RE:Kyzikener

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
unvollständig  
Dieser Text ist noch nicht vollständig. Hilf mit, ihn aus der angegebenen Quelle zu vervollständigen! Allgemeine Hinweise dazu findest du in der Einführung.
Münzen der Stadt Kyzikos
Band XII,1 (1924) S. 224228
Bildergalerie
Register XII,1 Register kl
Link für WP   
* {{RE|XII,1|224|228|Kyzikener|[[REAutor]]|RE:Kyzikener}}        

Kyzikener [...] [225] [226] [227] [228] Κυξικηνή, ἡ (Strab. XII 565. III 581 ff. Polyaen. str. II 24. Steph. Byz. s. Ἀντιγόνεια, Ἀρτάκη), vollständig Κυζικηνὴ χώρα (Strab. XIII 5821 Herodot. III 2, 6), τὰ περὶ Κύζικον (Strab. XIV 655), Gebiet, das der Stadt Kyzikos in Mysien an der Propontis gehörte (s. d. und Marquardt Cyzicus u. s. Gebiet).

Kyzikener. Literatur: Ch. Lenormant Revue num. 1856, 7–46 Taf. I. II. Head Nurn, chron. 1876, 277–298 Taf. VIII. 1877,169-176. Greenwell Num. chron. 1887, 1–125 Taf* I -VI. Wroth Brit. Mus. Cat., Greek coins, Mysia 18ff. Taf* III- VIII. Reglin g Sammlung Warren nr. 1417–1589 Taf. XXXIII-XXXV. Babelon Traité des monnaies grecques et romaines I 486ff. II 1,149-180. II 2,1389-1456 Taf. VI. VII. CLXXIII-CLXXVII. v. Fritze Nomisma VII 1–38 Taf. I-VL Kurz Mommsen Röm. Münzwesen 6–8. F. Lenormant Revue num. 1867, 343–357 und bei Daremberg-Saglio Dictionnaire des. antiquités I 1699ff. Hultsch Metrologie² 184. Head HN² 522–526.

Die Lexikographen Hesychios, Photios und Suidas bringen unter dem Stichwort Κυζικηνοὶ στατήρες eine Angabe über die Güte der Prägung (διεβεβόηντο ὡς ἐν κεχαραγμενοί Hesych. Suid., ol καλοί Phot.) und eine solche über die Münzbilder; diese letztere bezieht sich auf die Silber -stateren der Stadt aus dem früheren 4. Jhdt.v.Chr. von etwa U⁸-lö¹ g (πρόοωπον δὲ ἤν γυναίκας ὁ τύπος, ἐπὶ θὲ Φατέρον προτομὴ λεοντος Suid.,ähnlichHesych., μητέραφεων ἔχοντεςPhot.): diese tragen auf der Vorderseite einen teilweis als Σώτειρα bezeichneten weiblichen Kopf und auf der Kehrseite einen Löwenkopf, darunter das) Beizeichen des Thunfisches; vgl. v. Fritze Nomisma IX 42–51 Taf. V. VI. Babelon Traité I 4 88. II 14 63–1468 Taf. CLXXVIIIf. Head HN² 526; auf sie bezieht sich auch ein 29,90 g (oder 29,85 g) schweres Bronzegewicht mit Κυζι(κηνόν) θιο(τάτηρον) (Revue num. 1856 Taf. 12. Babelon und Blanchet Cat. des bronzes ant. de la bibl. nat. nr. 2242).

