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Freud’ und Leid und Luft und Qual
Einet eines Lichtes Strahl,
     Geist’gen Hauch’s Umwehung.
Was da lebt und was da war,
Wie ein Jahr sind tausend Jahr
     In der Auferstehung.

’s ist kein Wahn und ist kein Trug:
Auferstandner Geisterzug
     Kam zu uns hernieder.
Alterthum und neue Zeit,
Kampf und Sieg und Fried und Streit
     Kräft’gen unsre Lieder.

Alter Stamm und neuer Saft,
Einer großen Brüderschaft
     Endlos lange Kette;
Festlich jetzt zu uns gestellt
Eine wundervolle Welt
     Jubelnd um die Wette.

Aus der Freude Gnadenquell
Sprudelt und strömet hell
     Frischer Kräfte Streben.
Mit der Freude holden Gunst
Jetzt ein Lebehoch der Kunst:
     Ewig soll sie leben.
 T.







Druck von J. W. Geidel in Chemnitz.
Empfohlene Zitierweise:
T.: I. Festgesang . , Chemnitz 1910, Seite 2. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Festgesang_von_Methfessel.pdf/2&oldid=- (Version vom 21.3.2026)