Stavros Dimas [ˈstavrɔs ˈðimas] (griechisch Σταύρος Δήμας; * 30. April 1941 in Athen) ist ein griechischer Politiker und ehemaliger EU-Kommissar für Umweltpolitik.
Leben
Dimas studierte Jura an der Universität Athen und der New York University. Er arbeitete zunächst in einem Anwaltsbüro an der Wall Street und danach für die Weltbank.
Politik
Seit 1977 war er in der griechischen Politik für die Nea Dimokratia tätig. Er hatte verschiedene Ministerämter inne wie Handel (1980–1981), Landwirtschaft (1989–1990) und Industrie (1990–1991).
Vom 11. November 2011 bis 16. Mai 2012 war Dimas Außenminister in der Übergangsregierung von Loukas Papadimos.
Am 9. Dezember 2014 wurde er von Ministerpräsident Andonis Samaras (Kabinett Samaras) als Kandidat für die Präsidentschaftswahl vorgeschlagen. Er verfehlte jedoch in drei Wahlgängen im griechischen Parlament am 17.[1], 23.[2] und 29. Dezember 2014[3] die nach der Verfassung erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln bzw. im dritten Wahlgang 60 % der Stimmen, weshalb Parlamentsneuwahlen notwendig wurden.[3]
Karriere in der Europäischen Union
Im März 2004 folgte er Anna Diamantopoulou als EU-Kommissar für Arbeit und Soziales nach (Kommission Prodi, bis November 2004). Von 2004 bis Februar 2010 leitete er das Umweltressort in der Kommission Barroso I. Zuständig war er für Erneuerbare Energien, Lärmreduzierung, Klimaschutz, Biotechnologie und die Wirtschaftlichkeit von Umweltmaßnahmen.
Als Kommissar setzte er unter anderem durch, dass in der Lissabon-Agenda zur Wettbewerbsfähigkeit der EU Nachhaltigkeit und Umweltschutz anerkannt wurden. Zudem hat die EU-Kommission grundsätzlich den Umweltschutz als notwendig für langfristigen Wohlstand anerkannt.
Dimas kritisierte 2007 die deutsche Klimapolitik: Deutschland habe seine Vorreiterrolle in diesem Bereich an Länder wie das Vereinigte Königreich und Schweden verloren.[4] In den Jahren darauf kam es in Deutschland zu einem enormen Zubau an Windrädern und Photovoltaikanlagen (siehe z. B. Erneuerbare Energien#Deutschland).
Im 2008 setzte er ein Import- und Handelsverbot für Produkte, welche aus Robben hergestellt werden, für die EU durch. Kritisiert hatte Dimas die grausame Art mit welcher die Robben getötet werden.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ spiegel.de
- ↑ spiegel.de
- ↑ a b spiegel.de 29. Dezember 2014: Dimas scheitert erneut - Neuwahlen Anfang 2015
- ↑ focus.de 3. Februar 2007: EU-Kommissar ermahnt Deutschland. Nach Veröffentlichung des 4. Sachstandsberichts des IPCC forderte er Deutschland zu größeren Anstrengungen beim Klimaschutz auf.
Ministerpräsident:
Konstantinos Mitsotakis
Stellvertretende Ministerpräsidenten: Tzannis Tzannetakis, Athanasios Kanellopoulos (bis 21. Februar 1992)
Minister:
Außenminister: Andonis Samaras ab 14. April 1992: Konstantinos Mitsotakis ab 7. August 1992: Michalis Papakonstantinou
Verteidigungsminister: Ioannis Varvitsiotis
Minister beim Ministerpräsidenten: Miltiadis Evert ab 31. Oktober 1991: Sotirios Kouvelas
Wirtschaftsminister: Georgios Souflias ab 1. Oktober 1990: Konstantinos Mitsotakis ab 8. August 1991: Efthymios Christodoulos ab 17. Februar 1992: Stefanos Manos ab 7. August 1992:
Finanzminister: Ioannis Paleokrassas ab 7. August 1992: Stefanos Manos
Innenminister: Sotirios Kouvelas ab 8. August 1991: Nikolaos Kleitos ab 3. Dezember 1992: Ioannis Kefalogiannis ab 14. September 1993: Ioannis Georgakis
Minister für Öffentliche Ordnung: Ioannis Vasiliadis ab 8. August 1991: Theodoros Agnostopoulos ab 3. Dezember 1992: Nikolaos Gelestathis ab 14. September 1993: Dimitrios Manikas
Kulturminister: Tzannis Tzannetakis ab 8. August 1991: Anna Psaroula-Benaki ab 7. Dezember 1992: Dora Bakogianni
Landwirtschaftsminister: Michalis Papakonstantinou ab 8. August 1991: Sotirios Kouvelas ab 31. Oktober 1991: Sotirios Chatzigakis ab 27. November 1992: Christos Koskinas
Justizminister: Athanasios Kanellopoulos ab 8. August 1991: Michalis Papakonstantinou ab 7. August 1992: Ioannis Varvitsiotis ab 3. Dezember 1992: Anna Psaroula-Benaki ab 14. September 1993: Georgios Plagianakos
Minister für Nationale Bildung und Religiöse Angelegenheiten: Vasilios Kondogiannopoulos ab 10. Januar 1991: Georgios Souflias
Arbeitsminister: Aristidis Kalantzakos
Minister für Gesundheit und Soziale Sicherheit: Marietta Giannakou ab 8. August 1991: Georgios Sourlas ab 3. Dezember 1992: Dimitrios Sioufas
Minister für Industrie, Energie und Technologie bis 8. August 1991: Handelsminister bis 8. August 1991: Athanasios Xarchas
Minister für Handel, Industrie, Energie und Technologie ab 8. August 1991: Andreas Andrianopoulos ab 7. August 1992: Ioannis Paleokrassas ab 3. Dezember 1992: Vasilios Kondogiannopoulos
Minister für Transport und Kommunikation: Nikolaos Gelestathis ab 3. Dezember 1992: Theodoros Anagostopoulos
Handelsmarineminister: Konstantinos Mitsotakis ab 1. Oktober 1990: Aristotelis Pavlidis ab 3. Dezember 1992: Alexandros Papadongas
Ägäisminister: Georgios Misailidis ab 8. August 1991: Konstantinos Mitsotakis
Minister für Umwelt, Raumordnung und öffentliche Arbeiten: Stefanos Manos ab 8. August 1991: Achilleas Karamanlis
Minister für Makedonien und Thrakien: Georgios Tzitzikostas ab 8. August 1991: Panagiotis Chatzinikolaou |
Tourismusminister Georgios Souflias ab Mai 1990: Ioannis Kefalogiannis |
Staatsminister ab 7. August 1992: Andreas Andrianopoulos |
Minister ohne Geschäftsbereich: Ioannis Kefalogiannis