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wie für uns und alle Welt. An Abysinien können wir für das Jahr nicht dencken. Ich für meine Person habe vor jezo, so wie alle andre hiesige Medici, weil es eine sehr gesunde Jahres Zeit ist, sehr wenig in der Medicin zu thun. Verdiene daher wenig und meine 2 Brüder verdienen izt mehr als ich. Mit den Türckischen Weibern, bey welchen ein Medicus ihre Kranckheit aus dem Puls errahten[WS 1] soll, mache ichs izo so: Ich spreche: Das verstehe ich nicht und so werde ich ihrer los. Vorigen Winter habe ich in Ansehung meiner gesundheit sehr leidlich zugebracht, allein seitdem es nun Warm zu werden anfängt, spüre ich wieder allerhand Symptomata und befinde mich öfters schwächer, als ichs meinen Brüdern sage, wo sie mir es nicht ansehen. Sonst leben wir hier in einer lieblichen Harmonie zusammen, lieben uns herzlich u. ermuntern und trösten einander, so gut wir können; und der treue Heiland läßt uns täglich fühlen und erfahren, daß wo 3 in Seinem Namen versammlet sind, Er mitten unter ihnen seyn will.

Anmerkungen (Wikisource)

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 102. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/108&oldid=- (Version vom 8.10.2025)