Im Traum sah ich die Geliebte

« Wie der Mond sich leuchtend dränget Buch der Lieder (1827) Theurer Freund! Was soll es nützen »
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[218]

XLI.

     Im Traum sah ich die Geliebte,
Ein banges, bekümmertes Weib,
Verwelkt und abgefallen
Der sonst so blühende Leib.

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     Ein Kind trug sie auf dem Arme,

Ein andres führt sie an der Hand,
Und sichtbar ist Armuth und Trübsal
Am Gang und Blick und Gewand.

     Sie schwankte über den Marktplatz,

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Und da begegnet sie mir,

Und sieht mich an, und ruhig
Und schmerzlich sag’ ich zu ihr:

     [219] Komm mit nach meinem Hause,
Denn du bist blaß und krank;

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Ich will durch Fleiß und Arbeit

Dir schaffen Speis’ und Trank.

     Ich will auch pflegen und warten
Die Kinder, die bei dir sind,
Vor Allem aber dich selber,

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Du armes, unglückliches Kind.


     Ich will dir nie erzählen,
Daß ich dich geliebet hab’,
Und wenn du stirbst, so will ich
Weinen auf deinem Grab.