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Pedilavium an, wobey uns ein unbeschreiblicher Gottes-Friede umgab. So dann continuirten wir in der Lection der Worte unsers Herrn. Am grünen Donerstag d. 12ten genoßen wir Seinen Leib und Blut im heiligen AbendMahl, das Er uns in Seinem Testament vermacht hat. Am Char-Freytag d. 13ten lasen wir die Geschichte dieses Tages in 3 Abtheilungen. Bey den Worten: Er neigete Sein Haupt und verschied! und bey denen: Ein Kriegs-Knecht öfnete Seine Seite mit einem Speer! Beteten wir an auf den Knien, unter Vergießung vieler Liebes-Thränen. Abends sangen wir: Ehre sey deiner Ruh p. Am großen Sabbath d. 14ten hielten wir Nachmittag ein LiebesMahl und gegen Abend eine Liturgie zur Leiche Jesu und in unserm Abendsegen erbaten wir uns in einem herzlichen Gebet zu unsern Schlaf und Ruhestunden den Segen Seiner verdienstlichen Ruhe im Grabe. Und so beschloßen wir diese, für unsre arme Herzen sehr gesegnete Woche. D. 15ten beteten wir mit Sonnen Aufgang die Oster-Liturgie mit seligem Gefühl

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 118. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/124&oldid=- (Version vom 9.10.2025)