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guter Freund geblieben und läßt keine Woche vorbey gehen, da er uns nicht besucht; sagt auch oft, daß er uns lieb hat, als ob wir seine Brüder wären. Das beweißt er auch und dient wo er kan. Dem Bruder Antes hat er schon manchen braven Kundmann zu gewiesen, und er versichert die Leute, daß sie sich auf unser Wort verlaßen können. Wir haben ihn auch lieb, und wünschen, daß er seinen Erlöser kennen möchte. Ich /:Bruder Danke:/ habe ihm, wenn ich mit ihm alleine war, schon etliche mal was vom gecreuzigten Meßias gesagt. Allein, soll dieses Zeugniß bey einem Türcken Eingang finden, so muß gewiß zu vor, was besonders bey ihm vorgehen. Ein französischer Kaufman ersuchte heute den Bruder Hocker, ihm einen Brief ins Englische zu übersezen, welcher an einen Englischen Herrn Namens Bruce, der sonst Consul in Algier gewesen, nach Aethiopien gehen soll. Bruder Hocker thats gerne und es war uns Lieb, daß wir bey der Gelegenheit erfuhren, welche von den hiesigen Kaufleuten nach
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 105. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/111&oldid=- (Version vom 8.10.2025)