3) Ladas (Martial. II 86, 8 und X 100, 5), sprichwörtlich gebraucht für einen berühmten Wettläufer (nach L. Nr. 2). Einen Wettläufer dieses Namens aus der Zeit Martials anzunehmen (vgl. Friedländer zu Mart. II 86; Sittengesch. II⁸ 638), liegt kein Anlaß vor. Denn da nach Benndorfs einleuchtender Vermutung (bei Overbeck Antike Schriftquellen z. Gesch. d. bildend. Künste 101) die Statue des Argivers L., ein Werk Myrons, von Olympia nach Rom geschafft worden war, so lag es für den Dichter nahe genug, auf jenen Griechen hinzuweisen, wie es schon viele vor ihm getan hatten. Ebenso scheint auch Iuvenal (XIII 97) den Namen des Argivers sprichwörtlich zu gebrauchen (so auch De Vit bei Forcellini Onomastic.). Daher wohl unrichtig der Scholiast: L. nomen est cuiusdam pauperrimi cursoris.