Meißner Künstler:Hans Wiedewelt
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[93] Hans Wiedewelt[1] ist nach Füßlis und Naglers Angaben in Meißen 1646 geboren. Wenn auch dieses Jahr durch die Taufregister der Stadtkirche keine Bestätigung findet, so ist damit doch nicht ausgeschlossen, daß Wiedewelt ein Meißner sein kann, da für Meißen und seine Vororte noch andere Kirchspiele in Betracht kommen, deren Register aber nicht immer vollständig erhalten sind. Der Familienname Widuwilt und in der abgekürzten Form Wiwild findet sich bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts hier nicht selten. Hans Wiedewelt war Baumeister und kam 1670 nach Kopenhagen, wo er u. a. die reformierte Kirche und das Thottische Palais erbaute; auch an dem Frederiksborger Schloßbau war er thätig. Er starb nach Nagler 1739. Sein in Kopenhagen geborener Sohn war Bildhauer daselbst und dessen Sohn wieder ist der 1802 als Direktor der Kopenhagener Kunstakademie verstorbene Bildhauer Johann Wiedewelt.
- ↑ Weinwich, Kunsthistoria i Danmark. S. 121. Füßli, Künstlerlexikon 2, 5084. Nagler, 21, 390.