Seite:GN.A.148 Gemein-Nachrichten 1770,2.pdf/109

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
In einem andern Brief unter gleichem dato schreibt Bruder Hocker ferner:

Wir haben zu befürchten, daß die Pest, welche seit geraumer Zeit in Alexandria wütet; so daß in so einer kleinen Stadt, täglich 70 bis 80 Menschen wegsterben, endlich auch hieher gebracht und wir genöthigt werden möchten, uns bis zu Ende Jun. einzuschließen. Bis hieher ist aber noch gar keine Spur davon hier zu mercken, und wir wollen dem Heiland sehr danckbar seyn, wenn wir damit verschont bleiben, weil unser Haus sich gar nicht zu einem Lazareth schickt.

Meine 2 Brüder befinden sich sehr wohl, ich aber fange an mich manchmal sehr schwächlich in meiner Hütte zu fühlen. Aber mein Geist freuet sich Gottes meines Heilandes und sehnet sich täglich nach Ihm und nach einem tiefern Eindruck von Seiner Marter und Todt u. Ihm sey Preiß, Er gibt mir ihn auch aus Gnaden.

Extract des Diarii der 3 Brüder in Cairo Vom 14tn Febr. bis 16tn Apr. 1770.

(:NB. ihr Diarium vom Aug. 1769 bis

Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 103. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/109&oldid=- (Version vom 8.10.2025)