RE:Manlius 80
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |||
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| Torquatus, L. Praetor 49 v. Chr., Führer einer Legion unter Pompeius, Sohn von | |||
| Band XIV,1 (1928) S. 1203–1207 | |||
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80) L. Manlius Torquatus war der Sohn des gleichnamigen Nr. 79 (Cic. Sulla 11. 12. 80. 34. 49. 68. 81; fin. I 39. II 62) und einer aus Aseulum stammenden Frau (Cic. Sulla 25 mit Schol. Bob. 364 Or. = 81 St.). Alter und Ruhm seines pa-trizischen Geschlechts waren bei ihm und seinen Freunden noch unvergessen (Cic. Sulla 27. 32; fin. I 23f. 34f. II 60. 62. 72f. 74. 116; vgl. CatuU. 1 61, 113), aber doch stark verblaßt, so daß die Wahl seines Vaters zum Consul für ihn gleichsam den Wiedereintritt in die Nobilität bedeutete (vgl. Cic. Sulla 50: Honos ad patrem, insignia honoris ad te delata sunt. Gegenstück etwa die Stellung der ebenfalls patrizischen Sulpicier Cic. Mur. 16). Er war unter den jungen Leuten der ciceronischen Zeit einer der achtungswerten und sympathischen, von reinen Sitten (Cic. fin. I 13; Brut. 265; vgl. CatuU. 61, 101S. 1768. 1968.), 21 von guter geistiger Beanlagung (Cic. Sulla 32; Brut. 265; fin. II 74), zumal mit einem vorzüglichen Gedächtnis ausgestattet (Cic. Brut. 265: divina memoria; fin. I 25), und von reicher und gediegener Bildung (Cic. Brut. 265; fin. I 13f.), die er schon in jungen Jahren in näherem Verkehr mit Cicero erweiterte (Cic. Sulla 11 vom J. 688 = 66; vgl. fin. I 72). Im J. 688 = 66 trat er als aduleseentulus (Cic. fin. II 62), also im Alter von zwanzig und etlichen Jahren zum 3( erstenmal an die öfientlichket. Damals waren bei der Bewerbung ums Consulat für das folgende Jahr sein Vater und L. Aurelius Cotta von P. Autronius Paetus und P. Cornelius Sulla geschlagen worden, sie erhoben nun gegen diese die Anklage wegen Ambitus und führten sie siegreich durch, was zur Folge hatte,’ daß die Wahl für ungültig erklärt wurde und bei der Ersatzwahl der Vater Torquatus und Cotta ihr Ziel erreichten. Nach der Darstellung, die Cicero 40 einige Jahre später bei der Verteidigung Sullas de ii (Sulla 49f. 90) und viele Jahre später in der Unterhaltung (fin. II 62) dem jungen Torquatus gegenüber gibt, scheint die erfolgreiche Anklage des Sulla de ambitu das Werk dieses jungen Mannes gewesen zu sein; aber nach Ascon. Cornel. 66 K.-S. = 59 St. und Dio XXXVI 44, 3 ist diese einseitige Auffassung dahin zu berichtigen, daß Torquatus nur als Nebenkläger den Hauptgegner Sullas, den mit seinem Vater verbündeten Cotta 50 unterstützte (s. Nr. 79). Auch er selbst war mit Cotta verbündet, nämlich als Mitglied des Kollegiums der Quindecimviri sacris faciundis. Ein Denar zeigt auf der Vorderseite den durch die Beischrift bezeichneten Kopf der Sibylle, auf der Rückseite einen Dreifuß, der ebenso wie die Sibylle auf jenes Priestertum hinweist, und die Aufschrift L. Torquat(us) III vir mit der Torques als Wappen. Mommsen (Münzw. 641 Nr. 289) setzte den Denar um 693 = 61 und erkannte in 60 dem Münzmeister den jungen Torquatus; Babe-Ion (Monn, de la rép. rom. II 179f.) ging bis gegen 700 = 54 herab und G r u e b e r (Coins of the roman rep. I 432f.) unter Festhaltung der Identifizierung bis um 685 = 69 hinauf, vielleicht beide nach den entgegengesetzten Seiten weiter als nötig. Das Consulatsjahr des Vaters Torquatus 689 = 65 mag ungefälir der Zeitpunkt sein, [1204] Manlius (Torquatus) 1204
zu dem der Sohn das weltliche Amt des Triumvir monetalis und das geistliche des Quindecimvir s. f. erhielt, das letztere gewiß nicht ohne Mitwirkung des Cotta, (vgl. über dessen Quindecimvirat Suet. Caes. 79, 3; dazu Röm. Adelsparteien 325). Sowohl unter dem Consulat des Vaters 689 = j 65 (Cie. Sulla 12f.) wie unter dem des Cicero 691 » 63 (ebd. 34. 44 vgl. 2. 23. 35. 46f.) wurde Torquatus zur Beratung der gegen die catilinarische 0 Verschwörung gerichteten Schritte herangezogen.
