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Es ist gewiß eines der härtesten Jahre, die jemand in Jamaica erlebt hat.
Die große Dürre im lezten Jahr und nun in diesem, da wir seit dem Anfang Novbr. kaum einen oder 2 Regen gehabt haben, hat alles so ausgetrocknet, daß nichts wachsen kan, sondern auch das Vieh leidet gewaltig, und hat kaum so viel, daß es das Leben erhalten kan. Wir haben Gottlob! noch nichts verloren, dagegen in manchen Estaten, zumal an der See-Seite, täglich 8–10 Stücke sterben.
Wir sind auch in diesem Monat gewahr worden, daß der innere Gang der Gemeine unter der Leitung und Arbeit des heiligen Geistes, u. der Gnädigen und Heilwärtigen Nähe unsers lieben Herrn, bey aller uns oft schmerzlichen Mangelhaftigkeit doch immer darauf gegangen ist, sich in seinem Elend und den Heiland in der Kraft Seines Todtes u. Blutes
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 134. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/140&oldid=- (Version vom 28.10.2025)