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Gemeine, hielten wir zu erst eine selige Communion-Liturgie und Abends lasen wir eine zu diesem Fest schön paßende Rede des seligen Jüngers, und prosternirten uns vor unserm im Fleisch geoffenbarten Schöpfer, u. weyheten Ihm unser Leib und Seel aufs neue. Auch hatten wir heute eine gesegnete Unterredung mit einander über Aethiopien so wol als Egypten und munterten einander auf, daß ob wir gleich noch nichts vor uns sehen, wir doch unsern Muth nicht wollen sincken laßen; sondern festiglich im Gebet und Flehen Zum Herrn anhalten, und uns einer den andern so wol, als auch den finstern Posten wo Er uns hingestellt hat, Ihm an Sein treues Herz legen. Wir kamen auch wieder ins besondre auf Ober-Egypten zu reden, und es wurde uns allen so, vor unserm Herrn reiflich zu überlegen, ob es Sein Wille ist, daß ein Besuch dahin geschehe? Bruder Hocker sagte dazu: Wir wollen nicht sorgen, wo wirs Brodt hernehmen, kein äußerlicher Gewinst, und wenn ich auch meine Kleider verkaufen solte, soll uns davon abhalten, denn wir sind dazu da, Seelen für den Heiland aufzusuchen. D. 29ten hatten wir die lezte
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 115. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/121&oldid=- (Version vom 9.10.2025)