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West-Indien und Süd-America bringet, so finden sie da Brüder und Schwestern, die ihnen aus Erfahrung sagen können, wovor sie sich in Acht zu nehmen haben, u. wie sie ihr sterbendes Gebeine sonderlich auch in Kranckheiten zu bedienen haben; u. es ist gut, wenn man sich sagen läßt, von denen, die aus Schaden klug worden sind.
Es kommen aber in den warmen Ländern Kranckheiten vor, die niemand recht versteht; und da werden unsre Brüder u. Schwestern nicht vergeßen, daß Gott unser Heiland selbst gesagt hat: Ich bin der Herr, dein Arzt! Wer ein Vertrauen zu Ihm faßt und seine Hülfe bey Ihm sucht, der wird damit weder beschämt noch zu Schanden werden.
Es ist von Anfang unsrer Missionen unter
den Heiden, darauf angetragen worden,
daß die dazu gehörigen Brüder u. Schwestern,
mit ihren Händen etwas arbeiten und
etwas zum durchkommen der Haushaltung
verdienen sollen. Je mehr nun die Brüder
und Schwestern, mit ihren Händen etwas arbeiten
und etwas zum durchkommen der Haushaltung verdienen
sollen bey dieser u. jener Mission sich
solches haben angelegen seyn laßen, desto mehr
hat sich der liebe Heiland zu ihnen bekannt, nicht
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/12&oldid=- (Version vom 31.8.2025)