Libo. 1)
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Libo (wohl Lokativ von Libum). 1) Station der Straße von Heliupolis (j. Baalbek) nach Laodi-keia am Libanos (j. Teil Nebi Mand) in Mittelsyrien, nach dem Itin. Ant. (p. 89 Parth., 198 Wess.) von beiden je 32 m. p. entfernt. In demselben Abstande von beiden Städten wird ebenda (199 Wess.) Conna genannt, das aber von L. zu unterscheiden ist (Not. dign. or. XXXII 35; j. wohl Ras Ba'albek). Richtiger sind die Distanzen auf der Tabula Peutingeriana, wenn man die Station am ß. eleuter XXII ausschaltet, die zu der Route Ortosias-Raphanis-Apamia gehört (vgl. Miller Itiner. Roman. 823f.), so daß die Etappen lauten: Eliopoli XX Heldo XX VIII Laudicia seabiosa. Danach fällt Heldo ziemlich genau auf das j. Lebwe, ist also offenbar aus L. (beeinflußt von Hel- bezw. Eliopoli) verschrieben und mit L. identisch. Die Araber nennen L. (hisn) al-Labwa. In dem Frieden, den Saif ad-daula im J. 945 (?) mit Ihsid von Ägypten schloß, wurde als Grenze zwischen den Gebieten beider ein Graben festgesetzt, den man zwischen Güsija (so ist statt (Susana zu lesen) und al-Labwa ziehen ließ (al-Makln Hist. saracen. arab. et latin, ed. Th. Erpenius, Lugd.-Bat. 1625, 216). Am 4. Juli 1170 wurden die Franken bei qarjat al-Labwa von dem Prinzen von Qalat al-Blra, Sihäb ad-d(n Muhammad, geschlagen (Rec. hist. or. crois. I 571. 11 263). Salah ad-din kam über al-Labwa, als er 1188 seinen großen Eroberungszug nach Nordsyrien unternahm (a. O. IV 351).
Lebwe liegt an der einen Hauptquelle des Nahr el/Âsï (Orontes). Neb' el-Lebwe, und ist jetzt Station der Bahnlinie Rajäq-Aleppo. Unweit vom Bahnhof wurde bei öabbüle ein römischer Meilenstein gefunden (XVII in. p. von Heliupolis), der zweifellos der Straße Heliupolis-Laodikeia angehört (Thomsen ZDPV XL 21 nr. 27). [Honigmann.] ।