finale am 26. Mai 2012 qualifiziert. Die anderen Länder mussten in zwei Halbfinalen unter die ersten Zehn kommen, um am Finale teilnehmen zu können. Am ersten Halbfinale sollten 18 Länder, am zweiten zunächst 19 Länder teilnehmen. Die sechs bereits qualifizierten Länder hatten bei jeweils einem der beiden Halbfinalen Stimmrecht.

Die Teilnehmerzahl verringerte sich auf 42 Länder, als am 7. März 2012 der armenische Sender der Europäischen Rundfunkunion (EBU) mitteilte, dass Armenien doch nicht am Eurovision Song Contest in Baku teilnehmen werde.[14] Zu diesem Zeitpunkt war Armenien bereits der ersten Startergruppe des zweiten Halbfinales zugelost worden, hatte jedoch noch keinen Beitrag ausgewählt.

Wiederkehrende Interpreten

Land Interpret Vorherige(s) Teilnahmejahr(e)
Belarus Belarus Alexandros Panayi (Begleitung) 1995 für Zypern 1960 Zypern2000 für Zypern 1960 Zypern (als Mitglied von Voice)
Begleitung: 2005 und 2009 für Griechenland Griechenland1989 und 1991 für Zypern 1960 Zypern
Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Maya Sar Begleitung: 2004 und 2011
Georgien Georgien Anri Dschochadse Begleitung: 2008
Griechenland Griechenland Jenia Evgenios Buli (Begleitung) 2010 (zusammen mit Giorgos Alkeos als Mitglied der Friends)
Begleitung: 2009 für Albanien Albanien2011 für Armenien Armenien
Irland Irland Jedward 2011
Island Island Jónsi 2004
Mazedonien 1995 Mazedonien Kaliopi Qualifikationsrunde 1996
Serbien Serbien Željko Joksimović 2004 für Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro (zusammen mit Ad Hoc Orchestra)
Dragan Krstić (Begleitung) 2004 für Serbien und Montenegro Serbien und Montenegro (zusammen mit Željko Joksimović als Mitglied vom Ad Hoc Orchestra)
Miloš Nikolić (Begleitung)
Slowenien Slowenien Martina Majerle (Begleitung) 2009 (zusammen mit Quartissimo als Martina)
Begleitung: 2007 und 2011 •• 2003 für Kroatien Kroatien2008 für Montenegro Montenegro
Turkei Türkei Arif Durgeç (Begleitung) 2005 (zusammen mit Gülseren als Mitglied von Shaman)

Halbfinale

Auslosungen

Am 25. Januar 2012 fand in Baku in einer Zeremonie die Ziehung der beiden Halbfinale statt. Dabei wurden auch das vollständige Logo und das Motto „Light Your Fire!“ in Anlehnung an Aserbaidschan als „Land des Feuers“ (Erdöls) vorgestellt. Für die musikalische Untermalung sorgten neben Safura und AySel die ESC-Gewinner Marija Šerifović, Dima Bilan, Alexander Rybak, Lena und Ell & Nikki mit ihren Siegertiteln.[15]

Die teilnehmenden Länder, außer den Big Five und dem Gastgeber Aserbaidschan, wurden anhand ihrer Stimmvergabe der letzten Jahre auf sechs Töpfe verteilt. Aserbaidschan, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich wurden als mitabstimmende Nationen per Los einem Halbfinale zugeteilt. Deutschland war von vornherein für das zweite Halbfinale gesetzt, da es bereits vorher bei der EBU erfolgreich beantragt hatte, beim zweiten Halbfinale abstimmen zu dürfen. Danach wurden die übrigen Teilnehmer nach einem Schlüssel aus den Töpfen einem der beiden Halbfinale zugelost. Bei der Ziehung wurde gleichzeitig festgelegt, ob das Land in der ersten oder in der zweiten Hälfte des jeweiligen Halbfinales startet.

Beim Treffen der Referenzgruppe der Europäischen Rundfunkunion am 20. März 2012 wurden die Startnummern in den Halbfinalen sowie der vorqualifizierten Länder im Finale ausgelost. Dabei wurden aus jeder Halbfinalhälfte und aus dem Finale je eine Wildcard gezogen, die sich ihren Startplatz aussuchten durften. Dies waren im ersten Halbfinale Finnland (Nr. 9) und Irland (Nr. 18), im zweiten die Ukraine (Nr. 7) und Litauen (Nr. 18) sowie im Finale Spanien (Nr. 19).[16]

Topf 1 Topf 2 Topf 3 Topf 4 Topf 5 Topf 6

Erstes Halbfinale

Das erste Halbfinale fand am 22. Mai 2012, 21:00 Uhr (MESZ) statt. Die zehn bestplatzierten Länder qualifizierten sich für das Finale. Sie sind hier hellgrün unterlegt.

Italien Italien, Aserbaidschan Aserbaidschan und Spanien Spanien und die Teilnehmerländer des ersten Halbfinale waren in diesem Halbfinale stimmberechtigt.

Platz Startnr. Land Interpret Lied
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung
(Inoffiziell)
Punkte
01. 14 Russland Russland Buranowskije Babuschki
Бура́новские ба́бушки
Party for Everybody
M: Wiktor Drobysch; Timofei Leontiew; T: Olga Tuktarowa, Mary Susan Applegate
Udmurtisch, Englisch Party für alle 152
02. 05 Albanien Albanien Rona Nishliu Suus
M: Florent Boshnjaku; T: Rona Nishliu
Albanisch
mit lateinischem Titel
Persönlich 146
03. 06 Rumänien Rumänien Mandinga Zaleilah
M: Costi Ioniță; T: Elena Ionescu, Dihigo Omar Secada
Spanisch, Englisch 120
04. 03 Griechenland Griechenland Eleftheria Eleftheriou
Ελευθερία Ελευθερίου
Aphrodisiac
M/T: Dimitris Stassos, Mikaela Stenström, Dajana Lööf
Englisch Aphrodisiakum 116
05. 17 Moldau Republik Moldau Pasha Parfeni Lăutar
M: Pavel Parfeni, Alex Brașoveanu; T: Pavel Parfeni
Englisch Musikant 100
06. 18 Irland Irland Jedward Waterline
M/T: Nick Jarl, Sharon Vaughn
Englisch Wasserlinie 092
07. 12 Zypern Republik Zypern Ivi Adamou
Ήβη Αδάμου
La La Love
M/T: Alex Papakonstantinou, Björn Djupström, Alexandra Zakka, Viktor Svensson
Englisch La-la-Liebe 091
08. 02 Island Island Greta Salóme & Jónsi Never Forget
M/T: Greta Salóme Stefánsdóttir
Englisch Vergiss niemals 075
09. 13 Danemark Dänemark Soluna Samay Should’ve Known Better
M: Mikkel Johan Imer Sigvardt (Remee), Lars Pedersen (Chief 1); T: Lars Pedersen (Chief 1), Isam Bachiri (Isam B), Mikkel Johan Imer Sigvardt (Remee)
Englisch Ich hätte es besser wissen müssen 063
10. 15 Ungarn Ungarn Compact Disco Sound of Our Hearts
M/T: Behnam Lotfi, Attila Sándor, Csaba Walkó, Gábor Pál
Englisch Klang unserer Herzen 052
11. 07 Schweiz Schweiz Sinplus Unbreakable
M/T: Ivan Broggini, Gabriel Broggini
Englisch Unzerstörbar 045
12. 09 Finnland Finnland Pernilla Karlsson När jag blundar
M/T: Jonas Karlsson
Schwedisch Wenn ich meine Augen schließe 041
13. 10 Israel Israel Izabo Time
M/T: Ran Shem-Tov, Shiri Hadar
Englisch, Hebräisch Zeit 033
14. 11 San Marino San Marino Valentina Monetta The Social Network Song (OH OH–Uh-OH OH)
M: Ralph Siegel; T: José Santana Rodriguez, Timothy Touchton
Englisch Das Lied der sozialen Netzwerke 031
15. 01 Montenegro Montenegro Rambo Amadeus
Рамбо Амадеус
Euro Neuro
M/T: Antonije Pušić (Rambo Amadeus)
Englisch mit Wörtern in Deutsch und Montenegrinisch 020
16. 04 Lettland Lettland Anmary Beautiful Song
M: Ivars Makstnieks; T: Rolands Ūdris
Englisch Schönes Lied 017
17. 08 Belgien Belgien Iris Would You?
M/T: Nina Sampermans, Jean Bosco Safari, Walter Mannaerts
Englisch Würdest du? 016
18. 16 Osterreich Österreich Trackshittaz Woki mit deim Popo
M: Lukas Plöchl; T: Lukas Plöchl, Manuel Hoffelner
Deutsch Wackel mit deinem Popo 008

