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sondern auch auf der andern Seite vor Augen haben, daß wir in der Grund-Suppe der Welt leben und würcklich aus dem nach dieser Proportion verschlechterten Menschen-Geschlecht die schlechtesten sind.

3.) Wir müßen uns nicht auf den Fuß sezen, uns immer über lauter Segen und Seligkeiten in der Gemeine freuen u. divertiren zu wollen, sondern der Mutterschmerz über den Schaden Josephs und die Erkenntniß und bekenntniß deßelben muß uns auch nicht entgegen seyn.

4.) Wir müßen als Wächter auf den Mauren Zions in gleichem Eyfer den künftig möglichen Schaden verwarnnen, u. den gegenwärtigen heilen.

5.) Eine weit gefährlichere Sichtung als die vorigen Beyden, würde seyn, wenn aus Göttlicher Zulaßung und eigenem Undanck, Eigennuz und Baurenstolz der schmälige Character des grösten Theils unsrer Gemein-Bürger und Glieder würde.

6.) Ich nenne diese Sichtung weit gefährlicher als die vormaligen. Mit jenen konte es nicht in die länge dauren. Der Charme[WS 1] /: Das verborgene Triebwerck :/ muste plazen, und zwar balde. Diese

Anmerkungen (Wikisource)

  1. nachträglicher Zusatz über der Zeile: Das Scharnier (?)
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: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 146. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/152&oldid=- (Version vom 30.10.2025)