An allen anderen Stellen sind mit K. die [225] Stateren der Stadt Kyzikos aus Blaßgold (Elektron, s. o. Bd. V S. 2315) gemeint: ein Κυζικηνός erscheint als Monatssold des Hopliten bei Xen. anab. V 6, 23. VII 3, 10; 400 K. besitzt Lysias, Lys. gegen Eratosth. 11. Ausführlicher heißen sie στατήρες Κυζικηνοί, wie deren 300 im Nachlaß des Diodotos sich Anden, Lys. gegen Diog. 6, wie deren 100 ein Bruder des Lakritos nach dem Pontos verliehen hat, Demosth. XXXV 36 (hernach als τοῦτο τὸ χρυσίον bezeichnet; Rede vor dem J. 338), wie deren 120 Phormion dem Lampis auf der Krim übergibt, Demosth. XXXIV 23 (hernach dort der K. kurzweg ὁ Κυζικηνός bezeichnet; Rede vom J. 327/6). In den attischen Rechnungsinschriften des ausgehenden 5. Jhdts. v. Chr. erscheinen sie (dazu Weil Ztschr. f. Nurn. XXV 57) als χρνσίον Κυζικηνον στατήρες (bezw. Κυζ. χρ. στ. hezw. χρ. στ. Κυζ.) oder als χρυσὸν στατήρες Κυζικηνοί, IG 1180. 182–184 (bei 183 fehlt στ.). 191. 197. 201. 207. 210. 223. 301. 303. 304. 308–311. II 650. 687. 843, dazu ihre Sechstel als Κυζικηνου χρυσίου ἐκταί IG I 199. 203; in einer Inschrift des 4. Jhdts. v. Chr. von Olbia findet sich eine Kursnotiz über den στατὴρ Kvζικηνός, Dittenberger Sylt³ 218, in Delos erscheinen sie im Inventar von 279 v. Chr. unter dem Rubrum χρύσιον λευκόν als στατήρες Κυζικηνοί, BuU. hell. XIV 405 vgl. XV 133; vgl. auch das Zitat aus EupolisKomödie Πόλεις (aufgeführt 422 v. Chr.): Κύζικος πλέα στατήρων, Kock I S. 321 frg. 233.

