Susarion, sagenhafter Erfinder der Komödie. In Aristoteles’ kurzer Skizze der Anfänge des Dramas (poet. 8 und 4) wird S. nicht genannt, ist auch unvereinbar mit der hier geschilderten Entwicklung. Er taucht zuerst auf in der Pari-schen Marmorchronik, die ep. 39 zu einem zwischen 580 und 562 liegenden Jahr berichtet ἄῳ' öS ἐν Ἀθήναις κωμω[ιδῶν χο]ρ[ος Ἠ]έθη [ὀτη]οάν[των πρώ]των Ἰκαριέων, εὐρόντος Σουοαρίωνος, καὶ θθλον ἐτέθη πρώτον Ἰοχάδων ἄροιχος καὶ οἰνου μετρητῆς. Ikarier, also Athener, und Erfinder der Komödie heißt S. auch bei Clem. Alei, ström. I 16, 79, ebenso sagt Tzetzes einmal (Kaibel CGF p. 18) ol ἐν τῆ Ἀττικὴ πρώτον συστηοάμενοι τὸ ἐπιτήδευμα τῆ; κώμοι δίας, ἤααν δὲ ol περὶ Σουσαρίωνα κτλ. Aber derselbe Tzetzes nennt S. an anderer Stelle (p. 27 Kaibel) Megarer und teilt folgende Verse mit S μόνα τῶν (κείνου οὐγγραμμάτιου ἐφεύρηνται τῶν ἄλλων ἀπάντων ἤφανιομενων ’ ,ἀκοῦετε λεώι · Σουσαρῖων λέγει τάδε, ὑΙὸς Φιλίννου, Μεγαρόθεν Τριποδῖοκιος. κακὸν γυναίκες, ἄλ).' ὄχως, ω δημόται, οὐκ ἐστιν εὐρεῖν οἰκίαν ἄν ευ κακου'. Diese Verse werden in der byzantinischen Scholienliteratur (s. Kaibel CGF p. 77 und Nauck Mél. Gr. Rom. VI 61; hinzugekommen ist noch Ioan. Diac. comm. in Herm. Rh. Mus. LXI1I 149) mehrfach wiederholt, mit Auslassung des zweiten kehren sie auch bei Stob. ecl. IV 22, 68 = flor. 69, 2 Mein, und bei Diomedes p. 488, 23 Keil (Kaibel p. 58) wieder. Da der zweite Vers υἰό; Φιλίννου, Μιγαρόθεν Τριποδίοκιος bei Stobaios und Diomedes fehlt, auch zu dem attischen Dialekt der anderen Verse übel paßt, haben Nauck (a. O.) und Kaibel (p. 77) ihn für eine nachträgliche Interpolation in die auch schon mit Unrecht dem S. beigelegten Veree erklärt, während Meineke (hist. crit. p. 18) aus ihm eine spätere Übersiedlung des Megarers S. nach Ikaria erschließen wollte. Ein leiser Zweifel an S.s Herkunft aus Megara ist angedeutet in
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dem gelehrten Scholion zu Aristot. Eth. Nic. IV 6, 1123 a 23 διασύρονται γὰρ ol Μεγαρεῖς κωμφδίρ, ἐπεὶ καὶ ἀντιποιούνται αὐτῆς ὡς παρ' αὐτοῖς πρώτον εὐρεθείσης, εἰ γὲ καὶ ΣουσαρΙων ὁ κατάρξας κωμφδίας Μεγαρεύς, Da der Name S. in Attika nicht vorkommt, auch gar nicht attisch klingt, möchte ich doch glauben (s. o. Bd. XI S. 1222), daß S. ursprünglich als Megarer erfunden ist, um die Ansprüche der Megarer auf 10 Erfindung der Komödie zu stützen. Daß man später von Stegreifspielen des 6. Jhdts., mögen sie nun in Megara oder Ikaria entstanden sein, keine Überreste mehr besaß, bedarf keines Beweises. Meineke Hist. crit. 18f., Kaibel CGF p. 77f. A. W. Pickard-Cambridge, Dithyramb, tragedy and comedy 280ff.