Künstlers Kriegslied


[1]
IV.


Künstler’s Kriegslied.


Mel.: Ein’ Heller und ein’ Batzen etc.

Ich bin ein lust’ger Kämpe,
     Ein Feldherr ohne Geld;
Doch reicher als ein König,
     Denn mir gehört die Welt.
Juchheidi, Juchheida, vallera, juchei!
     Doch reicher als ein König,
     Denn mir gehört die Welt.

Was ich nicht kann erobern,
     Daran ist nicht verlor’n;
D’ran möge sich ein Krämer
     Verdienen seine Spor’n.
Juchheidi, Juchheida, vallera, juchei!
     D’ran möge sich ein Krämer
     Verdienen seine Spor’n.

Mit meinen schnellen Truppen
     Rück’ ich vergnügt in’s Feld,
Sie haben als Ideen
     Freiwillig sich gestellt.
Juchheidi, Juchheida, vallera, juchei!
     Sie haben als Ideen
     Freiwillig sich gestellt.

An groß und kleinen Siegen
     Die mir die Kunst gewann,
Hängt weder Blut noch Thränen,
     Nur eitel Freude d’ran.
Juchheidi, Juchheida, vallera, juchei!
     Hängt weder Blut noch Thränen,
     Nur eitel Freude d’ran.

[2]

Zu meinem Arsenale
     Brauch’ ich kein großes Haus;
Mit Pinsel, Meisel, Zirkel
     Und Bleistift komm’ ich aus.
Juchheidi, Juchheida, vallera, juchei!
     Mit Pinsel, Meisel, Zirkel
     Und Bleistift komm’ ich aus.

Und wenn ich matt vom Kampfe
     Und heißem Wettlauf ruh’.
Dann schwing ich froh den Becher
     Und sing ein Lied dazu.
Juchheidi, Juchheida, vallera, juchei!
     Dann schwing ich hoch den Becher
     Und sing ein Lied dabei.

Und hab’ ich keine Schätze,
     Ist doch ein Schätzchen mein,
Nickt freundlich mir vom Spiegel
     Im vollen Glase Wein.
Juchheidi, Juchheida, vallera, juchei!
     Nickt freundlich mir vom Spiegel
     Im vollen Glase Wein.




Druck von G. A. Liebscher in Chemnitz.