Dann klagte er im J. 692 = 62 den wegen Am-bitus verurteilten P. Sulla aufs neue de vi an, diesmal als Hauptkläger, seinerseits unterstützt von einem jüngeren Gefährten Cornelius (über diesen ebd. 51 o. Bd. IV S. 1255 Nr. 19), und zwar beschuldigte er den Angeklagten der Teilnahme an der sog. ersten Verschwörung von 689 = 65 und an der zweiten von 691 = 63, der eigentlichen catilinarischen. Die Verteidigung) Sullas gegen die erste Beschuldigung übernahm Q. Hortensius (ebd. 12–14. 51), gegen die zweite Cicero in der erhaltenen Rede. Torquatus übte auf die Zusammensetzung des Gerichtshofes einen nicht unbeträchtlichen Einfluß aus (ebd. 92 mit Schol. Bob. 368f. Or. = 84 St.) und griff die Verteidiger seines Gegners scharf an, so den Hortensius, indem er sein geziertes Wesen mit dem einer stadtbekannten Tanzkünstlerin Dionysia verglich (Gell. I 5, 3), und den Cicero, indem er den aus) Arpinum gebürtigen Emporkömmling mit den aus der Fremde stammenden Königen Numa und Tarquinius in Parallele stellte (Cic. Sulla 21f., dazu Schol. Bob. 362f. = 79L). Die Angegriffenen schonten ihn ebensowenig: Hortensius bezeichnete ihn in seiner Erwiderung als ἄμουσος, avaφρόδιτοζ, ἀπροςδιόνυσος (Gell. a. O.) mit der Erläuterung: subagresti homo ingenio et infestivo, was mit den günstigen Urteilen Ciceros über seine Bildung wenig in Einklang steht, und der ge-• reizte Cicero ist gelegentlich aus dem Ton der überlegenen Milde in den der polternden Drohung verfallen (z. B. Sulla 46f.). Er hat zahlreiche Sätze aus der Anklagerede den Torquatus im Wortlaut angeführt (2. 3. 10. 11. 21. 22. 30. 36. 38–40. 48. 67. 68. 78. 81f.), hat aber keineswegs alle von ihm vorgebrachten Schuldbeweise zu entkräften vermocht, obgleich der Prozeß mit der Freisprechung des Angeklagten endete (vgl. Bd. IV S. 1520 und das Urteil Ed. Meyers Caesars Monarchie 21 Anm.: ,Ciceros Rede ... ist so durch und durch verlogen ..., daß man von seinen Behauptungen immer das Gegenteil als richtig annehmen kann*). Torquatus stand damals schon im Anfang oder mindestens in der Vorbereitung seiner Ämterlaufbahn (Cic. Sulla 24 vgl. 30. 35) und gehörte jedenfalls einige Jahre später dem Senate an; denn wenn sein Vater bei Cic. Pis. 77 als L. Torquatus pater bezeichnet wird, so hat im J. 699 = 55, in dem diese Äußerung gefallen ist, auch ein L. Torquatus filius im Senat gesessen, wahrscheinlich aber schon im Frühjahr 696 = 58, um das es sich dabei handelt (Gegenstücke der Bezeichnung Herm. LII 155, 2). Denselben Jahren, um 694 = 60, dankt das wunderschöne glykoneische Hochzeitsgedicht (61) seine Entstehung, das Catull auf die Vermählung eines Manlius (61, 16. 222) Torquatus (216f.) aus dem berühmten alten Geschlechte (213f.) mit einer [1205] 1205 Manlius (Torquatus)
