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trincket weil ihm das Waßer nicht schmeckt, der macht sichs in dem Theil schwer. Wer sich täglich Mühe gibt, die Natur in ihrer Ordnung zu halten, der hats am leichtesten.
8.) Wer so lange in seiner Cabine will liegen bleiben, bis er von der See-Kranckheit nichts mehr fühlt; der ist gemeiniglich lange Seekranck. Wer sich so viel als nur möglich in die frische Luft macht, der erleichtert und verkürzt sich die Seekranckheit.
9.) Wenn man einen heißen Tag gehabt und wacker geschwizt hat, und man bleibt abends wenn es kühle wird; lange auf der Schifs-Decke, so kan man sich manchmal eine Beschwerliche Kranckheit zu ziehen.
10.) Wenn sich die Brüder und die Schwestern immer etwas beschäftigen; so haben sie unter andern, den Nuzen davon, daß ihnen die Zeit nicht lang wird. Denn dieses kan einem sonst verdrießlicher werden, als die See-Reise an sich selbst ist.
11.) Wenn man am Tage schläft, so wird einem hernach die Nacht lang und ofte sehr beschwerlich. Wer am Tage sich immer zu thun macht und in einer gewißen Geschäftigkeit bleibet, der hats in der Nacht leichter.
12.) Mit dem Schiffs-Volck freundlich und
: Gemein-Nachrichten 1770,2. , Herrnhut 1770, Seite 11. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.148_Gemein-Nachrichten_1770,2.pdf/17&oldid=- (Version vom 1.9.2025)