Die Burgen der vier Haymonskinder bei Spaa

CCCCLIV. Der Aetna und Catanea Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Zehnter Band (1843) von Joseph Meyer
CCCCLV. Die Burgen der vier Haymonskinder bei Spaa
CCCCLVI. Turin
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DIE BURGEN DER VIER HAIMONSKINDER

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CCCCLV. Die Burgen der vier Haymonskinder bei Spaa.




Unfern des freundlichen Kurorts Spaa in Belgien, bei dem Dörfchen Amblevé, ragen aus dem Hochwald ein Paar Felshäupter mit Ruinen. Fast verwittert ist das alte Gemäuer und unscheinbar: aber kein Wanderer mit einem deutschen Herzen zieht vorüber, ohne sie mit dem lebhaftesten Interesse zu betrachten: denn dort oben wohnten die ritterlichen Brüder, die Söhne Haymons, deren Thaten und Abenteuer ihn schon in der Kinderstube ergötzten und welche das Volksbuch, „die vier Haymonskinder,“ seit Jahrhunderten allem Volke erzählt hat. Große Höhlen befinden sich in der Nähe der Felsen, auf welchen das Gemäuer steht; Keiner wagt sich hinein, denn böse Geister, so fabelt der Volksglaube, treiben darin ihr Wesen. Nachgrabungen, die vor einigen Jahren in den Ruinen versucht wurden, ergaben mancherlei Funde an altdeutschen Waffen, Armringen etc., und bestätigen das hohe Alter, welches die Tradition diesen merkwürdigen Trümmern zuschreibt.