Vinia (16) A(u)runculeia (86t) gedichtet hat (o. Bd. IX 8. 133L). Der Bräutigam wird nach Schwabe Quaest. Catull. 339ff. gewöhnlich für diesen L. Torquatus gehalten. Di® neuesten Ca-tullerklärer (Friedrich [1908] 264 und Kroll (1923] 106) betonen zwar mit Recht» daß die Annahme nicht streng zu beweisen ist, aber die .Familie der Manlii Torquati hat in jener Zeit nicht viele Mitglieder gehabt, und voU den wenigen anderweitig bekannten (s. Stammtafel IV) kommt 11 keiner für die Gleichsetzung mit dem von Catull gefeierten nach Alter, Lebensstellung und Wesensart so in Betracht wie der jüngere Lucius. Für ihn passen nicht nur die Andeutungen über seinen Adel und seine Ehrbarkeit (s. o.), sondern für ihn als einen Jünger Epikurs in gutem Sinne, wie ihn Cicero fin. I. ἼΣ darstellt (z. B. II 107), auch die überWohlhabenheit(156f., auch lTyrioin toro, zu erläutern durch Nepos bei Plifl· u· h. IX 137) und gesunde Lebensfreude (116?·1ΤΊ5. 202ft), 2 und vielleicht fehlt nicht einmal ®’u kleiner individueller Zug: Im zweiten Prozeß des P. Sulla hatte nämlich Hortensius trotz seines.guten Verhältnisses zu dem Vater Torquatus eine Bosheit des Sohnes mit der Bemerkung erwidert, der junge Mann selber sei ἀναφρόδθί (Gell. I 5, 3 [s. o.]; vgl. Ἐπαφρόδιτος als BeinaMß des Dic-tators Sulla bei den Griechen [Mommsen Histor. Schr. II 509. Dittenberger Syll.³ 747 A. 45]?); könnte nicht Catull. der ja mit Hör-2 tensius gleichfalls auf einem gewissen Neckfuß stand (65, 15ff. verglichen mit 9$, 3; supsλsup· Herm. XLIX 202, 2. 203), mit der an den Bräutigam gerichteten Versicherung (198L): neque lenus neglegit (bezeichnenderweise ganz anders gewendet als das von Kroll 120 herangezogene Fragment der Sappho 128, 5 Diehl: τετίμακ⁹ ἔξοχα σ’ Μφράθτα) scherzhaft tröstend darauf angespielt haben? Im Oktober 700 = 54 erhob Torquatus Einspruch, als sein alter Widersacher J P. Sulla zum Zweck seiner eig®n Wiederherstellung einen anderen, den A. Gabinius, wegen desselben Vergehens belangen wollte, das seinerzeit ihn selbst zu Fall gebracht hatte; der Einspruch fruchtete nichts (Cic. ad Att. IV 18, 3; ad Q. fr. III 3, 2), aber es kam nicht zu dem Ambitusprozeß, weil Gabinius schon vorher wegen Bepetunden verurteilt wurde (s. · IV S. 1521. VII S. 429f.). Ende 704 = 50 Torquatus – seit dem Tode seines Vaters das ßaupt der Familie – designierter Praetor, und der deutliche Hinweis auf seinen bevorstehenden Amtsantritt und seine künftigen Befugnisse bei Cic. fim B 74 ist der einzige Anhalt zur Zeitbestimmung des Gesprächs in den zwei ersten Büchern Ciwwe de fimbus bonorum et malorum. Thema» Personen und Szenerie werden angegeben fin. I I3f.: Aceurate ... quondam a L. Torquato... dépensa est Epicuri eententia de voluptate (= Buch Ib supσλsup