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Sinne Bleiben. O stünden wir wie ein Mann vor dem Herrn! wie balde würde so manche drückende Noth gehoben seyn! Denn Er ist barmherzig und hilft gerne. Unser Trost ist bey gegenwärtigen Umständen, daß wir in unsern Versammlungen auf dem Saal, Sein Wandeln unter uns fühlen, wodurch Er die Herzen zu reizen sucht, von allen andern Dingen ab u. allein auf Ihn zu sehen.

Am ersten Tage der Pfingsten erfüllte unsern Tempel ein sanftes seliges wehen, da die Gemeine mit angethanem Herzen, das Veni Sancte Spiritus, anstimmte die Chöre erschienen auch nach einander und gaben Gott dem heiligen Geist die Ehre der Anbetung und viele Thränen floßen aus den Augen der Sünder und Sünderinnen, die auf dem Angesicht lagen.

Den 2ten Pfingsttag, da wir unsern Gemeintag hielten wurde die Gemeine durch die Aufnahme des Ledigen Bruders Jacob Daniel Reichel, des Knaben Christ. Reich und der Ledigen Schwestern An. Ros. Arnoldin u. Magd. Schusterin, vermehret.

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 120. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/126&oldid=- (Version vom 9.10.2025)