Meißner Künstler:Gottlob Ernst Matthäi

Karl Ludwig Matthäi Lebensläufe Meißner Künstler (1888) von Wilhelm Loose
Gottlob Ernst Matthäi
Johann Karl Maucksch
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[65] Der dritte Sohn, Gottlob Ernst Matthäi,[1] ist gleichfalls zu Meißen den 14. Juni 1779 geboren. Er wurde Bildhauer wie sein Vater. Seit 1805 war er in Rom Thorwaldsens Schüler. Er arbeitete dort u. a. ein in Gips gegossenes Relief „Iris, wie sie dem Priamus als Trösterin erscheint“. In dem Dresdner Salon 1807 fand dasselbe eben solche Anerkennung, wie vier Köpfe nach der Antike: Minerva, Sappho, Melpomene und Isis. 1827 vollendete er ein Modell für die Anatomie des Pferdes (vgl. Erklärung der Muskeln und Basreliefs an E. Matthäis Pferdemodell von Sailer und Bötticher). Die Venus in einer Muschel auf dem Rosenstein bei Stuttgart ist aus seinen späteren Arbeiten noch hervorzuheben; auch fertigte er die Modelle der Figuren für den schönen Kamin im Grünen Gewölbe in Dresden. [66] Er starb am 19. April 1842 als Inspektor des Königl. Museums der Gipsabgüsse und als Ehrenprofessor der Akademie zu Rom.


  1. So seine Namen im Taufregister der Stadtkirche z. g. J. Meusel, Archiv 2, 3, 111. Füßli, Künstlerlexikon 1, 798. Nagler 8, 451 (mehrfach falsche Angaben). Hagen, die deutsche Kunst in unserm Jahrh. 1857. 2, 137. Müller, die Künstler aller Zeiten und Völker 3, 45. Allgemeine deutsche Biographie 20, 606.