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Stille zu leben und zu sehen ob er unter den Bauer-Kindern durch Schulhalten einigen Nuzen stiften kan.
Die schmerzlichste Betrübniß in diesem Monat machte uns einer, der nach vieler an ihn gewandten Gedult u. Treue endlich die Resolution faßte, sich von uns zu entfernen. Der liebe Heiland der schon so manches verirrte Schaaf wieder zum Besinnen gebracht hat, thue auch an diesem, diese Barmherzigkeit und Treue.
Der Heiland hat uns recht begnadigte und selige Pfingst-Feyertage geschenckt. Wir haben in allen unsern Versammlungen die Gemeinschaft des heiligen Geistes und die Nähe unsers lieben Herrn innig gefühlet. Insonderheit war uns das Anbeten Gottes des heiligen Geistes am ersten Feyertage eine sehr gesegnete Versammlung, und unser Gemeintag am 2ten war auch recht gefühlig.
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 94. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/100&oldid=- (Version vom 6.10.2025)