Erhalten sind sie uns in großer Menge in Gestalt einer Blaßgoldmünze ohne Stadtnamen von etwa 16 g (das Durchschnittsgewicht von 478 Stück, errechnet nach der Tabelle bei v. F r i t z e Nomisma VII 34, ist 16,011 g; ein [hellenistisches?] Bleigewicht mit der Aufschrift Κυζζικηνός) σταίτήρ) wiegt 18, 80 oder 18,70 g, ist aber sehr oxydiert, Revue num. 1856, Taf. II. Babe-lon und Blanchet nr. 2243) bei sehr gleichmäßigem Schrot (Stücke über 16, 20 und unter 15,80 g kommen fast nie vor), aber sehr wechselndem Korn, das nach der Zusammenstellung bei Hammer Ztschr. f. Num. XXVI 26–33 zumeist 32-520/0 Gold enthält, zuweilen auch noch stärker schwankt. Außer dem Ganzstück gibt es nach derselben Tabelle folgende kleinere Wertstufen: das epigraphisch belegte Sechstel (Hekte, s. o. Bd. VII S. 2802), das seltene Zwölftel (Hemihekton, s. o. Bd. VIII S. 244), und das ganz seltene Vierundzwanzigstel (Myshémi-hekton, Hesych. s. v.) und Achtundvierzigstel; zu Anfang noch häufiger als der Stater, verschwinden diese Teilstücke um so mehr, je stärker das kyzikenische Blaßgold statt dem Lokalverkehr vielmehr dem Exporthandel, zumal dem pontischen Getreidehandel dient, dessen Umschlagplatz die Stadt war: das Fundvorkommen der K., wie es mir aus meiner Kenntnis des Münzhandels und der Münzsammlungen sich ergibt, weist auf die West- und Nordkttste des Schwarzen Meeres als ihr Umlaufsgebiet (vgl. auch die Fundnotiz Kertsch bei Greenwell nr. 7. 15. 20. 21. 54. 93), und im 4. Jhdt. ist, wie wir sahen, ihr Um-Huf in Olbia epigraphisch, am Pontos und auf der Krim durch Demosthenes bezeugt. Schatz-funde, die K. enthielten, sind: einer von 1882 aus dem Peiraieus (etwa 80 K., keine Goldstateren [226] Alexanders dabei, wie es anfänglich hieß; handschriftliche Notiz von Greenwell in Berichtigung seiner Angaben S. 35. 42); einer von 1875 unweit Klazomenai (mindestens 81 K., mindestens 16 Lampsakener Elektronstateren, 1 oder mehr Dareiken; Head Num. chron. 1876, 292. 1877, 169. Greenwell 42f.); einer von 1890 auf Chios (6–7 meist ältere Stateren und 2 Hektar von Kyzikos und 4 Silberdrachmen von Chios;handschriftliche Notiz von Greenwell in Ergänzung seiner Angabe Num. chron. 1893, 82); mehrere Schätze bei Pantikapaion auf der Krim (Lenormant Revue num. 1856, 24. Greenwell Num. chron. 1887, 41). - Zeitlich erstreckt sich die Prägung wohl ohne wesentliche Unterbrechung (gegen Gardner Journ. hell. stud. XXXIII 155) von etwa 600 bis gegen 330 v. Chr. (v. Fritze 35 in Zusammenfassung seiner ausführlichen stilistisch-chronolo-gischen Untersuchung) und ist also weder von dem persischen Oberherren angetastet worden noch auch von Athen als dem Haupte des Seehundes trotz seiner auf Einschränkung des Münzrechtes der Symmachoi gerichteten Bestrebungen (Weil 58f., der Kyzikos geradezu als die Nebenmünzstätte des Seebundes für die Elektronprägung bezeichnet). Erst die massenhafte Prägung der Feingoldstateren Philipps II. und Alexanders d. Gr. hat dem K. im Zusammenhang mit derVerschiebung der politischen und wirtschaftlichen Lage überhaupt das Ende bereitet. - Das Münz-bild der Vorderseite - auf der Rückseite ist stets ein bildloser Einschlag, das sog. Quadratum incu-sum - bringt anfänglich den Kopf oder die ganze Gestalt eines Thunfisches (θύννος, πηλαμύς), der als Wappen von Kyzikos auf beschrifteten Silbermünzen der Stadt und auf einem dort gefundenen Relief (Hasluck Journ. hell. stud. XXIV 38: über einem Inschriftfragment ein weib-licher Kopf ganz Wie auf den eingangs erwähnten Silberstateren, darunter der Thunfisch) erscheint. Bald aber wird auf den K. der Thunfisch zum Attribut oder Beizeichen degradiert und das Münzbild wechselt ständig, vielleicht in gleichen, jährlichen oder noch kürzeren Zwischenräumen, und mag, wie das für eine ähnliche Erscheinung in Abdera nachweisbar ist (Strack Die antiken Münzen von Thrakien 26ff.), von dem jeweiligen Münzbeamten bestimmt sein. Unter den etwa220 bisher bekannten verschiedenen Münzbildern der K. befinden sich, was gleichfalls auf der be-trefienden Reihe von Abdera (Strack 31f.) vorkommt und sonst im Gebiete der Münzprägung vor Alexander d. Gr. fast unerhört ist, offenbare Entlehnungen nach Werken der großen Kunst, unter denen die auf attische Kunstwerke zurückgehenden Bilder (die Tyrannenmörder Greenwell Num. chron. 1887, Taf. III 28, wie in der bekannten Statuengruppe; Kekrops Greenwell 60 Taf. II 9 und Gaia mit dem kleinen Erichtho-nios Greenwell Taf. II 8 wie auf dem Tonrelief Arch. Ztg. 1872 Taf. 63) mit der erwähnten besonderen Rolle der K. im Münzwesen des Seebundes Zusammenhängen mögen (Weil 59). Sodann sind darunter Köpfe von bildnisartigem Charakter (v. Fritze S. 32 VI 9–11). Aus der Ähnlichkeit endlich vieler anderer Typen der K. mit den Münzbildern anderer Städte hat man (F. Lenor-

