Sehnsucht nach der Schweiz

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           Sehnsucht nach der Schweiz.


Sehnend denk’ ich Eurer stillen Hütten,
     Wo die Unschuld immer lächelnd wohnt;
Wo die Einfalt väterlicher Sitten
     Reines Blut und muntres Alter lohnt.
 

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Thränen rinnen, denk’ ich Eurer Höhen,

     Eurer tiefen Thäler frisch umkränzt;
Eurer Eisgefilde, Eurer Seen,
     Sanft vom Aetherhimmel überglänzt;
 
Und der Wiesenplane, wo im Weiden

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     Unter Kindern Ziegenheerden geh’n,

Und der Kindheit zephyrgleiche Freuden
     Mit den Blütenflocken mich umwehn:

[51] Wo des Felsstrom’s nächtlich wildes Rauschen,
     Das der Abhang schwindelnd überblickt,

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Stumm der Hirt und seine Braut belauschen,

     Tief im Anschau’n seiner Kraft entzückt;
 
Wo des Knaben braune Pfirsigwange
     Glänzend schwarzes Lockenhaar umwallt,
Und aus voller Brust im Lenzgesange

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     Kraftgefühl und Freiheitssinn erschallt;

 
Wo Natur und Menschheit still vereinet,
     Hand in Hand, auf Himmelshöhen geh’n;
Wo kein Auge bittre Thränen weinet,
     Frohe Blicke nur zum Himmel seh’n!