Meißner Künstler:Bernhard Schröter

David Schreier Lebensläufe Meißner Künstler (1888) von Wilhelm Loose
Bernhard Schröter
Georg Schubert
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[82] Bernhard Schröter,[1] Sohn des Photographen Schröter, wurde am 1. Oktober 1848 in Meißen geboren. 1864 bezog er die Dresdner Akademie und 1869 die Kunstschule zu Weimar, an welcher er in der Malklasse des belgischen Malers Professor Charles Verlat am Unterrichte teilnahm. 1870 verließ er Weimar, lebte kurze Zeit in Dresden, um in der Gemäldegalerie zu kopieren, und kehrte dann nach Meißen zurück, woselbst er bis 1873 blieb. Es entstanden in jener Zeit folgende Ölbilder: „Was weben die dort um den Rabenstein“ Scene aus Faust, „Mondlandschaft an der Elbe“, „Schmugglerbande“, „Landsknecht auf der Wacht“, das Porträt einer Meißnerin u. a. 1873 kopierte er wiederum in der Dresdner Galerie und trat dann ins Atelier des Professor Hübner ein, bei dem er bis 1877 blieb. Damals malte er folgende Bilder: „Edelknecht“, wofür er die silberne Medaille erhielt, „Landsknechte am Brunnen“, ausgezeichnet mit der großen silbernen Medaille, „Ansicht von Meißen“ auf Bestellung des Rechnungsrates Seidler in Potsdam, „Hans Sachs [83] in seinem Garten“, „Quellennymphe“, Aquarellen und kleinere Stimmungsbilder. Ein größeres Ölbild „Ein Fähnlein Knechte“ blieb unvollendet. 1877 ging Schröter nach Meißen zurück und widmete sich in der Hauptsache dem photographischen Geschäfte seines Vaters, malte daneben aber eine Anzahl Porträts zum größten Teil für Meißner Familien und kleine Stimmungsbilder, u. a. Haidelandschaft, Abendlandschaft, Motiv aus dem 30jährigen Kriege.


  1. Nach eigenen Mitteilungen des Künstlers.