8 [227] mant 1702. Head HN² 523) irrig eine Anteilnahme dieser Städte an der Prägung der K. erschließen wollen. - Der Kurswert eines K. war wohl dem eines goldenen Dareikos (s. o. Bd. IV S. 2181 und Regling Klio XIV 91ff.) gleich, da er wie jener als Monatssold des Ho-pliten bei Xen. anab. V 6, 23. VII 3, 10 vgl. mit I 3, 21 erscheint; das würde einer Durch-schnittsabschätzung des Goldgehaltes des K. auf 48,65% entsprechen (48, 65 % von 16 g = 7,784 g 10 Gold, dazu der Wert des Silbers: 51,35% von 16 g - 8,216 g nach dem Wertverhältnis von 13% zu 1 umgerechnet = 0,616 g Gold, zusammen 8,40 g Gold = 1 Dareikos), was zu den Ermittlungen des Goldgehaltes bei Hammer 26 –33 nicht übel stimmt. In Athen, wo zur Zeit Xenophons der Dareikos, und also auch wohl der K., nach anab. I 5, 6 (1 Siglos = 7% att. Obolen; 1 Dareikos galt 20 Sigloi = 150 Obolen -) 25 Drachmen galt (so zuletzt Gard-20 ner Journ. hell. stud. XXXIII 153), scheint der K. später nach Demosth. XXXIV 23 (die Rede fällt ins J. 327/6) dem damals allgemein gesunkenen Goldwerte entsprechend nur noch 21% attische Drachmen gestanden zu haben: denn die 120 K., die Phormion dem Lampis gegeben haben will, sollen doch wohl der Gegenwert der geliehenen 2600 attischen Drachmen sein: 2600:120 = 21% (Gardner 156. Th. Reinach L’hist. par les monn. 67. Viedebantt Forschungen z. 30 Metrologie 104; letztere beiden halten 20 attische Drachmen für den damaligen Normalkurs des K.). Nach derselben Stelle galt der K. am Bosporos, auf der Krim, 28 Drachmen, ὁ ὄε Κυζικηνος ἐδύνατο ἐκεὶ εἰκοσὶ καὶ ὀκτω δραχμας Ἀττικάς, wobei, wie ich glaube (gegen Reinach 67 und Head HN² 523, aber in Weiterbildung der Auffassung von Viedebantt 105), der Anwalt das Wort Ἀτχικάς einschmuggelt, um durch den zu hohen Kurs die ganze Rückzahlung überhaupt 4( unglaubwürdig zu machen: gewiß galt er dort 28 einheimische Drachmen, wie deren Panti-kapaion im 4. Jhdt. im Gewichte von etwa 3-3% g schlug. In Olbia endlich wird in der mehrerwähnten Inschrift des 4. Jhdts. v. Chr. bei Dittonberger Syll.³ 218 der Kurs des K. auf 10% (oder 11%) dortige (Silberjstateren gesetzt, wie deren Olbia (um 300 v. Chr. ?) im Gewichte von etwa 12% g, aber bei recht verschiedenem Korn, schlug (Reinach 68. Viedebantt 106; bl zu den dort genannten Exemplaren füge hinzu den schönen Stater aus gutem Silber von 12,65 g bei Löbbecke Ztschr. f. Num. X 72, 7 Taf. III 1, jetzt im Berliner Kabinett). Kurz, zu den verschiedenen Zeiten und an den Verschiedenen Plätzen unterlag der Kurs des K. wie der jeder Handelsmünze gewissen Schwankungen. - Die Kursanabe des Komikers Krates (siegt zum ersten Male. 3 v. Chr.) bei Poll. IX 62 ἠμιεκτὸν ἔατι χρυσόν, μανθάνεις; ὀκτω 'βόλοι (%2 Stater = 8 6 Obolen, 1 Stater _ 16 att. Drachmen) muß sich auf einen anderen, minder wertvollen Elektron-stater als den K. beziehen, vielleicht auf den phokaischen, für den eine spätere delphische in-schriftliche Umrechnung (126 phok. Hekten - 259% äginetische Drachmen, also, bei der in Delphoi üblichen Umrechnung attisch zu äginc-tisch wie 3 zu 4. = 346 att. Drachmen 2076 [228]

RE:Kyzikos

att. Obolon; 1 phok. Hemihekton also - 85/2l Obolon) etwa auf diesen Kurs führt (Bourguet Bull. hell. XXVII 26 E. Keil Herm. XXXIX 650).