Punktetafel erstes Halbfinale

Abstimmungsergebnisse[17]
Startnr. Land Platz Punkte Albanien
AL
Osterreich
AT
Aserbaidschan
AZ
Belgien
BE
Zypern Republik
CY
Danemark
DK
Finnland
FI
Griechenland
GR
Ungarn
HU
Island
IS
Irland
IE
Israel
IL
Italien
IT
Lettland
LV
Moldau Republik
MD
Montenegro
ME
Rumänien
RO
Russland
RU
San Marino
SM
Spanien
ES
Schweiz
CH
Votings
01 Montenegro Montenegro 15 020 12 8 02
02 Island Island 08 075 2 5 8 10 10 5 4 4 1 5 2 5 1 3 6 4 16
03 Griechenland Griechenland 04 116 8 1 10 8 12 4 5 10 3 5 10 10 12 5 7 3 3 17
04 Lettland Lettland 16 017 3 4 4 2 4 05
05 Albanien Albanien 02 146 12 12 10 10 7 5 10 10 3 1 5 12 4 1 12 4 2 10 4 12 20
06 Rumänien Rumänien 03 120 5 5 7 4 6 1 8 3 4 12 8 10 12 7 8 6 12 2 18
07 Schweiz Schweiz 11 045 3 3 2 8 2 1 8 7 8 2 1 11
08 Belgien Belgien 17 016 2 2 4 6 1 1 06
09 Finnland Finnland 12 041 1 1 8 12 7 3 2 6 1 09
10 Israel Israel 13 033 7 1 3 3 5 1 5 6 2 09
11 San Marino San Marino 14 031 10 5 2 3 7 4 06
12 Zypern Republik Zypern 07 091 6 1 3 1 12 12 5 10 7 3 3 6 7 7 8 15
13 Danemark Dänemark 09 063 4 8 1 1 8 7 6 8 3 3 4 10 12
14 Russland Russland 01 152 10 8 12 7 12 12 7 7 6 8 12 2 12 6 8 6 2 7 8 19
15 Ungarn Ungarn 10 052 7 4 2 6 5 5 4 5 8 6 10
16 Osterreich Österreich 18 008 2 1 5 03
17 Moldau Republik Moldau 05 100 4 6 6 3 6 6 6 2 2 6 4 2 3 10 12 5 10 7 18
18 Irland Irland 06 092 8 4 7 2 7 3 6 10 7 10 1 10 12 5 14
Die Tabelle ist senkrecht nach der Auftrittsreihenfolge im Finale geordnet, waagerecht alphabetisch.

Statistik der Zwölf-Punkte-Vergabe (Erstes Semifinale)

Anzahl Land erhalten von
5 Albanien Albanien Aserbaidschan, Italien, Montenegro, Österreich, Schweiz
Russland Russland Belgien, Dänemark, Finnland, Israel, Lettland
3 Rumänien Rumänien Irland, Moldau, Spanien
2 Griechenland Griechenland Rumänien, Zypern
Zypern Republik Zypern Griechenland, Island
1 Finnland Finnland Ungarn
Irland Irland San Marino
Moldau Republik Moldau Russland
Montenegro Montenegro Albanien

Zweites Halbfinale

Das zweite Halbfinale fand am 24. Mai 2012, 21:00 Uhr (MESZ) statt. Die zehn bestplatzierten Länder qualifizierten sich für das Finale. Sie sind hier hellgrün unterlegt.

Deutschland Deutschland, Frankreich Frankreich und das Vereinigtes Konigreich Vereinigte Königreich und die Teilnehmerländer des zweiten Halbfinals waren in diesem Halbfinale stimmberechtigt.

Platz Startnr. Land Interpret Lied
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung
(Inoffiziell)
Punkte
01. 11 Schweden Schweden Loreen Euphoria
M/T: Thomas Gustafsson (Thomas G:son), Peter Boström
Englisch Euphorie 181
02. 01 Serbien Serbien Željko Joksimović
Жељко Јоксимовић
Nije ljubav stvar
M: Željko Joksimović; T: Marina Tucaković, Miloš Roganović
Serbisch Die Liebe ist kein Gegenstand 159
03. 18 Litauen Litauen Donny Montell Love Is Blind
M: Brandon Stone; T: Brandon Stone, Jodie Rose
Englisch Liebe ist blind 104
04. 14 Estland Estland Ott Lepland Kuula
M: Ott Lepland; T: Aapo Ilves
Estnisch Höre 100
05. 13 Turkei Türkei Can Bonomo Love Me Back
M/T: Can Bonomo
Englisch Erwidere meine Liebe 080
06. 17 Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Maya Sar Korake ti znam
M/T: Maja Sarihodžić (Maya Sar)
Bosnisch Ich kenne deine Schritte 077
07. 04 Malta Malta Kurt Calleja This Is the Night
M/T: Johan Jämtberg, Kurt Calleja, Mikael Gunnerås
Englisch Dies ist die Nacht 070
08. 07 Ukraine Ukraine Gaitana
Гайтана
Be My Guest
M: Hajta-Lurdes Essami (Gaitana), KIWI Project; T: Hajta-Lurdes Essami (Gaitana)
Englisch Sei mein Gast 064
09. 02 Mazedonien 1995 Mazedonien Kaliopi
Калиопи
Crno i belo
M: Romeo Grill; T: Kaliopi Bukle
Mazedonisch Schwarz und weiß 053
10. 16 Norwegen Norwegen Tooji Stay
M/T: Touraj „Tooji“ Keshtkar, Peter Boström, Figge Boström
Englisch Bleib 045
11. 08 Bulgarien Bulgarien Sofi Marinowa
София Маринова
Love Unlimited
M: Jassen Kosew, Krum Geopriew; T: Donka Wassilewa
Bulgarisch
mit Worten in Türk., Griech., Span.,
Serbokroat., Romani, Ital., Aserbaidschan.,
Franz., Engl. und Arab.
Grenzenlose Liebe 045
12. 10 Kroatien Kroatien Nina Badrić Nebo
M/T: Nina Badrić
Kroatisch Himmel 042
13. 06 Portugal Portugal Filipa Sousa Vida minha
M: Andrej Babić; T: Carlos Coelho
Portugiesisch Mein Leben 039
14. 12 Georgien Georgien Anri Dschochadse
ანრი ჯოხაძე
I’m a Joker
M: Rusudan Tschchaidse; T: Bibi Kwatschadse
Englisch, Georgisch[18] Ich bin ein Scherzbold 036
15. 03 Niederlande Niederlande Joan Franka You and Me
M: Ayten Kalan (Joan Franka), Jessica Hoogenboom; T: Ayten Kalan (Joan Franka)
Englisch Du und ich 035
16. 05 Belarus Belarus Litesound We Are the Heroes
M/T: Dsmitrij Karakin, Uladsimir Karakin
Englisch Wir sind die Helden 035
17. 09 Slowenien Slowenien Eva Boto Verjamem
M: Vladimir Graić, Hajrudin Varešanović (Hari Mata Hari); T: Igor Pirković
Slowenisch Ich glaube 031
18. 15 Slowakei Slowakei Max Jason Mai Don’t Close Your Eyes
M/T: Miroslav Šmajda (Max Jason Mai)
Englisch Schließe deine Augen nicht 022

