In stiller, wehmuthweicher Abendstunde

« Im Hirn spukt mir ein Mährchen wunderfein Buch der Lieder (1827) Du gabst, als ich vor’m Jahr dich wiederblickte »
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V.

In stiller, wehmuthweicher Abendstunde,
     Umklingen mich die längst verscholl’nen Lieder,
     Und Thränen rollen von der Wange nieder,
     Und Blut entquillt der alten Herzenswunde.

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Und wie in eines Zauberspiegels Grunde

     Seh’ ich das Bildniß meiner Liebsten wieder;
     Sie sitzt am Arbeitstisch’, im rothen Mieder,
     Und Stille herrscht in ihrer heilgen Runde.
Doch plötzlich springt sie auf vom Stuhl und schneidet

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     Von ihrem Haupt die schönste aller Locken,

     Und giebt sie mir, – vor Freud bin ich erschrocken!
Mephisto hat die Freude mir verleidet.
     Er spann ein festes Seil von jenen Haaren,
     Und schleift mich dran herum seit vielen Jahren.