Kyzikos (Cyzicus, auch Cyicum. Mela I 98. Plin. n. h. V 142), lag im Lande der Dolio-nen, Strab. XII 551. 681. Schol. zu Apoll. Rhod. I 1037. 943. 961. 1024. Steph. Byz. s. Δολίονες und s. K. Die Stadt nahm einen Teil der hügeligen Ausläufer der gebirgigen Halbinsel am Südufer der Propontis ein und zog sich bis auf den Isthmos hinab. Ist die Halbinsel immer an das Festland angeschlossen gewesen oder hat sich der Isthmos erst später. vielleicht gar in historischer Zeit gebildet? Die wichtigsten Stellen, die zur Entscheidung dieser Frage angeführt werden können, sind folgende: Mitte des 4. Jhdts. v. Chr. spricht Skyl. 94 von einem Ἰσθμός, Anaximenes von Lampsakos bei Strab. XIV 635 von einer νῆσος. 334 v. Chr. Alexander insulam continenti iunxü Plin. n. h. V 142. 319 v. Chr. χερρόνησος, Diod. XVIII 51. Mitte des 3. Jhdts. v. Chr. νῆσος, ἰσθμός gleichzeitig, Apoll. Rhod. I 936. 947 und Schol. 73 v. Chr. εὐριπος. Plut. Lu-cull. 9; insula, pons in oppidum pertinent Sallust. frg. III 20. 21; introitus urbis, qui unus et angustus ponte modico insulam continenti iun· gity Fronlin. VII 13, 6. Zur Zeit des Augustus νῆσος, γέφυραι. Strab. II 125. XII 575. Unter Tiberius τὰ συγχωσθέντα τῶν εὐρείπων... συνανοίγνυσα [‌Ἀντωνία Τρύφαινα], Sylt. 366; διώρυγες. Syll. 543. Unter Caligula: paene insula, Mela 198. Mitte des 2. Jhdts. n. Chr. ἀρχομένη μὲν ἐκ νήσου, καθιστάμενη δ' εἰς ἤπειρον... τὴν πόλιν καὶ ὡς νήσον προςείποις ἄν καὶ ὡς χερρόνησον, Aristeid. XVI 237. 238. In byzantinischer Zeit χερρόνησος, Mich. Attal. 268, 20. Steph. Byz. s. Κύζικος. Das alles zusammen ergibt keine klare Linie; die einfachste Erklärung ist wohl fol-)gende: Die ursprüngliche Insel ist schon in der Zeit, aus der unsere ältesten Nachrichten stammen, mit dem Festland zusammengewachsen gewesen. Aber der Charakter als Insel ist noch fernerhin deutlich erkennbar gewesen und auch erkannt worden, so daß von ,Insel⁴ auch trotz des Isthmos gesprochen wurde. Besonders bezeichnend dafür sind die Stellen Aristeid. XVI 238 und Schol. zu Apoll. Rhod. 936. 947. Der Verkehr über den zum guten Teil von einem Sumpf) oder einer Lagune eingenommenen Isthmos ist unbequem gewesen; aufgeschüttete Dämme, als deren Grundlagen wohl die beiden niedrigen Hügelrücken gedient haben, die sich von Norden her nach dem Festland zu ziehen und die durch zwei junge Sandnehrungen fortgesetzt werden (vgl. den Plan bei Philippson Petermanns Mitteil. Erg.-Heft 167, 49), haben diesem Übelstande abgeholfen. Erst war es ein Damm (Frontin. a. a. O.), dann zwei, Strab. XII 575.

0 Für den Schiffsverkehr vom östlichen zum westlichen Hafen über die Lagune hinweg sind Durchstiche durch die östliche und westliche Nehrung gemacht worden. Um deren Fahrbarkeit hat sich Antonia Tiyphaina verdient gemacht, Syll. a. a. O. Die Durchstiche ihrerseits sind dann wieder überbrückt worden, Strab. Frontin. Aristeid. a. a. O. Vgl. über die ganze Frage Ruge Peterm. Mitt. 1892, 224. Reinach Rev. et. gr.