5) Atellanendichter. Alles Wesentliche ist von Marx o. Bd. II S. 1914 gesagt; dazu kommt Leo Herm. XLIX 169. N. unterscheidet sich, soweit die dürftigen und fast nur wegen auffallender Formen angeführten Fragmente erkennen lassen, nicht wesentlich von Pomponius
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(s. d.). Es begegnen zunächst die aus dem festen Rollenkreis der Atellana hergenommenen Titel mit Dossennus, Maccue, Pappus (vgl. Sanniones); ferner die aus dem Leben der Italiker, besonders der Bauern (Bubulcus cerdo) und Handwerker, auch Charaktere bezeichnende (Parcus, Surdus, Malivoli); daneben solche, die Anschluß an die griechische Komödie verraten wie Dotata (dazu v. 86f. 89), Gemini, Hetaera, Paedium, einige Tragödientravestieen (Andromacha, Hercules coactor, Phoenissae), die Dramatisierung eines Streitgedichtes (Mortis et vitae iudicium) und der nur die Verwendung bezeichnende Titel Exodium. Dazu stimmt das Wenige, das sich aus den Überresten ermitteln läßt. Der Ton ist oft derb und obszön (s. besonders v. 6. 19. 21. 41. 69. 76. 81. 91. 95) von Päderastie ist v. 19–21 die Rede; an die Palliata erinnert z. B. auch v. 1. 61 (vgl. Plaut. Most. 638). 91. 116 (Spott über Philo-20 sophen). Dem Trunk ergebene Töchter v. 84, ein hemmungsloses Mädchen 106. In der Sprache erscheint manches vulgär; doch machen die künstlichen Bildungen nachdenklich, die damals im Schwange waren (Leo 178. Kroll Glotta XXII 3). In der Metrik begegnen fast nur Dialogmaße (Leo 171, 1); Cantica im engeren Sinne sind durch die Reste nicht bezeugt. N. galt für witzig; Cicero belegt mehrere Arten von ridicula aus ihm (v. 113ß.).