meque ei re-sponsum (= Buch II; vgl. III 2f-h θ Tri-anus ... ei disputationi intereseet· riam cum ad me in Cumanum saluiandi causa uterque venisset, pauea primo inter nos de littet quorum summum erat in utroque Studium (daher beide schon Brut. 265f. zusammengestellt), deinde Torquatos. In Wahrheit hat Cicero bei der Rückkehr aus Kilikien nur ein bis zwei Tage un» den 13. Dez. 704 = 50 auf den Cumanum verweilt und war dabei [1206] Manlius (Torquatus) 106 vornehmlich mit ernsten politischen Fragen j. schäftigt (vgl. O. E. S c h m i d t Briefwechsel des Cic. 95. 401 o. Bd. III S. 1270, 38ff.); aber vorher, am 26. Nov. 704 = 50, hat er tatsächlich in einem Briefe ad Att. VII 2, 2 die Unhal||jar. keit der u. a. von Lucius noster vertretenen Epikureischen Lehren ähnlich dargelegt, wie n. her in der ausführlichen Erörterung des Di0s (fin. II 54. 57), so daß in dieser Zeit wirklich eine) Auseinandersetzung zwischen ihm und Toiqg ( = Lucius noster) über den Epikureismus tatt-gefunden und die Anregung zu der Einkleiqc, der späteren Schrift gegeben zu haben scheint. Weil Torquatus im ersten Buche der Vortrag und im zweiten Buch der Gegner des Autors j8f (Cic. ad Att. XIII 9, 4), hat dieser zunächst unmittelbar nach der Abfassung, im Juni 705 49 den ganzen Dialog nach ihm ,Torquatus* be+itolt (ebd. 5, 1. 82, 2). Der Antritt der Praetu> jeg 0 Torquatus im Anfang 705 = 49 fiel mit dem Ausbruch des caesarisehen Bürgerkrieges zsam-men, und mit den Consuln verließen auch die übrigen Magistrate Mitte Januar die Stadt Jjom Torquatus hielt sich zunächst in der Gegenq von Formiae auf, wo damals auch Cicero und der con. sular M’. Lepidus weilten, der als AmtsvorgngeT des Vaters Torquatus im Consulat gewiß auch mit dem Sohne in Verbindung stand (vgl. auch Nr. 76. 85).LepidusundTorquatuswaren schonam21 j »0 der Ansicht, daß Pompeius wie die Hauptgt so auch Italien aufgeben werde (Cic. ad At( vu 12, 4), faßten aber neuen Mut, als sie am 9. y die Nachricht erhielten, daß L. Domitius Aheno-barbus in Corfinium und dessen Nachbarschaft starke Truppen zusammenziehe und Wided leisten wolle (ebd. 23, 1). Torquatus begah sich daraufhin auf den Kriegsschauplatz. Ciee>0 berichte te darüber am 15. Febr. an Pompeibg /«a Att. VIII HB, 1): Nemo ... nostri ordinis (n s 10 locis est ... nam L. Torquatum, virum fortem ei cum auctoritate (als Praetort), Formiis ἤθ a_ bemus, ad te profectum arbitramur. Torontos kam auf dem Wege zu Domitius bis nach Aa am Fucinersee (vgl. Nr. 38) und übernahm hi$r jen Befehl über die aus sechs Cohorten bestehende ße-Satzung; auf die Kunde, daß Corfinium ami.fe-bruar kapituliert habe, wollte er sie dem pom. peius zuführen, aber sie ließen ihn im Stich und gingen zu Caesar über (Caes. bell. civ. I 24 2f.
