Seite:GN.A.148 Gemein-Nachrichten 1770,2.pdf/123

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

dabey übergehen. D. 9ten bestellte der Venetianische Consul neue Arbeit bey mir und verschiedene Alte Sachen muste ich ihm repariren[WS 1]. D. 10ten brachte ich zu einem Kaufmann einen neuen Uhr Kasten, der ihm sehr wohl gefiel und er bestellte gleich noch einen. Meines lieben Bruder Antes Unterweisung kommt mir bey der Arbeit sehr zu statten. Bruder Hocker mußte auf begehren einen sehr krancken Türcken besuchen. D. 11ten hatten wir eine sehr gesegnete Herzens-Unterredung, wobey wir ein ander abfühlten, daß wahre Bruder Liebe unter uns regieret, welches sich auch in unserm täglichen Umgang mit einander so beweiset. Da wir Abends die Geschichte unsers Herrn von diesem Tage mit einander lasen, und wir an die Worte kamen: So nun ich euer Herr und Meister euch die Füße gewaschen habe, so solt ihr auch euch unter einander die Füße waschen; ein Beyspiel habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich euch gethan habe; stunden wir auf und dienten ein ander das

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: muste ihm repariren
Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 117. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/123&oldid=- (Version vom 9.10.2025)