Punktetafel zweites Halbfinale

Abstimmungsergebnisse[19]
Startnr. Land Platz Punkte Belarus
BY
Bosnien und Herzegowina
BA
Bulgarien
BG
Kroatien
HR
Estland
EE
Mazedonien 1995
MK
Frankreich
FR
Georgien
GE
Deutschland
DE
Litauen
LT
Malta
MT
Norwegen
NO
Portugal
PT
Serbien
RS
Slowakei
SK
Slowenien
SI
Schweden
SE
Niederlande
NL
Turkei
TR
Ukraine
UA
Vereinigtes Konigreich
UK
Votings
01 Serbien Serbien 02 159 8 10 12 10 1 12 12 10 10 2 5 10 8 8 12 8 10 8 3 19
02 Mazedonien 1995 Mazedonien 09 053 2 8 7 7 1 1 8 6 8 5 10
03 Niederlande Niederlande 15 035 7 8 3 3 2 1 7 4 08
04 Malta Malta 07 070 5 6 5 3 2 4 6 3 2 4 4 2 6 6 12 15
05 Belarus Belarus 16 035 2 1 8 7 4 1 12 07
06 Portugal Portugal 13 039 4 3 8 3 1 5 5 3 6 1 10
07 Ukraine Ukraine 08 064 12 2 5 1 5 3 2 6 5 6 2 2 4 1 6 2 16
08 Bulgarien Bulgarien 11 045 3 6 3 2 2 6 6 2 10 5 10
09 Slowenien Slowenien 17 031 5 8 4 4 10 05
10 Kroatien Kroatien 12 042 1 12 7 1 12 8 1 07
11 Schweden Schweden 01 181 7 7 10 6 12 8 6 12 12 10 8 12 10 7 12 10 12 5 7 8 20
12 Georgien Georgien 14 036 6 4 12 1 3 10 06
13 Turkei Türkei 05 080 6 8 2 10 7 3 6 12 1 3 7 7 2 6 14
14 Estland Estland 04 100 4 3 10 7 7 8 8 12 10 1 12 8 3 7 14
15 Slowakei Slowakei 18 022 6 1 7 4 1 3 06
16 Norwegen Norwegen 10 045 3 1 2 8 4 3 3 4 10 3 4 11
17 Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 06 077 1 12 5 4 2 5 4 5 5 6 5 5 5 12 1 15
18 Litauen Litauen 03 104 10 4 4 10 5 5 10 7 7 6 7 7 2 4 2 4 10 17
Die Tabelle ist senkrecht nach der Auftrittsreihenfolge im Finale geordnet, waagerecht alphabetisch.

Statistik der Zwölf-Punkte-Vergabe (Zweites Semifinale)

Anzahl Land erhalten von
6 Schweden Schweden Deutschland, Estland, Georgien, Niederlande, Norwegen, Slowakei
4 Serbien Serbien Bulgarien, Frankreich, Mazedonien, Slowenien
2 Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Kroatien, Türkei
Estland Estland Portugal, Schweden
Kroatien Kroatien Bosnien und Herzegowina, Serbien
1 Belarus Belarus Ukraine
Georgien Georgien Litauen
Malta Malta Vereinigtes Königreich
Turkei Türkei Malta
Ukraine Ukraine Belarus

Finale

Das Finale fand am 26. Mai 2012 um 21:00 Uhr (MESZ) statt. Die Länder der Big Five (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Vereinigtes Königreich) und das Gastgeberland Aserbaidschan waren direkt für das Finale qualifiziert. Hinzu kamen je zehn Länder aus den beiden Halbfinale, sodass im Finale 26 Länder antraten. Alle 42 Teilnehmerländer waren abstimmungsberechtigt.

Albanien Albanien, Zypern Republik Zypern, die Turkei Türkei und Norwegen Norwegen nahmen nach zwei Jahren, Malta Malta nach drei Jahren und Mazedonien 1995 Mazedonien nach fünf Jahren wieder am Finale teil. In den beschriebenen Zeiträumen schieden die genannten Länder jeweils bereits im Halbfinale aus.

Der aserbaidschanische Sänger Alim Qasımov eröffnete das Finale und wurde dabei von Tänzern begleitet, die aserbaidschanische Volkstänze präsentierten. Im Anschluss sangen die Gewinner des Eurovision Song Contest 2011, Ell & Nikki ihr Siegerlied Running Scared.

Während des Televotings trat der Schwiegersohn des aserbaidschanischen Präsidenten, Emin Ağalarov mit seinem Lied Never Enough auf.

