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wohnen.

An eben diesem Tage erinnerte sich Gnadau an seine erste Grundlegung vor 3 Jahren, in sünderhaft gebeugtem Gefühl und in der gläubigen Hofnung, daß es bey noch so geringem Anschein, doch noch was seliges von innen und außen werden wird.

Es hatte Vormittag einen Fest-Morgensegen und Nachmittags ein LiebesMahl und Abends des heilige AbendMahl, auf eine selige Weise.

Auf dem LiebesMahl wurde folgendes Liedgen abgesungen:

Gnadau stell dich heute dar
Dem Versöhner deiner Sünden,
Um Ihm auf dem Danck-Altar,
Ein Lob-Opfer anzuzünden,
Für die Treue die gewiß,
Dich bisher bestehen ließ.
Mit wie viel Barmherzigkeit
Hat Er dich bisher getragen
Und du must warhaftig heut
Ihn zum Preiß u. Ehre sagen,

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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 128. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/134&oldid=- (Version vom 13.10.2025)