26) Mucia war die ältere der beiden Töchter des Augurs Q. Mucius Scaevola Nr. 21 und der Laelia, heiratete den M’. Acilius Glabrio, der 631 = 123 oder 632 = 122 Volkstribun war (o. Bd. I 10 S. 256 Nr. 37) und hatte mit ihm den Sohn gleichen Namens, der 684 = 70 als Praetor den Prozeß des Verres leitete und 687 = 67 Consul war (ebd. Nr. 38). Daß der Augur Scaevola zwei Töchter hatte, bezeugt Cic. Brut. 211, und daß der jüngere Glabrio Enkel eines der berühmten Rechtsgelehrten aus der Familie der Scaevolae war, sagt er ebd. 239 und viel früher Verr. act. I 52. Diesen Großvater Scaevola erklärte Ps.-Ascon. z. d. St. 149 Or. = 221 Stangl für den 20 Pontifex maximus P. Scaevola Nr. 17, und seine Behauptung hat bisher Glauben gefunden (auch Bd. I a. O.); aber das Alter der angeblich miteinander verwandten Persönlichkeiten verträgt sich damit keineswegs, und es erheben sich auch weitere Bedenken dagegen, während alles in bester Ordnung ist, wenn die Angabe des Scho-liasten als irrig bei Seite gelassen und der mütterliche Großvater des jüngeren Glabrio vielmehr in dem Augur Scaevola und seine Mutter in 30 dessen, nur einmal (Cic. Brut. 211) erwähnter Tochter gefunden wird. Näheres s. Röm. Adelsparteien 275–279.