Ergebnisliste

Platz Startnr. Land Interpret Lied
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung
(Inoffiziell)
Punkte
01. 17 Schweden Schweden Loreen Euphoria
M/T: Thomas Gustafsson (Thomas G:son), Peter Boström
Englisch Euphorie 372
02. 06 Russland Russland Buranowskije Babuschki
Бура́новские ба́бушки
Party for Everybody
M: Wiktor Drobysch, Timofei Leontiew; T: Olga Tuktarowa, Mary Susan Applegate
Udmurtisch, Englisch Party für alle 259
03. 24 Serbien Serbien Željko Joksimović
Жељко Јоксимовић
Nije ljubav stvar
M: Željko Joksimović; T: Marina Tucaković, Miloš Roganović
Serbisch Die Liebe ist kein Gegenstand 214
04. 13 Aserbaidschan Aserbaidschan Səbinə Babayeva
Səbinə Babayeva
When the Music Dies
M/T: Anders Bagge, Sandra Bjurman, Stefan Örn, Johan Kronlund
Englisch Wenn die Musik stirbt 150
05. 03 Albanien Albanien Rona Nishliu Suus
M: Florent Boshnjaku; T: Rona Nishliu
Albanisch
mit lateinischem Titel
Persönlich 146
06. 11 Estland Estland Ott Lepland Kuula
M: Ott Lepland; T: Aapo Ilves
Estnisch Höre 120
07. 18 Turkei Türkei Can Bonomo Love Me Back
M/T: Can Bonomo
Englisch Erwidere meine Liebe 112
08. 20 Deutschland Deutschland Roman Lob Standing Still
M/T: Jamie Cullum, Steve Robson, Wayne Hector
Englisch Stillstehen 110
09. 10 Italien Italien Nina Zilli L’amore è femmina (Out of Love)[20]
M: Christian Rabb, Kristoffer Sjokvist, Frida Molander, Charlie Mason; T: Maria Chiara Fraschetta, Christian Rabb, Kristoffer Sjokvist, Frida Molander, Charlie Mason
Englisch, Italienisch Die Liebe ist weiblich 101
10. 19 Spanien Spanien Pastora Soler Quédate conmigo (Stay with Me)[21]
M: Antonio Sánchez, Thomas Gustafsson (Thomas G:son), Erik Bernholm; T: Antonio Sánchez
Spanisch Bleib bei mir 097
11. 26 Moldau Republik Moldau Pasha Parfeni Lăutar
M: Pavel Parfeni, Alex Brașoveanu; T: Pavel Parfeni
Englisch Musikant 081
12. 14 Rumänien Rumänien Mandinga Zaleilah
M: Costi Ioniță; T: Elena Ionescu, Dihigo Omar Secada
Spanisch, Englisch 071
13. 22 Mazedonien 1995 Mazedonien Kaliopi
Калиопи
Crno i belo
M: Romeo Grill; T: Kaliopi Bukle
Mazedonisch Schwarz und weiß 071
14. 04 Litauen Litauen Donny Montell Love Is Blind
M: Brandon Stone; T: Brandon Stone, Jodie Rose
Englisch Liebe ist blind 070
15. 25 Ukraine Ukraine Gaitana
Гайтана
Be My Guest
M: Hajta-Lurdes Essami (Gaitana), KIWI Project; T: Hajta-Lurdes Essami (Gaitana)
Englisch Sei mein Gast 065
16. 08 Zypern Republik Zypern Ivi Adamou
Ήβη Αδάμου
La La Love
M/T: Alex Papakonstantinou, Björn Djupström, Alexandra Zakka, Viktor Svensson
Englisch La-la-Liebe 065
17. 16 Griechenland Griechenland Eleftheria Eleftheriou
Ελευθερία Ελευθερίου
Aphrodisiac
M/T: Dimitris Stassos, Mikaela Stenström, Dajana Lööf
Englisch Aphrodisiakum 064
18. 05 Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Maya Sar Korake ti znam
M/T: Maja Sarihodžić (Maya Sar)
Bosnisch Ich kenne deine Schritte 055
19. 23 Irland Irland Jedward Waterline
M/T: Nick Jarl, Sharon Vaughn
Englisch Wasserlinie 046
20. 07 Island Island Greta Salóme & Jónsi Never Forget
M/T: Greta Salóme Stefánsdóttir
Englisch Vergiss niemals 046
21. 21 Malta Malta Kurt Calleja This Is the Night
M/T: Johan Jämtberg, Kurt Calleja, Mikael Gunnerås
Englisch Das ist die Nacht 041
22. 09 Frankreich Frankreich Anggun Echo (You and I)
M: William Rousseau, Jean-Pierre Pilot; T: William Rousseau, Anggun Cipta Sasmi
Französisch, Englisch Echo (Du und ich) 021
23. 15 Danemark Dänemark Soluna Samay Should’ve Known Better
M: Mikkel Johan Imer Sigvardt (Remee), Lars Pedersen (Chief 1); T: Lars Pedersen (Chief 1), Isam Bachiri (Isam B), Mikkel Johan Imer Sigvardt (Remee)
Englisch Ich hätte es besser wissen müssen 021
24. 02 Ungarn Ungarn Compact Disco Sound of Our Hearts
M/T: Behnam Lotfi, Attila Sándor, Csaba Walkó, Gábor Pál
Englisch Klang unserer Herzen 019
25. 01 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Engelbert Love Will Set You Free
M/T: Martin Terefe, Sacha Skarbek
Englisch Liebe wird dich befreien 012
26. 12 Norwegen Norwegen Tooji Stay
M/T: Touraj "Tooji" Keshtkar, Peter Boström, Figge Boström
Englisch Bleib 007

Punktetafel Finale

Land Abstimmungsergebnisse[22]
Punkte Albanien
AL
Montenegro
ME
Rumänien
RO
Osterreich
AT
Ukraine
UA
Belarus
BY
Belgien
BE
Aserbaidschan
AZ
Malta
MT
San Marino
SM
Frankreich
FR
Vereinigtes Konigreich
UK
Turkei
TR
Griechenland
GR
Bosnien und Herzegowina
BA
Moldau Republik
MD
Bulgarien
BG
Schweiz
CH
Slowenien
SI
Zypern Republik
CY
Kroatien
HR
Slowakei
SK
Mazedonien 1995
MK
Niederlande
NL
Portugal
PT
Island
IS
Schweden
SE
Norwegen
NO
Litauen
LT
Estland
EE
Danemark
DK
Lettland
LV
Spanien
ES
Finnland
FI
Georgien
GE
Italien
IT
Serbien
RS
Deutschland
DE
Russland
RU
Ungarn
HU
Israel
IL
Irland
IE
Votings
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 012 1 5 2 4 04
Ungarn Ungarn 019 7 1 1 8 2 05
Albanien Albanien 146 10 1 8 10 1 12 5 10 6 4 12 3 4 5 12 1 5 1 6 3 12 1 6 8 24
Litauen Litauen 070 1 8 4 4 3 7 5 1 6 3 4 12 5 7 14
Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 055 6 7 10 1 7 10 2 7 5 09
Russland Russland 259 3 4 4 5 10 12 8 10 3 10 4 3 7 4 3 6 6 8 5 6 3 4 4 8 7 7 8 6 8 8 10 8 8 5 10 7 7 7 7 6 40
Island Island 046 4 1 4 5 6 6 4 7 3 6 10
Zypern Republik Zypern 065 6 2 2 12 8 12 5 5 8 2 3 11
Frankreich Frankreich 021 2 2 6 6 2 3 06
Italien Italien 101 7 2 4 10 7 1 3 5 5 5 2 2 5 5 2 4 4 7 3 1 4 2 5 4 2 25
Estland Estland 120 1 4 10 4 2 10 7 7 10 8 7 8 8 6 10 4 6 8 18
Norwegen Norwegen 007 3 1 3 03
Aserbaidschan Aserbaidschan 150 4 5 12 7 12 4 2 12 5 7 10 10 8 6 2 12 10 3 10 8 1 21
Rumänien Rumänien 071 3 6 2 4 7 12 3 4 1 10 7 1 6 5 14
Danemark Dänemark 021 5 2 2 5 – 2 5 06
Griechenland Griechenland 064 12 8 5 2 5 3 1 4 1 12 1 4 1 3 2 15
Schweden Schweden 372 5 7 10 12 6 6 12 7 6 3 12 12 6 6 8 7 8 7 10 10 7 12 6 12 3 12 12 10 12 12 12 12 12 8 10 12 12 12 12 12 40
Turkei Türkei 112 10 3 3 7 12 8 5 5 1 4 7 3 8 8 6 1 2 7 8 3 1 21
Spanien Spanien 097 6 6 6 1 6 8 5 3 8 6 6 12 2 4 4 3 1 10 18
Deutschland Deutschland 110 2 4 2 7 6 4 2 4 2 10 3 3 10 10 7 3 1 2 8 10 10 21
Malta Malta 041 7 3 8 2 5 2 1 7 6 09
Nordmazedonien Nordmazedonien 071 8 8 3 2 8 12 2 6 8 1 1 12 12
Irland Irland 046 1 4 1 10 3 5 4 5 4 5 4 11
Serbien Serbien 214 1 12 5 10 2 5 5 6 8 8 10 3 12 10 12 7 12 7 10 10 5 3 10 10 5 2 6 10 4 4 30
Ukraine Ukraine 065 10 3 7 1 8 3 1 1 2 1 6 2 6 3 8 3 16
Moldau Republik Moldau 081 3 12 1 8 5 8 2 2 1 1 6 7 7 4 7 2 5 17
Die Tabelle ist senkrecht nach der Auftrittsreihenfolge im Finale geordnet, waagerecht nach der chronologischen Punkteverlesung.

