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nur bey den Heiden, sondern auch bey denen, die zur Christlichen Religion gehören.

Wir wollen also unsre lieben Brüder u. Schwestern die nun ihre Reise zu den Heiden vor sich haben, aufs herzlichste Bitten, sich auch in dem Theil willig finden zu laßen; und ihr möglichstes zu thun, daß sie die dortige Haushaltung thätlich unterstüzen, und ihr durchkommen erleichtern helfen. Es gehört das zu der Heiden-Boten ihrem Ruhm an Christo, den Paulus so hoch zu schäzen wußte, daß er lieber sterben, als den verlieren wolte.

Unsre lieben Brüder u. Schwestern werden auch wenn sie zu den Heiden-Gemeinen kommen, sich in Acht nehmen müßen, daß sie dieselben nicht nach unsern Gemein-Orten in Deutschland meßen. Denn ob sie gleich in Absicht auf den Glauben an Christum und die Liebe unter einander einerley Regel mit uns haben; so sind doch ihre Umstände so verschieden von den unsrigen, daß man unverständlich handlen würde, wenn man unsre Gemein-Ordnungen bey ihnen einführen wolte.

Des Heilands Barmherzig- u. Geduldig seyn Sein Viel Vergeben, Tragen u. Verschonen ist auch ungemein Groß bey ihnen. Und wenn

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 7. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/13&oldid=- (Version vom 31.8.2025)