Gran Premio di Lugano (Einzelzeitfahren)

Gran Premio di Lugano
Austragungsland Schweiz Schweiz
Austragungszeitraum 1950–1979
Gesamtlänge 75–77 km
   

Der Gran Premio di Lugano war ein Schweizer Wettbewerb im Strassenradsport und wurde als Einzelzeitfahren für Berufsfahrer ausgetragen.

Geschichte

Der Gran Premio di Lugano wurde 1950 begründet und bis 1979 veranstaltet. Es war ein Einladungsrennen, bei dem in der Regel die besten Zeitfahrer der jeweiligen Saison am Start waren.[1] Seit 1981 wird unter diesem Namen ein Eintagesrennen veranstaltet.[2]

Der Kurs des Grand Premio führte entlang des Luganersees im Kanton Tessin mit Start und Ziel in Lugano.[3] Das Rennen hatte 27 Ausgaben und fand zum Saisonende im Oktober statt. Der Gran Premio di Lugano war mit dem Grand Prix des Nations und dem Grand Prix von Castrocaro Terme eines der wichtigsten Zeitfahren im Radsport in jener Zeit. Zur Premiere trug das Rennen den Zusatz „Grand Prix Vanini“ im Namen. Erfolgreichster Fahrer war Jacques Anquetil mit sieben Siegen.

Palmarès

Jahr Sieger Zweiter Dritter
1950 Schweiz Ferdy Kübler Italien Fausto Coppi Schweiz Hugo Koblet
1951 Italien Fausto Coppi Schweiz Hugo Koblet Schweiz Ferdy Kübler
1952 Italien Fausto Coppi Italien Giancarlo Astrua Frankreich Louison Bobet
1953 Frankreich Jacques Anquetil Italien Pasquale Fornara Schweiz Ferdy Kübler
1954 Frankreich Jacques Anquetil Italien Pasquale Fornara Frankreich Isaac Vitré
1955 Schweiz Rolf Graf Italien Aldo Moser Belgien Jean Brankart
1956 Italien Fausto Coppi Schweiz Rolf Graf Frankreich Albert Bouvet
1957 Italien Ercole Baldini Italien Aldo Moser Italien Fausto Coppi
1958 Frankreich Jacques Anquetil Frankreich Gérard Saint Belgien Gilbert Desmet
1959 Frankreich Jacques Anquetil Italien Ercole Baldini Schweiz Alcide Vaucher
1960 Frankreich Jacques Anquetil Belgien Gilbert Desmet Italien Ercole Baldini
1961 Frankreich Jacques Anquetil Schweiz Rolf Graf Niederlande Jan Hugens
1962 Schweiz Rolf Graf Italien Ercole Baldini Belgien Ferdinand Bracke
1963 Frankreich Raymond Poulidor Belgien Ferdinand Bracke Frankreich Jean-Claude Lebaube
1964 Belgien Ferdinand Bracke Italien Gianni Motta Deutschland Rudi Altig
1965 Frankreich Jacques Anquetil Italien Gianni Motta Schweiz Robert Hagmann
1966 Italien Vittorio Adorni Italien Felice Gimondi Frankreich Jacques Anquetil
1967 Italien Felice Gimondi Frankreich Bernard Guyot Schweiz Robert Hagmann
1968 Belgien Eddy Merckx Italien Felice Gimondi Deutschland Rudi Altig
1969 Deutschland Rudi Altig Danemark Ole Ritter Belgien Herman Van Springel
1970 Danemark Ole Ritter Schweden Gösta Pettersson Schweden Tomas Pettersson
1971 Spanien Luis Ocaña Schweden Gösta Pettersson Belgien Herman Van Springel
1972 Italien Felice Gimondi Belgien Roger Swerts Danemark Ole Ritter
1973 nicht ausgetragen
1974 Danemark Ole Ritter Italien Francesco Moser Belgien Roger De Vlaeminck
1975 Niederlande Roy Schuiten Italien Francesco Moser Belgien Freddy Maertens
1976 nicht ausgetragen
1977 nicht ausgetragen
1978 Niederlande Joop Zoetemelk Italien Francesco Moser Schweden Bernt Johansson
1979 Frankreich Michel Laurent Schweiz Josef Fuchs Schweiz Daniel Gisiger

Einzelnachweise

  1. Paul Bering, Albert van Laethen: Le Cyclisme. Brüssel 1955, S. 113 (französisch).
  2. Harry Van den Bremt, Rene Jacobs: Velo Plus. Velo, Dendermonde 1988, S. 212 (französisch).
  3. Deutscher Radsport-Verband der DDR (Hrsg.): Der Radsportler. Nr. 34/1970. Berlin 1970, S. 9.