In der Tabelle sind die niedrigsten (Hintergrund rot) und höchsten (Hintergrund grün) Gesamtwerte gekennzeichnet.

  • Die wenigsten Jury-Punkte: Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich – 11
  • Die wenigsten Televoting-Punkte: Frankreich Frankreich – 0
  • Die wenigsten Gesamt-Votings: Norwegen Norwegen – 3
  • Die wenigsten Gesamt-Punkte: Norwegen Norwegen – 7
  • Die meisten Jury-Punkte: Schweden Schweden – 296
  • Die meisten Televoting-Punkte: Schweden Schweden – 343
  • Die meisten Gesamt-Votings: Russland Russland und Schweden Schweden – 40
  • Die meisten Gesamt-Punkte: Schweden Schweden – 372

Statistik der Zwölf-Punkte-Vergabe (Finale)

Wie der schwedische Siegertitel erhielt der zweitplatzierte russische Beitrag von allen Ländern, außer einem, Punkte (Schweden nicht von Italien, Russland nicht von der Schweiz), jedoch erhielt Schweden 18-mal zwölf Punkte (so oft erreichte in der Geschichte des Wettbewerbs noch nie ein Beitrag die Höchstpunktzahl), Russland nur einmal (von Belarus).

Anzahl Land erhalten von
18 Schweden Schweden Belgien, Deutschland, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Island, Israel, Lettland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Russland, Slowakei, Spanien, Vereinigtes Königreich, Ungarn
04 Albanien Albanien Italien, Mazedonien, San Marino, Schweiz
Aserbaidschan Aserbaidschan Litauen, Malta, Türkei, Ukraine
Serbien Serbien Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Slowenien
02 Griechenland Griechenland Albanien, Zypern
Mazedonien 1995 Mazedonien Bosnien und Herzegowina, Serbien
Zypern Republik Zypern Griechenland, Schweden
01 Litauen Litauen Georgien
Moldau Republik Moldau Rumänien
Rumänien Rumänien Moldau
Russland Russland Belarus
Spanien Spanien Portugal
Turkei Türkei Aserbaidschan

Punktesprecher

Nr. Land Punktesprecher Anmerkungen
01 Albanien Albanien Andri Xhahu
02 Montenegro Montenegro Marija Marković
03 Rumänien Rumänien Paula Seling Teilnehmerin 2010 & 2014
04 Osterreich Österreich Kati Bellowitsch Punktesprecherin 2011
05 Ukraine Ukraine Oleksiy Matias
06 Belarus Belarus Dmitry Kaldun Teilnehmer 2007
07 Belgien Belgien Peter Van de Veire
08 Aserbaidschan Aserbaidschan Safura Teilnehmerin 2010, Punktesprecherin 2011
09 Malta Malta Keith Demicoli
10 San Marino San Marino Monica Fabbri
11 Frankreich Frankreich Amaury Vassili Teilnehmer 2011
12 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich Scott Mills Punktesprecher 2010
13 Turkei Türkei Ömer Önder Punktesprecher 1993, 1995 bis 1997 und 2011
14 Griechenland Griechenland Adriana Magania
15 Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Elvir Laković Laka Teilnehmer 2008, Punktesprecher 2009
16 Moldau Republik Moldau Olivia Furtuna
17 Bulgarien Bulgarien Anna Angelova
18 Schweiz Schweiz Sara Hildebrand
19 Slowenien Slowenien Lorella Flego
20 Zypern Republik Zypern Loukas Hamatsos Punktesprecher 2000, 2003, 2004 und 2011
21 Kroatien Kroatien Nevena Rendeli Punktesprecherin 2011
22 Slowakei Slowakei Mária Pietrová Punktesprecherin 2011
23 Nordmazedonien Nordmazedonien Kristina Talevska Punktesprecherin 2011
24 Niederlande Niederlande Viviënne van den Assem
25 Portugal Portugal Joana Teles Punktesprecherin 2011
26 Island Island Matthías Matthíasson Teilnehmer 2011
27 Schweden Schweden Lynda Woodruff Punktesprecherin 2009
28 Norwegen Norwegen Nadia Hasnaoui Moderatorin 2010, Punktesprecherin 2011
29 Litauen Litauen Ignas Krupavičius Punktesprecher 2009
30 Estland Estland Getter Jaani Teilnehmerin 2011
31 Danemark Dänemark Louise Wolff
32 Lettland Lettland Valters Frīdenbergs Teilnehmer 2005
33 Spanien Spanien Elena S. Sánchez Punktesprecherin 2011
34 Finnland Finnland Mr. Lordi Sieger 2006
35 Georgien Georgien Sopho Toroshelidze Teilnehmerin 2011
36 Italien Italien Ivan Bacchi
37 Serbien Serbien Maja Nikolić Punktesprecherin 2007 und 2010
38 Deutschland Deutschland Anke Engelke Moderatorin 2011
39 Russland Russland Oxana Gennadjewna Fjodorowa Punktesprecherin 2008 und 2010
40 Ungarn Ungarn Éva Novodomszky Punktesprecherin 2007 bis 2009 und 2011
41 Israel Israel Ofer Nachshon Punktesprecher 2009 bis 2011
42 Irland Irland Gráinne Seoige

Split-Ergebnisse zwischen Jury- und Televoting

Am 18. Juni 2012 gab die EBU die nach Televoting und Jurystimmen getrennten Wertungen im Finale bekannt.[23] Jede Nation hatte die Top Ten ihrer Zuschauer und ihrer Jury getrennt an die EBU übermittelt und am Finalabend wie gewohnt nur die zusammengefasste Gesamtwertung präsentiert. Die nachfolgende Tabelle gibt die Summen der Televote- und Jurypunkte und die jeweils resultierende Platzierung für jeden Finalteilnehmer wieder:

