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| T.: Festgesang | |
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Zu der frohen Feierstunde,
Die das Stiftungsfest uns bringt
Liederschall aus jedem Munde
Daß es zu den Herzen dringt.
Kunst und Frohsinn sind im Bunde
Und ein Lebensquell entspringt;
Wie aus eines Gottes Schale
Ist der Labetrank gereicht;
Und es wird mit einem Male
Das erwärmte Herz uns leicht.
Was uns blühte, was uns reifte,
Was zur Erde fiel als Frucht,
Was an höh´re Sphären streifte
Aufwärts steigend sich versucht
Und ins Grenzenlose schweifte
Kraftlos fort in steter Flucht
Zieht an uns belebt vorüber
In verklärtem Festgewand,
Und die Herzen wallen über,
In der Künste Zauberland.
Auf des Lebens rauhem Wege
herrscht die Mühe, gilt der Fleiß
Aber bei der Künste Pflege
ist die Arbeit schon der Preis
Immergrün ist das Gehege,
Das umfriedigt unsern Kreis.
Kunst der Töne, Kunst der Farben,
Kunst der wirklichen Gestalt
Bringt herbei die vollen Garben
Eh´ das letzte Wort verhallt.
T.: Festgesang. , Chemnitz 1880, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Festgesang.pdf/1&oldid=- (Version vom 10.3.2026)