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nicht mit gerechnet, mit unsern Eseln unter Anführung zweyer Arabischer Schegs zu Pferde, die uns vom Ali Bay zur Bedeckung mit gegeben waren, von Schiesa ab. Von diesem Dorfe bis zu den Pyramiden ist eine gute deutsche Meile. Das Land ist flach, der Prospect schön und der Geruch im Felde war erquickend. Das Korn stand herrlich einiges war noch ganz grün, an anders könte die Sichel bald gelegt werden. Der Flachs der hier in großer Menge gebauet wird, stand zum Theil in der schönsten Blüthe und zum Theil war er reif. Hie und da sieht man ein kleines dörfgen im Felde liegen, die sich aber nicht anders praesentiren als eine Menge von schwarzen Thon aufgebauten Back-Oefen. Auch paßirten wir 6 Horden von wilden Arabern, dicht vorbey; die in Zelten wohnen und mit ihrem Vieh von Ort zu Ort ziehen und fürchterlich aussahen. Viele von ihnen kamen aus ihren Zelten zu uns gelaufen und fragten, woher wir kämen, und wohin wir wolten? Da ihnen unsre Schegs sagten, daß sie vom Ali Bay wären, waren sie sehr stille, denn der Name ist in ganz Egypten sehr respectirt.
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 110. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/116&oldid=- (Version vom 8.10.2025)