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Wir haben zu befürchten, daß die Pest, welche seit geraumer Zeit in Alexandria wütet; so daß in so einer kleinen Stadt, täglich 70 bis 80 Menschen wegsterben, endlich auch hieher gebracht und wir genöthigt werden möchten, uns bis zu Ende Jun. einzuschließen. Bis hieher ist aber noch gar keine Spur davon hier zu mercken, und wir wollen dem Heiland sehr danckbar seyn, wenn wir damit verschont bleiben, weil unser Haus sich gar nicht zu einem Lazareth schickt.
Meine 2 Brüder befinden sich sehr wohl, ich aber fange an mich manchmal sehr schwächlich in meiner Hütte zu fühlen. Aber mein Geist freuet sich Gottes meines Heilandes und sehnet sich täglich nach Ihm und nach einem tiefern Eindruck von Seiner Marter und Todt u. Ihm sey Preiß, Er gibt mir ihn auch aus Gnaden.
(:NB. ihr Diarium vom Aug. 1769 bis
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 103. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/109&oldid=- (Version vom 8.10.2025)