6) Messius Cicirrus, ein Osker aus Campanien, dessen Streit mit Sarmentus bei Gelegenheit des Iter Brundisinum im J. 37 v. Chr., und zwar in der Villa des L. Cocceius Nerva bei Caudium, Hor. sat. I 5, 51–69 lebendig und humorvoll schildert. Er wird als struppiger langer Gesell von häßlichem Äußeren mit einem durch eine Narbe auf der Stirn entstellten Gesicht verspottet und mit einem wilden Pferd verglichen. Auf diesen Streit spielt wahrscheinlich Quintil. VI 3, 58 an, nach der Konjektur Rademachers z. St., wonach etwa zu ergänzen sei Sarmentus ⟨Messium Cicirrum equo fero comparavit⟩. Er war angeblich römischer Ritter Porphyr. z. St., wenn nicht vielleicht eine Vermengung mit Sarmentus vorliegt.