Finale
Platz Televoting Punkte Jury Punkte
01 Schweden Schweden 343 Schweden Schweden 296
02 Russland Russland 332 Serbien Serbien 173
03 Serbien Serbien 211 Albanien Albanien 157
04 Turkei Türkei 176 Italien Italien 157
05 Aserbaidschan Aserbaidschan 151 Spanien Spanien 154
06 Deutschland Deutschland 125 Estland Estland 152
07 Rumänien Rumänien 117 Ukraine Ukraine 125
08 Albanien Albanien 106 Aserbaidschan Aserbaidschan 118
09 Griechenland Griechenland 089 Moldau Republik Moldau 104
10 Irland Irland 089 Deutschland Deutschland 098
11 Mazedonien 1995 Mazedonien 079 Russland Russland 094
12 Estland Estland 078 Zypern Republik Zypern 085
13 Moldau Republik Moldau 075 Frankreich Frankreich 085
14 Litauen Litauen 068 Litauen Litauen 082
15 Zypern Republik Zypern 063 Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 071
16 Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 057 Malta Malta 070
17 Italien Italien 056 Mazedonien 1995 Mazedonien 069
18 Spanien Spanien 045 Griechenland Griechenland 060
19 Island Island 039 Island Island 053
20 Ukraine Ukraine 037 Rumänien Rumänien 053
21 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 036 Danemark Dänemark 051
22 Ungarn Ungarn 020 Turkei Türkei 050
23 Danemark Dänemark 018 Ungarn Ungarn 030
24 Norwegen Norwegen 016 Norwegen Norwegen 024
25 Malta Malta 010 Irland Irland 014
26 Frankreich Frankreich 000 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 011

Besonderheiten

Da Aserbaidschan in einer östlichen Zeitzone (UTC +5, MESZ +3) liegt, der Beginn der Veranstaltungen europaweit aber traditionell immer zur selben Uhrzeit stattfindet (UTC 19:00 Uhr, in Deutschland MESZ 21.00 Uhr), begannen die Veranstaltungen in Baku erst um 0:00 Uhr nachts.

Wie in der Vergangenheit gab es auch im Jahr 2012 Ungereimtheiten bei der Wahl des Beitrags für Belarus. Zunächst gewann die Sängerin Aljona Lanskaja den belarussischen Vorentscheid mit dem Song All My Life. Am 24. Februar 2012 erklärte der Fernsehsender BRTC jedoch, dass die Gruppe Litesound mit We Are the Heroes nach Baku fahren wird.[24]

Einen Tag nach der Veröffentlichung des Liedes von San Marino gab die Referenzgruppe der EBU am 17. März 2012 bekannt, dass der Text und der Titel des Liedes Facebook, Uh, Oh, Oh gegen die Regel 1.2.2.g verstößt. In diesem Artikel ist geregelt, dass ein Lied unter anderem keine werbewirksame Botschaft für ein Produkt enthalten darf. Am 23. März veröffentlichte San Marino eine neue Version des Liedes mit dem Titel The Social Network Song (OH OH–Uh-OH OH).[25] In der neuen Version wurde das Wort „Facebook“ durch die Wörter „OH-OH“, „Beep-Beep“, „Hello“ sowie „(Social) network“ ersetzt. Außerdem wurde der Satz „But soon Mark Zuckerberg’s hammerin’“ zu „But soon the Internet’s beepin’ in“ umgeschrieben.

Die 86-jährige Jelisaweta Sarbatowa aus der russischen Gruppe Buranowskije Babuschki stellte einen Rekord auf für die älteste für einen Eurovision Song Contest nominierte Person, der wiederum im Folgejahr von Emil Ramsauer aus der Schweizer Gruppe Takasa mit 95 Jahren neu aufgestellt wurde. Zuvor war dies der kroatische Rapper 75 Cents gewesen, der im Jahr 2008 als 75-Jähriger auftrat. Sarbatowa ist 70 Jahre älter als die jüngste Teilnehmerin, die 16-jährige Eva Boto aus Slowenien. Die „Großmütter aus Buranowo“ präsentieren außerdem den ersten Eurovision-Song-Contest-Beitrag in udmurtischer Sprache. Zudem sind auch das Georgische und das Aserbaidschanische zum ersten Mal auf der Wettbewerbsbühne vertreten, wenngleich Aserbaidschanisch nur mit einem Satz im bulgarischen Beitrag Love Unlimited zu hören ist.

Der Schwede Peter Boström war Co-Autor sowohl des schwedischen Siegertitels als auch des letztplatzierten norwegischen Beitrags.

Den Barbara Dex Award gewann dieses Jahr die albanische Sängerin Rona Nishliu.[26]

Marcel-Bezençon-Preis

Die diesjährigen Preisträger des seit 2002 verliehenen Marcel-Bezençon-Preises sind:[27]

  • Presse-Preis für den besten Song: Aserbaidschan AserbaidschanWhen the Music Dies – Sabina Babayeva
  • Künstler-Preis für den besten Künstler: Schweden SchwedenLoreenEuphoria
  • Komponisten-Preis für die beste Komposition/Text: Schweden SchwedenThomas G:son (m & t) und Peter Boström (m & t)Euphoria – Loreen

Nationale Vorentscheidungen in deutschsprachigen Ländern

Belgien

Am 17. März 2012 fand unter dem Titel Eurosong 2012 ein kleiner Vorentscheid statt, indem die intern von VRT ausgewählte Iris zwei Titel vorstellte. Der Sieger wurde einzig und allein per Televoting bestimmt, so dass das Lied Would You 53 % der Stimmen auf sich vereinen konnte und damit gewann.[28]

Deutschland

Am 15. Juni 2011 wurde offiziell eine weitere Zusammenarbeit zwischen der ARD und ProSieben für die deutsche Vorentscheidung zum Song Contest angekündigt. Der Beitrag wurde über das Casting-Format Unser Star für Baku ermittelt.[29] Nach dem Abgang von Stefan Raab[30] konnte Thomas D als Präsident der Fachjury gewonnen werden.[31]

Österreich

In Österreich lief die Vorausscheidung unter dem Titel Österreich rockt den Song Contest als Kooperation des Fernsehsenders ORF eins und des Radiosenders Ö3. Von den zehn Teilnehmern wurden acht von einer Ö3-Jury bereits im Vorfeld ausgewählt. Einen weiteren Startplatz erhielt die Band aus der Castingshow Blockstars – Sido macht Band, zudem konnten sich Interessierte um eine Wild-Card bewerben. Aus der Vorausscheidung ging am 24. Februar 2012 die Band Trackshittaz hervor, die sich im Stechen gegen Conchita Wurst durchsetzen konnten – Trackshittaz belegte im Halbfinale 1 schließlich den letzten Platz.

