Herbei Kunstgenossen zum frohen Gesang



[1]
Mel.: Frisch auf Kameraden, auf´s Pferd etc.

Herbei, Kunstgenossen zum frohen Gelag,
     Laßt Toaste an Lieder sich reihen.
Es gilt zu feiern am heutigen Tag
     Der Kunsthütte frohes Gedeihen.
Es fülle der Mundschenk Humor den Pokal,
Es perle der Wein beim duftenden Mahl.

Gar Mancher Stürme droh´nde Gefahr,
     Hat unsere Hütte erfahren,
Doch feste hat sie gestanden fürwahr,
     Das Geschick mög´ sie ferner bewahren
Bis stattlich sie einst ersteh´ zum Palast
Der die zahlreiche Menge der Mitglieder fast.

Damit sich erfülle, was lang wir erstrebt,
     Laßt fürder die Kräfte nicht wanken;
Zur Wahrheit wird werden, was uns lebt,
     Zur That unsre kühnsten Gedanken.
Nur muthig gesteuert, wir kommen zum Ziel,
Und sehen wir auch der Wogen noh viel.

Es helfe, was immer nur helfen kann,
     Die Steine zusammen tragen;
Wir heißen willkommen gern Jedermann,
     Der am Bauen findet Behagen.
So lange der Mensch noch schaffend strebt,
Der Hoffnung Strahl die Brust ihm erhebt.

[2]

Vor allem ihr Künstler mit kundiger Hand
     Führt das Kindlein Kunsthütte durchs Leben.
Und wer sich sonst fühlet der Kunst verwandt
     Mag fern´res Geleit ihr geben.
Bis das es erreicht das ersehnte Ziel.
In unseren Mauern ein würdig Asyl.

Nun erhebet die Gläser zu hellem Klang
     Stoßt an auf das Wohl der Kunsthütte
Wir weihen ihr mit vereintem Gesang
     Ein dreifach Hoch nach der Sitte.
So leb´ und blühe sie immerdar
Wie heute, noch manches fernere Jahr.
 – G. –







Druck von Wilhelm Adam in Chemnitz.