50 vgl. Cic. ebd. IX 6, 1 ohne Nennung des I0qua-tus). Am 14. März antwortete Cicero auf θθ Frage des Atticus nach L. Torquatus, daß nicht nur dieser, sondern auch A. Torquatus) r 7g von Formiae abgereist seien, und zwar L. ghon vor vielen Tagen (ebd. IX 8, 1 mit einer deinen Lücke). Als Caesar in den ersten Tagen dg folgenden Jahres 706 = 48 nach seiner Laudig* jn Illyrien sich zuerst gegen Oricum wandte, Q er diese Stadt von Torquatus mit einheindschen 60 Truppen besetzt; der Kommandant wol] Einwohner zur Verteidigung aufbieten, mußte aber angesichts ihrer Hinneigung zu Caes g|ch selbst und die Stadt dem Gegner überliefern (Caes. bell. civ. III 11, 3f.). Dessen unbestimmt Ausdrucksweise über seine Behandlung [, mis ab eoconservalus est a, O.) läßt nicht erkennen, ob Torquatus mit Caesars Genehmigung zu Pompeius zurückkehrte, auf dessen [1207] 1207 Man lins (Torquatus)
Seite er einen von Caesar verschwiegenen, aber nicht unbeträchtlichen Anteil an den folgenden Kämpfen bei Dyrrachium nahm. Er war nach Livius (bei Lucan. VI 2850. Schot Bern, z. d. St. 199 Usener. Oros. VI 15, 19t, alle drei ohne Pränomen) der Führer der einen Legion, die Anfang Juli auf Befehl des Pompeius eine besondere feste Stellung bezog und hier zu dem Siege in der zweiten Schlacht wesentlich beitrug (vgl. das Nähere Caes. bell. civ. III 66, 1 ff. Veith 1 Feldzug von Dyrrachium [Wien 1920] 184ff.; Schlachten-Atlas Röm. Abt. 94). Torquatus nahm auch noch am afrikanischen Kriege teil; nach der Niederlage bei Thapsus im April 708 = 46 wollte er sich mit dem Oberfeldherrn Metellus Scipio zur See nach Spanien retten; bei Hippo Regius wurde ihr Schiff von Feinden umzingelt, und beide gaben sich selbst den Tod (bell. Afr. 96, 1. Oros. VI 16, 5 mit unrichtigen Pränomen T. Torquatus [Dittographie?]). Cic. Brut. 265f. und 2 ad Att. XIII 19, 4 spricht von seinem Ende, obgleich er Brut. 212 das gleichzeitige des Metellus Scipio (und ebd. 118f. das des Cato) noch nicht zu kennen vorgibt! Er hat a. O. über die ganze Persönlichkeit des Torquatus geurteilt: quem tu non tarn cito rhetorem dixisses, etsi non deerat oratio, quam ut Graecl dicunt πολιτικόν, erant in eo plurumae litterae nee eae volgares, sed inferiores quaedam et reconditae (vgl. fin. I 13: homo omni doctrina eruditus), divina memoria 31 (s. o.), summa verborum et gravitas et elegantia; atque haee omnia vitae decorabat gravitas et inte-gritas (s. o.). Er hat ihn auch in dem ersten Dialoge de finibus zwar zum Vertreter der seinem eigenen Geiste am wenigsten zusagenden Philosophenschule gewählt, aber mit Freundschaft und Achtung behandelt. Wenn Plin. ep. V 3, 5 unter den Gelegenheitsdichtern der ciceronischen Zeit vor C. Memmius, dem Gönner Catulle, Torqua-tum, immo Torquatos nennt, so ist dabei sicher- 4C lieh in erster Linie an diesen andern Freund Catulle zu denken (vgl. auch Cic. fin. I 25. II 107 über seine poetischen Interessen). Ob des Dichters Wunsch für ihn: Torquatus volo par valus ... dulce rideat ad patrem (Catull. 61, 216ff.) in Erfüllung gegangen ist, steht dahin.