Schweiz

Beim Schweizer Vorentscheid am 10. Dezember 2011 konnte sich die Tessiner Band Sinplus mit ihrem Lied Unbreakable durchsetzen. Die 88-jährige Sängerin Lys Assia, die Gewinnerin des ersten Eurovision Song Contests im Jahr 1956, belegte mit dem von Ralph Siegel komponierten Lied C’était ma vie den 8. Platz.[32]

Andere Länder

Die folgende Tabelle zeigt, in welchem Modus die restlichen Teilnehmerländer die Auswahl ihres Interpreten und Liedes vorgenommen haben.[33]

Land Nationaler Vorentscheid
Albanien Albanien Festivali i Këngës 2011
Aserbaidschan Aserbaidschan Milli Seçim Turu 2012
Belarus Belarus Eurofest 2012
Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina interne Auswahl
Bulgarien Bulgarien Bylgarskata pesen za Evroviziya 2012
Danemark Dänemark Dansk Melodi Grand Prix 2012
Estland Estland Eesti Laul 2012
Finnland Finnland Uuden Musiikin Kilpailu 2012
Frankreich Frankreich interne Auswahl
Georgien Georgien Nationaler Vorentscheid
Griechenland Griechenland Ellinikós Telikós 2012
Irland Irland Eurosong 2012
Island Island Söngvakeppnin 2012
Israel Israel interne Auswahl
Italien Italien Sanremo-Festival 2012
Kroatien Kroatien interne Auswahl
Lettland Lettland Eirodziesma 2012
Litauen Litauen Eurovizijos 2012
Malta Malta Malta Eurovision Song Contest 2012
Mazedonien 1995 Mazedonien interne Auswahl
Moldau Republik Moldau O Melodie Pentru Europa 2012
Montenegro Montenegro interne Auswahl
Niederlande Niederlande Nationaal Songfestival 2012
Norwegen Norwegen Melodi Grand Prix 2012
Portugal Portugal Festival da Canção 2012
Rumänien Rumänien Selecția Națională 2012
Russland Russland Evrovidenie 2012
San Marino San Marino interne Auswahl
Schweden Schweden Melodifestivalen 2012
Serbien Serbien interne Auswahl
Slowakei Slowakei interne Auswahl
Slowenien Slowenien Misija Evrovizija 2012
Spanien Spanien Eurovisión: Pastora Soler
Turkei Türkei interne Auswahl
Ukraine Ukraine Evrobachennya 2012 - Natsionalyni vidbir
Ungarn Ungarn A Dal 2012
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich interne Auswahl
Zypern Republik Zypern A Song for Ivi

Änderungen beim Televoting

Ende Juni 2011 wurde für 2012 eine erneute Änderung des Abstimmungsmodus per Telefon bekannt gegeben: Wie zuletzt 2009 wurden die Telefonleitungen für die Abstimmung erst nach dem Vortrag des letzten Titels geöffnet, das Zeitfenster für die Abstimmung betrug wie damals 15 Minuten.

Übertragung

Deutschland

Das erste Halbfinale wurde am 22. Mai 2012 live im Spartenkanal Einsfestival[34] übertragen und ab Mitternacht noch einmal im NDR Fernsehen wiederholt. Das zweite Halbfinale, in welchem auch Deutschland stimmberechtigt war, wurde vom Spartenkanal Phoenix[34] übertragen und ab 23:00 Uhr von Einsfestival wiederholt. Der Countdown zum Finale und die Nachfeier am Finaltag wurde von Judith Rakers[35] moderiert. Die deutschen Punkte wurden während der Punktevergabe von Anke Engelke[36] nach Baku durchgegeben. Somit waren alle drei Moderatoren des letztjährigen Eurovision Song Contest auch in diesem Jahr als Juror des Vorentscheids (Stefan Raab), Moderatorin des Countdowns (Judith Rakers) oder bei der deutschen Punktevergabe (Anke Engelke) am Contest beteiligt. Die deutsche Jury bestand aus Anke Engelke, Mieze Katz von MIA., Tim Bendzko, Sabine Heinrich und Ben.[37] Im Internet waren sowohl das Finale als auch die beiden Halbfinale via Webstream auf eurovision.de (deutsch) und auf eurovision.tv (englisch) zu sehen. Im Hörfunk übertrug 1 Live das zweite Halbfinale und hr3, N-Joy sowie NDR 2 übertrugen ab 21:00 Uhr das Finale mit Tim Frühling und Thomas Mohr als Kommentatoren.[38]

Übertragungen im deutschen Rundfunk
Datum Sendung Uhrzeit Fernsehsender Moderation/Kommentar Einschaltquote
Gesamt der 14- bis 49-Jährigen
22. Mai 2012 1. Halbfinale 21:00 Uhr [34] Kommentator: Peter Urban
24. Mai 2012 2. Halbfinale 21:00 Uhr [34] 0,47 Mio. 01,9 %[39] 0,35 Mio. 03,4 %[39]
26. Mai 2012 Countdown für Baku 20:15 Uhr Moderatorin: Judith Rakers[35] 3,20 Mio. 14,8 %[40] 1,59 Mio. 21,5 %
Finale 21:00 Uhr Kommentator: Peter Urban
Deutsche Punktevergabe: Anke Engelke[36]
8,29 Mio. 36,6 %[40] 4,11 Mio. 43,6 %
Grand Prix Party 00:24 Uhr Moderatorin: Judith Rakers[35] 2,76 Mio. 28,2 % 1,49 Mio. 30,1 %

Schweiz

Im deutschsprachigen Teil der Schweiz wurden das erste Halbfinale und das Finale auf SF zwei übertragen. Kommentator war Sven Epiney. Im französischsprachigen Teil des Landes wurden diese zwei Veranstaltungen auf RTS Deux mit Kommentar von Jean-Marc Richard und Nicolas Tanner gesendet. Im italienischsprachigen Teil wurden das erste Halbfinale auf RSI LA 2 und das Finale auf RSI LA 1 ausgestrahlt, kommentiert von Clarissa Tami und Paolo Meneguzzi. Das zweite Halbfinale wurde von keinem Schweizer Sender übertragen. Die Schweizer Punktevergabe verkündete die SF-Moderatorin Sara Hildebrand.

Österreich

In Österreich wurden beide Halbfinale und das Finale mit Kommentar von Andi Knoll – während des Finales von Lukas Plöchl unterstützt – auf ORF eins gezeigt. Nach zehnjähriger Abstinenz kommentierten auch Stermann und Grissemann das Finale als Alternative im Zweikanalton und auf FM4. Kati Bellowitsch verkündete beim Finale die österreichischen Punkte. Dominic Heinzl führte zuvor zur Einstimmung durch ein Society-Magazin.

Albanien

Die EBU erlaubte dem nationalen albanischen Fernsehsender RTSH, das Halbfinale mit Rona Nishliu nicht live im Fernsehen zu übertragen, da der 22. Mai nach einem schweren Busunfall zum nationalen Trauertag erklärt worden war. Für die Punktevergabe wurden nur die Stimmen der Jury gewertet.[41]

Produktionspartnerschaft

Der Host Broadcaster İctimai TV verpflichtete die deutsche Produktionsfirma Brainpool mit der technischen Umsetzung der Veranstaltung. Brainpool zeichnete bereits 2011 für die Produktion des ESC in Düsseldorf verantwortlich. Wie der ausführende Produzent Adil Karimli mitteilte, sei man von der damaligen „exzellenten Ausführung“ überzeugt gewesen. Daher habe man sich auch 2012 für Brainpool als Produktionspartner entschieden.[42] Um eine reibungslose Umsetzung der Sendung in Baku gewährleisten zu können, wurde hierfür nahezu sämtliches technische Equipment wie Kameras, Sende- und Aufzeichnungstechnik aus Deutschland angeliefert.

