Lacus Curtius
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Lacus Curtius. Zu den Ausführungen von Münzer und Hülsen o. Bd. IV S. 1864. 1892 ist Wichtiges nachzutragen. Bei den Ausgrabungen JO auf dem Forum hat sich die Stelle des L. gefunden und ist von Boni als solche erkannt worden. Nördlich vor der 3. und 4. der vor der Basilika Iulia liegenden Basen (vom Capitol aus gerechnet) befand sich immer ein nicht parallel zum sonstigen Pflaster orientierter Travertinstein. 60–80 cm darunter fand sich ein mit Travertin gepflastertes Trapezoid, das der cäsarisch-augu-steischen Forumsregulierung angchörte; es war jedenfalls von einem Geländer umgeben, in das 40 wohl das erwähnte Relief eingelassen war. Auf dieser Grundfläche fand sich ein zwölfeckiges Fundament mit dem Unterbau eines runden Pu-teals, in das die Opfergaben geworfen wurden. Plan und Rekonstruktion bei Hülsen. Zur Seite des Fundaments fand mau ein menschliches Skelett ohne jede Spur von Grabbeigaben. Das läßt vielleicht auf ursprüngliche Menschenopfer an dieser Stelle schließen (s. d. und Schwenn RW XV 3, 178): jedenfalls handelt es sich um 50 einen mundus (s. d.). Die verschiedenen Legenden enthalten, wie so oft, einen richtigen Kern. Tomassetti Bull. com. 1904, 181. Vgl. Hülsen Röm. Mitt. XX 68. Wissowa Bel. d. Römer 235. [W. Kroll.]