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zu sehen, bey welchen die blutige Gnade ihren verdorbenen Natur-Character warhaftig getödtet und abgethan hat. Bestehet er in einen Sparren zu viel oder zu wenig, oder in einem Temperaments-Gebrechen: so ist er erträglich. Ist er aber Vollheit von sich selbst, Schlangenhaftigkeit, Niederträchtigkeit, Eigenuz p. so ist er eine Schmach der Wunden Jesu. Vor der Schmälerung des Ruhms an Christo, behüte uns lieber Herre Gott!
Der gute Hirte hat seine hiesige kleine Heerde mit vieler Gnade geweidet, so wol in den täglichen Versammlungen, als an einigen besonders ausgezeichneten Gnaden-Tagen, darunter wol der allerseligste genuß Seines Leibes und Blutes im heiligen Abendmahl vornehmlich anzumercken ist.
Die Historischen Umstände vom Monat May sind folgende: D. 2ten kamen Geschwister Jacob Müllers, ihrem Ruf zu folge hier an, grüßten d. 3ten erstlich die Kinder in ihrer Versammlung und dann Abends die Gemeine, und in der Versammlung des Ehe Chors wurden sie von Bruder Lüdecke dem Chor als Helfer vorgestellt und dazu herzlich
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 149. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/155&oldid=- (Version vom 30.10.2025)