RE:Λησανῶν κώμη

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Lesanon kome
Band XII,2 (1925) S. 20982099
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Λησανῶν κώμη [...] lesischeu Ansiedler auf L. zahlen in den J. 454 –451 (samt Lepsia, Akrite, Patmos, Tragia, Le-binthos, Beloch Griech. Gesch. II 2, 367) die große Summe von 3 Talenten; später steuern sie meist zusammen mit den Milesiern.

412 v. Chr. der Athener Phrynichos im Hafen von L.p)> Thuc. VIII 27. Demokratie in L. Roß Inscr. ined. II 128 und Inschrift aus dem 2. vor-christl. Jhdt. (Michel Recueil nr. 372). Epony-.0 mos ist ein Stephanephoros, das beschließende Volk, die οἱ οἰκήτορες ol ἐν Λέρῳ, Ἀέριοι οἱ κατοικονντες ἐν Ἀέρῳ, Beamte χρυσονόμοι; genannt wird der Monat Metageitnion (wie in Athen und Miletos), die Lerier obliegen auch nach dieser Inschrift der κατὰ Φύλασσαν ἐργασία. Das Christentum findet frühzeitig Aufnahme (Roß Reisen II 120. Evangelidis Χριστιανισμὸς ἐν ταῖς Κυκλασί. ἐν Ἠρμουπόλει 1906, 4. Bürchner 38). Die Schicksale in der späteren Zeit, die Erbauung und Ϊ0 Verteidigung der Befestigung auf dem Isthmos durch den deutschen Johanniter-Ritter Schlegel-holtz Bürchner 38ff.

RE:Leros 2

2) Λέρο; (IG XII 1 nr. 701, 12), Örtlichkeit auf der Insel Rhodos, im Bezirk von Kamiros, beim heutigen Λέρο, in der Nähe des Θοαντιον Ἀκρωτήριον bei Kretenia vermutet Selivanoff Oèerki drewnei topografii ostrowa Rodosa 72. Angenommen auf H. Kieperts Karte zu IG XII 1 Tab. I.3) Ἀέριοι, οἱ (Le Bas Voyage III 2 nr. 240);

ein Prophètes von Teichiussa beim ionischen Milet auf einer dort gefundenen Inschrift als ,δήμου Ἀερίων* angehörig bezeichnet, zeigt, daß er von Kle-ruchen der Milesier auf L. Nr. 1 abstammte, s. d.

RE:Leros 4

4) Nach einer Konjektur Löllings Aufsätze E. Curtius gewidmet 5, wäre Herodot. VIII 85 statt ἄμφι τὴν Κέον ἄμφι τὴν Λέρον zu schreiben, weil das größere der die Enge zwischen Aigaleos und der neueren Hauptstadt Salamis im Norden 40 abschließenden Inselchen noch jetzt L. oder ähnlich heißt. Gegenwärtig ist für die wasserlose Insel unter dem Einfluß der Belegschaft der griechischen Flottenstation gegenüber der Name L. gebräuchlich. Auf ihr befindet sich jetzt ein Magazingebäude; Wasser muß hinübergebracht werden; s. Bd. I A S. 1830.

RE:Lesa

Lesa (Ἀήσα) nur von Ptolem. III 3 genannter Ort im Innern Sardiniens, dabei die ὕδατα Λησιτανά; letztere nach C. Müller z. St. (S. 385f.) 50 bei Bentutti am oberen Thyrsus oder bei Dorgali 15 km südlich des Caedris oder identisch mit den (auch von Ptolem. genannten) νόατα Ὑψιτανά am linken Ufer des Thyrsus, wo er in die Ebene eintritt; die Stadt L. entweder an der Stelle des späteren Forum Traianum (s. o. Bd. VII S. 73) oder nördlich bei Nuraghe Losa zwischen Paulo Latino und Alba Santa an der Straße nach Macomer.

RE:Lesanici

Lesanici s. Lasamici-

Λησανῶν κώμη. Aus Kandra, nordwestlich von Nikomedeia, nicht weit von der Küste des Schwarzen Meeres, hat Hommaire de Hell eine Inschrift bekannt gemacht, auf der die Worte Χ1ῖῖ κ[ώ]αη Λησαν[ώ]ν stehen, Le Bas III nr. 1171. Waddington hat schon damals vermutet, daß Λησανῶν zu lesen ist. Eine Nachprüfung des Steines hat ergeben, daß diese Vermutung zutrifft. Bull. hell. XXI 57 nr. 202. [2099] Athen. Mitt. XIV 314 wird von Mordtmann Ζθανώῖ’ vorgeschlagen.

[Ruge. ]