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Im Olymp bei Göttermahlen
     Weilt der Schönheit Herrscherstab
Und von Hella´s lichten Strahlen
     Blinkt ein Wiederschein herab.
Was wir bilden, dichten, malen
     Sprosset aus der Vorzeit Grab.
Wurzelt, wächst und treibt zu Blüthen,
     Grün und farbig prangt der Baum,
Den wir schützen, den wir hüten
     In bescheidner Hütte Raum.

Bis die Hütte abgetragen
     Und die Halle strebt empor
Die nach arbeitsvollen Tagen
     Aus der Zukunft geht hervor.
Laßt uns schaffen, wirken, wagen,
     Frende, in geschloßnem Chor!
Auch die Halle wird ertönen
     Einst von festlichem Gesang.
Jetzt der Kunst, dem Waren, Schönen
     Lebehoch und Becherklang!
 T.







Druck von Hugo Wilisch in Chemnitz.
Empfohlene Zitierweise:
T.: Festgesang. , Chemnitz 1880, Seite 2. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Festgesang.pdf/2&oldid=- (Version vom 8.3.2026)