Politisches und Menschenrechte

Im Zusammenhang mit den Bautätigkeiten für den Eurovision Song Contest in Baku soll es zu Menschenrechtsverletzungen gekommen sein.[43] Human Rights Watch berichtet, dass Häuser und Wohnungen rechtswidrig enteignet und geräumt wurden, manchmal ohne Vorwarnung und nachts. Eigentümer, die ihre Wohnungen nicht verlassen wollten, seien zur Räumung gezwungen worden, indem ihnen Wasser und Strom abgestellt und sogar die Fenster entfernt wurden. Auch sollen Häuser abgerissen worden sein, bevor sie von den Bewohnern geräumt werden konnten. Zudem seien die von der Regierung geleisteten Kompensationszahlungen ungenügend, sofern sie überhaupt erfolgten.[44]

Amnesty International rief anlässlich des Eurovision Song Contests zu Appellschreiben an den Präsidenten Aserbaidschans auf, um die Freilassung politischer Gefangener zu bewirken.[45]

In Anlehnung an das Motto „Light Your Fire!“ skandierten in Baku Demonstranten für politische Reformen unter dem Motto „Fight Your Liar!“ (deutsch: „Bekämpft euren Lügner!“).[46]

Bei einer Demonstration vor dem Finale des Eurovision Song Contest in Aserbaidschan sind nach Angaben der Opposition mehr als 60 Menschen festgenommen worden. Wie das Bündnis Public Chamber aufführte, wurden rund zehn Demonstranten verletzt. Auf einer belebten Promenade in der Hauptstadt Baku hatten sich am 25. Mai 2012 Dutzende Menschen versammelt und „Freiheit!“ gerufen.[47]

Als einzige der 42 Jurysprecher und -sprecherinnen nutzte Anke Engelke die Aufmerksamkeit des Millionenpublikums im Finale, um deutlich auf die Menschenrechtslage in Aserbaidschan aufmerksam zu machen. In der Livesendung sagte sie zu Beginn der deutschen Punkteverkündung: „Tonight, nobody could vote for their own country, but it is good to be able to vote and it is good to have a choice. Good luck on your journey, Azerbaijan. Europe is watching you.“ (deutsch: „Heute Abend konnte niemand für sein eigenes Land abstimmen, aber es ist gut, wählen zu können, und es ist gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf deinem Weg, Aserbaidschan. Europa schaut auf dich.“)[48]

Am 7. März 2012 sagte Armenien seine Teilnahme in Baku ab. Als Begründung für den Boykott nannte das Staatsfernsehen in einem Statement Äußerungen des aserbaidschanischen Präsidenten, wonach dieser Armenier in aller Welt als Hauptfeinde Aserbaidschans bezeichnet habe – obwohl die dortigen Behörden versprochen hätten, die Sicherheit aller Teilnehmerländer zu garantieren.[49]

Der Nachbarstaat Iran bezeichnete den Eurovision Song Contest als Beleidigung für den Islam und zog aus Protest gegen die westliche Orientierung Aserbaidschans seinen Botschafter aus Baku ab.[50]

Siehe auch

Commons: Eurovision Song Contest 2012 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. eurovision.tv
  2. Live Report from the First Semi-Final Dress Rehearsal
  3. eurovision.de: Wiedersehen mit Lena und Alexander in Baku (Memento vom 14. Mai 2012 im Internet Archive)
  4. Emin: Akribische Vorbereitung auf den Eurovision Song Contest (Memento vom 15. Februar 2015 im Internet Archive)
  5. eurovision.tv
  6. The Organisers of the Eurovision Song Contest: What’s Up? eurovision.tv, 12. Mai 2011, abgerufen am 15. Mai 2011 (englisch).
  7. Ell und Nikki im Glück. eurovision.de, abgerufen am 15. Mai 2011.
  8. Auf nach Baku!, (Memento vom 2. September 2013 im Internet Archive) Eurovision-Blog (NDR) am 15. Mai 2011.
  9. abc.az #54165 (Memento vom 17. August 2011 im Internet Archive)
  10. anspress.com #100849 (Memento vom 6. Oktober 2011 im Internet Archive)
  11. abc.az #54292 (Memento vom 22. Mai 2011 im Internet Archive)
  12. abc.az #56104 (Memento vom 9. September 2011 im Internet Archive)
  13. a b Jens Maier: Die Arena, die niemand fotografieren darf. In: Stern.de. 7. Mai 2012, abgerufen am 11. Mai 2015.
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  23. Eurovision 2012 Split Jury-televote Results Revealed. eurovision.tv, 18. Juni 2012, abgerufen am 22. August 2012 (englisch).
  24. (http://www.eurovision.tv/page/news?id=47293&_t=litesound_as_new_belarusian_representative_in_baku/)
  25. Sanjay Jiandani: The social network song. San Marino: Valentina Presents Her Song for Baku! In: ESCToday. 22. März 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 30. April 2012; abgerufen am 24. März 2012.
  26. Archivlink (Memento vom 30. Mai 2012 im Internet Archive)
  27. Winners of the Marcel Bezençon Awards 2012. eurovision.tv, 27. Mai 2012, abgerufen am 30. Mai 2012 (englisch).
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  29. unser-star-fuer-baku (Memento vom 18. Juni 2011 im Internet Archive)
  30. Stefan Raab macht Schluss, Spiegel Online am 19. Mai 2011.
  31. Thomas D. wird als Jurypräsident bekannt gegeben, DWDL am 15. Juni 2011.
  32. Eurovision.de: Lys Assia fährt nicht nach Baku (Memento vom 19. Februar 2012 im Internet Archive)
  33. [1]
  34. a b c d Halbfinale wandern wieder in die zweite Reihe auf dwdl.de
  35. a b c Rakers folgt auf Opdenhövel bei ESC-Party
  36. a b Anke Engelke ist deutsche Punkte-Fee (Memento vom 23. Mai 2012 im Internet Archive)
  37. Eurovision.de: Wer vergibt die Punkte aus Deutschland?
  38. hr3: Eurovision Song Contest 2012 (Memento vom 27. Mai 2012 im Webarchiv archive.today)
  39. a b Meedia-Quotenanalyse: Donnerstag, 26. Mai 2012@1@2Vorlage:Toter Link/meedia.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche in Webarchiven)
  40. a b Primetime-Check: Samstag, 26. Mai 2012
  41. Albania to Broadcast Tonight’s Semi-Final Deferred. 22. Mai 2012, abgerufen am 25. Mai 2012 (englisch).
  42. Brainpool wird Produktionspartner den ESC 2012 auf dwdl.de
  43. Christof Siemes: Böse Lieder. Der Schlagerwettbewerb und die Menschenrechte in Aserbaidschan. In: Die Zeit, Nr. 7/2012
  44. Aserbaidschan: Zwangsräumung zur Stadtverschönerung. Wohnungen geräumt im Vorfeld des Eurovision Song Contest 2012. Human Rights Watch, 29. Februar 2012, abgerufen am 6. März 2012.
  45. Kampagnenseite von Amnesty International. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. Mai 2012; abgerufen am 13. Mai 2012.
  46. Kampf um Punkte und Freiheitsrechte (Memento vom 30. Mai 2012 im Internet Archive) auf news.de, abgerufen am 25. Mai 2012.
  47. 60 Demonstranten in Baku festgenommen. Abgerufen am 29. Mai 2012.
  48. ESC: Schweden siegt, Lob wacker, Engelke politisch. DWDL.de; abgerufen am 27. Mai 2012.
  49. Armenien boykottiert Eurovision Song Contest. Spiegel Online
  50. Iran wirft Aserbaidschan Beleidigung des Islam vor. Spiegel Online